Kategorie-Archiv: Frankfurter Museen

Museum Angewandte Kunst: Grit Weber ist neue stellvertretende Direktorin

Aktuelle Ausstellungen

Grit Weber neue Direktorin des Museums für Angewandte Kunst, Frankfurt . Foto © Sabine Schirdewahn – Stadt Frankfurt
Grit Weber neue Direktorin des Museums für Angewandte Kunst, Frankfurt . Foto © Sabine Schirdewahn – Stadt Frankfurt

(pia) Grit Weber ist neue stellvertretende Direktorin und Kuratorin für Design, Kunst und Medien des Museum Angewandte Kunst in Frankfurt am Main.

Nach ihrem Studium der Kunstgeschichte, Kunstpädagogik und Kulturanthropologie in Frankfurt arbeitete Grit Weber in der Kunstsammlung der Dresdner Bank, bevor sie ins journalistische Metier wechselte und zehn Jahre als Chefredakteurin die Gesamtverantwortung für das „artkaleidoscope-Kunstmagazin für Frankfurt und Rhein-Main“ übernahm. Ab 2009 leitete sie fünf Jahre das Kunstressort beim Journal Frankfurt.

Als Journalistin begleitete sie die kulturellen und kulturpolitischen Aktivitäten der Stadt und der Region, stand im engen Austausch mit Künstlern und Kuratoren der Museen und Kulturinstitutionen, analysierte und kommentierte in ihren Beiträgen die Entwicklungen auf dem Gebiet der Kunst, der Architektur und des Designs.

Im Frühjahr 2014 übernahm sie vertretungsweise die Leitung der Presseabteilung am Museum Angewandte Kunst. Ihr breites Wissen in den unterschiedlichen Disziplinen der Kunst und der Gestaltung, ihre vielfältigen Kontakte in die Kulturszene und das spartenübergreifende Denken sind die ausschlaggebenden Kriterien, die Museumsdirektor Matthias Wagner K dazu veranlassten, sie fest an das Haus zu holen, wo sie in Nachfolge von Klaus Klemp die stellvertretende Direktion übernimmt und den Bereich Design, Kunst und Medien betreuen wird.

Aktuelle Ausstellung:
Sense of Doubt – Wider das Vergessen

Adresse:
Museum Angewandte Kunst
Schaumainkai 17
60594 Frankfurt
Telefon 069 212 31286 (Hotline)
Fax 069 212 30703 Kasse

Freier Eintritt für Flüchtlinge mit Begleitpersonen im Senckenberg Naturkundemuseum Frankfurt

senckenbergNachdem in den letzten Jahren Flüchtlingsgruppen bereits im Rahmen eines interkulturellen Projektes speziell abgestimmte Führungen im Senckenberg Naturkundemuseum in Frankfurt erhalten konnten, haben sie und ihre Begleitpersonen ab sofort generell freien Eintritt in das Naturmuseum. Freier Eintritt wird Flüchtlingsgruppen und ihren Begleitpersonen auch in den Häusern Dresden und Görlitz gewährt.

„Viele Flüchtlinge haben erhebliche Strapazen und traumatische Erlebnisse hinter sich. Wir möchten mit dem Besuch in unseren Museen und Ausstellungen ein Angebot zur Ablenkung vom Alltag im Flüchtlingsheim schaffen und allen, die zu uns kommen, einige schöne und unbeschwerte Momente in der neuen Heimat ermöglichen“, sagt Generaldirektor Prof. Dr. Dr. h. c. Volker Mosbrugger. Die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung möchte so an ihren drei Museumsstandorten in Frankfurt, Dresden und Görlitz ein klares Zeichen für eine aktive Willkommenskultur
für Flüchtlinge in Deutschland setzen.

Auch für andere finanziell benachteiligte Bevölkerungsgruppen bieten die Museen günstige Eintrittskarten an. Die genauen Preise erfahren sie unter www.senckenberg.de.

Der Senckenberger Langhals-Dino vorübergehend kopflos

Langhals-Dino oben ohne
Diplodocus vor dem Senckenberg Naturmuseum vorübergehend ohne Kopf und Hinterteil

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Frankfurt, den 9.9.2015. Mit einer Länge von bis zu 28 Metern gehört der Diplodocus longus zu den längsten durch nahezu vollständige Skelette bekannten Dinosaurier. Eine lebensgroße Nachbildung dieses Dinosauriers ziert seit 2006 das Außengelände des Senckenberg Naturmuseum in Frankfurt. Er wird allerdings im Zuge der umfangreichen Bauarbeiten rundum das Museum vorrübergehend mehr als nur einen Kopf kürzer gemacht: Schwanz und Hals des Dinosauriers werden am heutigen 9. September abmontiert. Nötig wird dies, da die Ausstellungsfläche des Museums bis 2020 von zurzeit 6000 auf etwa 10000 Quadratmeter anwächst und Baumaßnahmen für eine Mittelspannungsschaltzentrale im Hauptgebäude des Museums beginnen. Damit Bagger und andere Fahrzeuge an das Gebäude
heranfahren können, müssen Kopf und Schwanz ab. Sie werden bis zum Ende des Jahres eingelagert. Dann sind die Baumaßnahmen an dieser Stelle fertiggestellt und der Diplodocus erhält seinen charakteristischen langen Hals und Schwanz, welche einen Großteil seiner eindrucksvollen Größe ausmachen, zurück.

Möglich machte die Anschaffung der lebensgroßen Nachbildung des
Pflanzenfressers, der in der Jurazeit vor 145 Millionen Jahren lebte,
der Frankfurter Unternehmer und Mäzen Dr. Josef Buchmann. Er finanzierte mit einer Spende vor neun Jahren das Großexponat und ist seitdem Pate des auch als Fotomotiv beliebten Wahrzeichens vor dem Senckenbergmuseum.

„Der Aufbau des lebensgroßen Diploducus war damals eines meiner ersten Projekte bei Senckenberg, deshalb liegt er mir natürlich besonders am Herzen und wird unter meiner persönlichen Aufsicht sicher verpackt“, erklärt Dr. Bernd Herkner, Leiter der Abteilung Museum und fügt hinzu: „Wer weiß, vielleicht bekommt der Langhals im Zuge des Umbaus auch Gesellschaft, wenn sich ein neuer Pate hierfür findet.“ Für den Museumsumbau kann unter https://die-welt-baut-ihr-museum.de gespendet
werden.

‚Die Welt der Alltagsdinge‘ im Historischen Museum Frankfurt

Ausstellung: Gleiche-Vielfache- c Norbert-Miguletz
Ausstellung: Gleiche-Vielfache- c Norbert-Miguletz

Führung durch die Ausstellung ‚Karsten Bott – Gleiche Vielfache‘
‚Die Welt der Alltagsdinge‘ im Historischen Museum

Historisches Museum Frankfurt Öffnungszeiten und Adresse(pia) In sechs raumhohen Regalen im Historischen Museum präsentiert Karsten Bott die schier überwältigende Welt der Alltagsdinge.
Bei der Führung mit Antonia Goetz soll die Frage geklärt werden, wie Dinge, die gemeinhin als wertlos erachtet werden, einen Sinn erhalten. Zudem werden Bezüge zur Dauerausstellung Frankfurter Sammler und Stifter hergestellt.

Treffpunkt für die Veranstaltung am 13. September um 15 Uhr ist das Foyer im Historischen Museum. Der Eintritt beträgt sieben Euro, ermäßigt 3,50 Euro, dazu kommen zwei Euro für die Führung.

„Wie der Film unsterblich wurde“: Buchpräsentation und Filmprogramm Dienstag, 8. September

„Wie der Film unsterblich wurde“: Buchpräsentation und Filmprogramm
Dienstag, 8. September, 18 Uhr

Als sich der Film etablierte, fehlten zunächst jene Personen und Institutionen, die dazu beitragen, dass Materialien bewahrt und Inhalte reflektiert werden: Filmarchive, Institute und Museen, Ausstellungen, Studiengänge, Autoren und Verlage entstanden erst allmählich. Ihnen widmet sich der kürzlich in der edition text+kritik erschienene und von den beiden Filmhistorikern Rolf Aurich und Ralf Forster herausgegebene Sammelband „Wie der Film unsterblich wurde. Vorakademische Filmwissenschaft in Deutschland“.

Die 34 Beiträge des Buches folgen den Akteuren, die mit ihren Ideen, Erfolgen und Niederlagen in Deutschland auftraten, auf ihrem langen Weg gegen das Vergessen. Sie fächern den besonderen Facettenreichtum solcher Annäherungen an die Geschichte des Mediums auf: Netzwerke werden erkennbar, die sich aus der Filmbranche selbst heraus entwickelten. Produzenten, Sammler, technische Pioniere und Journalisten riefen gemeinsam zum Bewahren auf. Ein Beispiel dafür ist Paul Sauerlaender und sein „Archiv für Filmkunde“, die größte deutsche filmhistorische Privatsammlung, die nach dem Zweiten Weltkrieg zusammengetragen wurde, und die den Grundstock des Deutschen Filmmuseums bildete.

Rolf Aurich ist Lektor, Redakteur und Autor an der Deutschen Kinemathek, Berlin. Ralf Forster ist Filmtechnikhistoriker am Filmmuseum Potsdam und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Filmuniversität Babelsberg.

Während der Buchpräsentation durch die Herausgeber wird ein Programm mit Kurzfilmen der 1920er- bis 1950er-Jahre gezeigt:

FILM (KIPHO-Film)
DE 1925. R: Guido Seeber, Julius Pinschewer. 35mm. 4 Min.
AUS DEN KINDERTAGEN DER KINEMATOGRAPHIE
DE 1928. R: Max Skladanowsky. 35mm. 3 Min.
ALS MAN ANFING ZU FILMEN
DE 1934. R: Martin Rikli, Wilhelm Prager. 35mm. 16 Min.
ASTA NIELSEN. EINE GROSSE KÜNSTLERIN
DE 1933. 16mm. 9 Min.
FARBE IM FILM
DE 1945. 35mm. 13 Min.
SIE SIND NICHT MEHR
BRD 1950. 35mm. 4 Min.
DAS WUNDER DES FILMS
BRD 1955. 35mm. 3 Min.
ERINNERN SIE SICH?
DDR 1957. 35mm. 11 Min.
STERNE ERLÖSCHEN NIE
BRD 1958. 35mm. 3 Min.

Gesamtlänge der Filme: 67 Min.
Länge des Gesamtprogramms: 110 Min.

Filmmuseum: 25 Jahre Deutsche Einheit – „Kinderkino“ 4. bis 25.09.15

Kinderkino
Filmreihe von Freitag, 4., bis Freitag, 25. September
Schwerpunkt: 25 Jahre Deutsche Einheit

Von entschlossenen Piraten und von den kleinen Zeitzeugen des Mauerfalls erzählt das Kinderkino im September.

Freitag, 4. September, 14:30 Uhr
Sonntag, 6. September, 15 Uhr
KÄPT’N SÄBELZAHN UND DER SCHATZ VON LAMA RAMA
Norwegen 2014. R: John Andreas Andersen, Lisa Marie Gamlem
D: Kyrre Haugen Sydness. 97 Min. DCP. Empfohlen ab 8 Jahren
Als Findelkind wurde der elfjährige Pinky aus dem Wasser gefischt. Dahin will er zurück, als Pirat unter Käpt’n Säbelzahn! Und dann ist es endlich soweit: An Bord der „Dark Lady“ geht es Richtung Lama Rama, einem sagenumwobenen Land. Zum Glück reist Pinkys Freundin Raven als blinder Passagier mit, und auch ein kleiner Affe entpuppt sich als treuer Gefährte. Bei all den Abenteuern, die Pinky in Lama Rama erwarten, ist diese Gesellschaft Gold wert – und sogar mehr als das!

Freitag, 11. September, 14:30 Uhr
Sonntag, 13. September, 15 Uhr
DIE MAUERBROCKENBANDE
BRD 1990. R: Karl Heinz Lotz
D: Davia Dannenberg, Hannes Hervig, Lukasz Krzyzaniak. 90 Min. DVD. Empfohlen ab 9 Jahren
Marion ist zwölf Jahre alt, als sie 1989 mit ihren Eltern von Ostberlin über die ungarische „grüne Grenze“ in den Westen flüchtet. Kaum hat sie sich mit ihrem neuen Leben in einem Containerlager arrangiert, da öffnet sich am 9. November die Mauer: Ost- und Westberlin gehören wieder zusammen. Gemeinsam mit alten Freunden aus dem Osten und neuen aus dem Westen entdeckt Marion das Geschäft mit den kleinen, bunten, aus der Mauer gehämmerten Betonbrocken.

Freitag, 18. September, 14:30 Uhr
Sonntag, 20. September, 15 Uhr
Freitag, 25. September, 14:30 Uhr
SPUTNIK
Deutschland 2013. R: Markus Dietrich. D: Flora Thiemann, Finn Fiebig, Devid
Striesow, Yvonne Catterfeld. 79 Min. Empfohlen ab 8 Jahren
Oktober 1989. Die zehnjährige Friederike assistiert Onkel Mike bei seinen illegalen Funkkontakten mit der russischen Raumstation MIR. Als er einen Ausreiseantrag nach Westdeutschland stellt, muss er die DDR sofort verlassen. Gemeinsam mit ihren Freunden plant die Zehnjährige, ihr großes Vorbild zurückzubeamen, und das soll am 9. November geschehen. Doch dann sehen die Kinder im Fernsehen, was sie mit ihrem Experiment wirklich angerichtet haben…

Hilmar Hoffmann – Biographie zum 90. Geburtstag des Ausnahmekulturpolitikers

Hilmar Hoffmann: Filmhistoriker, Museums- und Theatergründer, Autor, Hochschullehrer, vor allem eins: Vordenker und Praktiker einer Kulturpolitik, welche die Bundesrepublik bis heute prägt. Zuerst als Volkshochschuldirektor, Begründer der Kurzfilmtage und Kulturdezernent in Oberhausen, dann zwanzig Jahre lang als Kulturdezernent der Stadt Frankfurt am Main verwirklicht er seine Vorstellung einer „Kultur für alle“, oft gegen große Widerstände und in verblüffenden politischen Konstellationen.
Hilmar Hoffmann: Filmhistoriker, Museums- und Theatergründer, Autor, Hochschullehrer, vor allem eins: Vordenker und Praktiker einer Kulturpolitik, welche die Bundesrepublik bis heute prägt. Zuerst als Volkshochschuldirektor, Begründer der Kurzfilmtage und Kulturdezernent in Oberhausen, dann zwanzig Jahre lang als Kulturdezernent der Stadt Frankfurt am Main verwirklicht er seine Vorstellung einer „Kultur für alle“, oft gegen große Widerstände und in verblüffenden politischen Konstellationen.
Foto: © massow-picture

Hilmar Hoffmann wird am 25. August 90 Jahre alt.  Aus diesem Anlass gibt das Deutsche Filminstitut ein 464 Seiten starkes, reich bebildertes Buch zu Werk und Leben des Ausnahme-Kulturpolitikers heraus, der in den mehr als sechs Jahrzehnten seiner Tätigkeit die einflussreiche Programmatik der „Kultur für alle“ nicht nur entworfen, sondern praktisch umgesetzt hat, oft gegen große Widerstände und in verblüffenden politischen Konstellationen.

Claus-Jürgen Göpfert, der Hilmar Hoffmann als Journalist seit 35 Jahren begleitet, hat für dieses Buch lange, intensive Gespräche mit Hilmar Hoffmann geführt und parallel eine große Zahl von Weggefährten und Zeitzeuginnen befragt, unter ihnen Alexander Kluge, Hans-Dietrich Genscher, Daniel Cohn-Bendit, Petra Roth und Hans Neuenfels. Die Passage durch Hilmar Hoffmanns Leben und Werk hat Claus-Jürgen Göpfert um den zentralen Begriff des Kulturpolitikers organisiert: Er forscht nach, wie Hoffmanns Kulturbegriff sich aus den Erfahrungen in Kindheit und Jugend, als Fallschirmjäger und NSDAP-Mitglied, Kriegsgefangener und Teilnehmer am britischen Re-Education-Programm in Wilton Park heraus entwickelt. Und er macht deutlich, wie Hilmar Hoffmann seine Vorstellungen und Ideen in zahlreichen Funktionen in die Tat umsetzt: als jüngster Volkshochschuldirektor der Bundesrepublik in Oberhausen, als Kulturdezernent in ebendieser Ruhrgebietsstadt und zwanzig Jahre lang in Frankfurt am Main (1970-1990), als Geschäftsführer der „Stiftung Lesen“ und als Präsident des Goethe-Instituts.

Der Journalist Claus-Jürgen Göpfert (l.),Autor des Buches über Hilmar Hoffmann schreibt seit 35 Jahren über Kultur und Politik. Foto: © massow-picture
Der Journalist Claus-Jürgen Göpfert (l.),Autor des Buches über Hilmar Hoffmann, schreibt seit 35 Jahren über Kultur und Politik. Foto: © massow-picture

Die gefeierten Erfolge ebenso wie die großen Konflikte in der Karriere Hilmar Hoffmanns haben Raum in diesem Buch, Unterstützer seines Kurses kommen neben Gegnern zu Wort. Entstanden ist ein vielstimmiger und facettenreicher Band, der die Stationen seines nun 90-jährigen Lebens nachvollzieht, das, so Göpfert, „immer wieder davon geprägt war, scheinbar unversöhnliche Positionen konstruktiv zu vereinen, ideologische Gegensätze zu überwinden und für konkrete Projekte und Ziele Mehrheiten zu schaffen.“ Dies sei am Ende die wichtigste Eigenschaft „des Menschen Hilmar Hoffmann: Er vermag es, Brücken zu bauen.“

Dem Deutschen Filminstitut, das die Publikation herausgibt, ist Hilmar Hoffmann womöglich länger und intensiver verbunden als jedem anderen Haus, so schreibt es Direktorin Claudia Dillmann im Vorwort des Buches: als Gründer des Frankfurter Kommunalen Kinos und des ersten Filmmuseums der Bundesrepublik, die heute unter dem Dach des Deutschen Filminstituts vereint sind; als Fachkollege, Freund und Wegbegleiter. Das Buch ist der „nachgerade verwegene Versuch, die Lebensleistung dieses beispiellos umtriebigen, ideenreichen, tatkräftigen Menschen, des Filmhistorikers, Museums- und Theatergründers, Schriftstellers, Hochschullehrers, Stadtentwicklers, Utopisten und Pragmatikers“ in all seinen Facetten zu erfassen. Erstmals hat sich Hilmar Hoffmann für dieses Buch eingehend über seine Kindheit und Jugend geäußert.

240 Bilder aus Hilmar Hoffmanns Privatarchiv, aus dem Institut für Stadtgeschichte Frankfurt und weiteren Beständen sind im Buch enthalten, viele bisher unveröffentlicht.

Foto: © massow-picture
Foto: © massow-picture

„Der Kulturpolitiker. Hilmar Hoffmann, Leben und Werk“
Autor: Claus-Jürgen Göpfert
Herausgeber: Deutsches Filminstitut – DIF
464 Seiten
240 Abbildungen
Verkaufspreis: 24,80 €
ISBN: 9783887990886

 

 

„Hilmar Hoffmann: Filmhistoriker, Museums- und Theatergründer, Autor, Hochschullehrer, vor allem eins: Vordenker und Praktiker einer Kulturpolitik, welche die Bundesrepublik bis heute prägt. Zuerst als Volkshochschuldirektor, Begründer der Kurzfilmtage und Kulturdezernent in Oberhausen, dann zwanzig Jahre lang als Kulturdezernent der Stadt Frankfurt am Main verwirklicht er seine Vorstellung einer „Kultur für alle“, oft gegen große Widerstände und in verblüffenden politischen Konstellationen. Auch als Geschäftsführer der „Stiftung Lesen“ und Präsident des Goethe-Instituts kämpft er darum, die kulturelle Bildung in der Bundesrepublik voranzubringen. Hilmar Hoffmann ist DER Kulturpolitiker. Der Journalist Claus-Jürgen Göpfert schreibt seit 35 Jahren über Kultur und Politik (Frankfurter Rundschau). In langen Gesprächen mit Hilmar Hoffmann und einer großen Zahl Zeitzeugen hat er Leben und Werk des Kulturpolitikers ergründet. Entstanden ist ein vielstimmiges, facettenreiches Buch, das manches zutage fördert, das längst ins Vergessen geraten war. Mit 240 Bildern, größtenteils aus Hilmar Hoffmanns Privatarchiv, viele davon erstmals abgedruckt.“ (Frankfurter Rundschau)

 

Kino des Deutschen Filmmuseums – Programm-Highlights im September 2015

© massow-picture Heimprojektor Pathé-Baby für 9,9 mm Film, 1922
© massow-picture Heimprojektor Pathé-Baby für 9,9 mm Film, 1922

Vorschau auf die Filmreihen und einige Specials des Deutschen Filmmuseums Frankfurt im kommenden Monat:
FILM UND GAMES Filmreihe und Begleitprogramm / Filmreihe JEAN-PIERRE UND LUC DARDENNE / Filmreihe 25 JAHRE WIEDERVEREINIGUNG / LUCAS 38. INTERNATIONALES KINDERFILMFESTIVAL / Special WIE DER FILM UNSTERBLICH WURDE / Special Ffm JAZZ Film

FilmreiheFILM UND GAMES – Filmreihe zur Ausstellung
Freitag, 04., bis Samstag, 26. September

Die Filmreihe bringt Games-Verfilmungen und Filme mit Videospiel-Anleihen ins Kino. In der Septemberreihe treten Aliens den Kampf gegen die Menschheit an, und Fiktion und Realität geraten ins Wanken. Spielerisch surreal wird es mit HOLY MOTORS von Leos Carax.

Freitag, 04.09., 22:30 Uhr; Samstag, 19.09., 22:30 Uhr
FINAL FANTASY. THE SPIRITS WITHIN Final Fantasy. Die Mächte in dir
Japan/USA 2001. R: Hironobu Sakaguchi, Motonori Sakahibara

Samstag, 05.09., 22:30 Uhr; Freitag, 18.09., 22:30 Uhr
DARK CITY
USA/Australien 1998. R: Alex Proyas

Samstag, 12.09., 18 Uhr; Mittwoch, 16.09., 18 Uhr
HOLY MOTORS
Frankreich/Deutschland 2012. R: Leos Carax

Mittwoch, 23.09., 18 Uhr; Samstag, 26.09., 18 Uhr
STRANGER THAN FICTION Schräger als Fiktion
USA 2006. R: Marc Forster

Begleitprogramm der Games-Ausstellung:

Freitag, 4. September, 20 Uhr
Spielung
Wie eine Lesung, nur steht hier im Mittelpunkt ein Videospiel: Bei der Spielung am 4. September im Deutschen Filmmuseum können Besucher erfahrenen Spielern über die Schulter gucken, während ein Plenum aus der Film- und Gamesbranche den Spielverlauf fachkundig kommentiert und diskutiert. Wie in der aktuellen Ausstellung Film und Games stehen auch hier die Grenzen und Möglichkeiten der gegenseitigen Beeinflussung beider Medien im Mittelpunkt. Der Eintritt ist kostenlos.

Mittwoch, 9. September, 19 Uhr
After-Work-Führung
Zur geselligen Feierabend-Stunde im Deutschen Filmmuseum, immer am zweiten Mittwoch im Monat, führen fachkundige Mitarbeiter durch die Ausstellung Film und Games. Selbstverständlich können die Teilnehmer selbst ihr Spielergeschick an verschiedenen Stationen auf die Probe stellen. Bei einem Glas Wein und mit Blick auf die Frankfurter Skyline gibt es im Anschluss die Gelegenheit zum Austausch mit den anderen Teilnehmern und Museumsmitarbeitern. Das Angebot ist im Ausstellungseintritt inbegriffen (8 Euro/6 Euro ermäßigt).

Filmreihe
JEAN-PIERRE UND LUC DARDENNE
Mittwoch, 02., bis Sonntag, 27. September

Das filmische Schaffen der Brüder Jean-Pierre (geboren 1951) und Luc (geboren 1954) Dardenne prägt ein teilnehmender Realismus, ihre Filme handeln von gesellschaftlich ausgestoßenen, emotional verarmten Menschen, die mit allen Mitteln versuchen, ihrem tristen Dasein zu entkommen. 1996 gelang den Brüdern mit LA PROMESSE der internationale Durchbruch, seitdem sind weitere sechs Spielfilme in einem einzigartigen und unverwechselbaren Stil entstanden. Die meisten ihrer Spielfilme wurden beim Filmfestival in Cannes uraufgeführt und dort von Kritikern und Publikum gleichermaßen gefeiert. Seit 2005 gehören Jean-Pierre und Luc Dardenne zu dem sehr kleinen Kreis von Filmemachern, die in Cannes mehrfach mit einer goldenen Palme ausgezeichnet wurden.

Mittwoch, 02.09., 20:30 Uhr
DEUX JOURS, UNE NUIT Zwei Tage, eine Nacht
Belgien/Frankreich/Italien 2014. R: Jean-Pierre und Luc Dardenne

Freitag, 04.09., 18: Uhr; Samstag, 05.09., 20:30 Uhr
LE GAMIN AU VÉLO Der Junge mit dem Fahrrad
Belgien/Frankreich/Italien 2011. R: Jean-Pierre und Luc Dardenne

Sonntag, 06.09., 20:30 Uhr; Dienstag, 08.09., 20:30 Uhr
LE SILENCE DE LORNA Lornas Schweigen
Belgien/Großbritannien/Frankreich/Italien 2008. R: J.-P. und L. Dardenne

Freitag, 11.09., 18 Uhr; Samstag, 12.09., 20:30 Uhr
L’ENFANT Das Kind
Frankreich/Belgien 2004. R: Jean-Pierre und Luc Dardenne

Sonntag, 13.09., 20:30 Uhr; Mittwoch, 16.09., 20:30 Uhr
LE FILS Der Sohn
Belgien/Frankreich 2002. R: Jean-Pierre und Luc Dardenne

Freitag, 18.09., 18 Uhr; Samstag, 19.09., 20:30 Uhr
ROSETTA
Frankreich 1999. R: Jean-Pierre und Luc Dardenne

Sonntag, 20.09., 20:30 Uhr; Mittwoch, 23.09., 20:30 Uhr
LA PROMESSE Das Versprechen
Belgien/Frankreich/Luxemburg 1996. R: Jean-Pierre und Luc Dardenne

Freitag, 25.09., 18 Uhr; Samstag, 26.09., 20:30 Uhr
JE PENSE À VOUS Ich denke an euch
Belgien/Luxemburg/Frankreich 1992. R: Jean-Pierre und Luc Dardenne

Sonntag, 27.09., 20:30 Uhr
FALSCH
Belgien 1986. R: Jean-Pierre und Luc Dardenne

Filmreihe
25 JAHRE WIEDERVEREINIGUNG
Dienstag, 1., bis Freitag, 25. September

Mit dem 25. Tag der Deutschen Einheit feiert die Bundesrepublik Deutschland am 3. Oktober ein Ereignis, das sich auch im deutschen Film niedergeschlagen hat, wie das Kino des Deutschen Filmmuseums mit einer umfassenden Filmreihe im September und Oktober zeigt.

Dienstag, 01.09., 20:30 Uhr; Donnerstag, 03.09., 18 Uhr
DIE VERFEHLUNG
Deutschland 1992. R: Heiner Carow

Freitag, 04.09., 20:30 Uhr
LETZTES JAHR TITANIC
Deutschland 1991. R: Andreas Voigt

Sonntag, 06.09., 18 Uhr
NOVEMBER DAYS Novembertage
Großbritannien/Deutschland 1990. R: Marcel Ophüls

Mittwoch, 09.09., 20:30 Uhr
STRICHE ZIEHEN
Deutschland 2014. R: Gerd Kroske
Zu Gast: Gerd Kroske

Donnerstag, 10.09., 18 Uhr; Freitag, 11.09., 20:30 Uhr
DAS VERSPRECHEN
Deutschland/Frankreich/Schweiz 1995. R: Margarethe von Trotta

Sonntag, 13.09., 18 Uhr
MATERIAL
Deutschland 2009. R: Thomas Heise

Donnerstag, 17.09., 18 Uhr; Freitag, 18.09.,0 20:30 Uhr
GOOD BYE, LENIN!
Deutschland 2003. R: Wolfgang Becker

Sonntag, 20.09., 18 Uhr Zu Gast: Thomas Claus
AUFBRUCH ’89 – DRESDEN
DDR 1989. Kollektiv
AUF DER SUCHE NACH DER VERLORENEN STADT
DDR 1990. R: Thomas Claus u.a.

Dienstag, 22.09., 20:30 Uhr
BRÜDER UND SCHWESTERN
Deutschland 1991. R: Pavel Schnabel
Zu Gast: Pavel Schnabel

Donnerstag, 24.09., 18 Uhr; Freitag, 25.09., 20:30 Uhr
ALS WIR TRÄUMTEN
Deutschland 2015. R: Andreas Dresen

Filmfestival
LUCAS 38. INTERNATIONALES KINDERFILMFESTIVAL
Sonntag, 27. September bis Sonntag, 04. Oktober

Fast 60 aktuelle Filme aus 24 Ländern zeigt das 38. Internationale Kinderfilmfestival LUCAS von Sonntag, 27. September, bis Sonntag, 4. Oktober. Die Produktionen kommen aus Europa, USA, Iran, Sri Lanka, Singapur, Südkorea, Kuba, Brasilien und erstmals aus dem karibischen Inselstaat Trinidad und Tobago.

Die Festivalfilme laufen in Frankfurt im Deutschen Filmmuseum und im CineStar Metropolis. Mit der Caligari FilmBühne gibt es 2015 erstmals einen Spielort in Wiesbaden. Das vollständige Programm finden Sie in der Festivalbroschüre und unter www.lucasfilmfestival.de

Dienstag, 29.09., 20 Uhr
FREUNDESFREUNDE (Weltpremiere mit Gästen)
Deutschland 2015. R: Melissa Graj, Sonja Risse
BORN POSITIVE
UK 2012. Regie: Carla Simón Pipo

Donnerstag, 01.10. 16 Uhr (Cinestar Metropolis)
FLIEHEN, FLÜCHTLING, FLUCHT
Film, Vortrag, Gespräch mit Willi Weitzel

Montag, 28.09., 14 Uhr, Dt. Einsprache
SALLY’S WAY Sallys Weg
Trinidad und Tobago 2014. R: Joanne Gail Johnson

Montag, 28.09., 16 Uhr; Mittwoch, 30.09.,  9 Uhr (Cinestar Metropolis)
ABOUT A GIRL
Deutschland 2014. R: Mark Monheim

Montag, 28.09., 18 Uhr; Donnerstag, 01.10., 9:30 Uhr (Cinestar Metropolis)
CONDUCTA Conducta – Wir werden sein wie Che
Kuba 2014. R: Ernesto Daranas

Montag, 28.09., 20 Uhr; Mittwoch, 30.09., 11 Uhr, Dt. Einsprache
BEDOONE MARZ Borderless
Iran 2014. R: Amirhossein Asgari
Deutschlandpremiere

Dienstag, 29.09., 11 Uhr, Dt. Einsprache; Mittwoch, 30.09., 18 Uhr
HO GAANA POKUNA The Singing Pond
Sri Lanka 2014. R: Indika Ferdinando
Deutschlandpremiere

Dienstag, 29.09.,16:00 Uhr
DREI WÜNSCHE VON HANDLOH (Weltpremiere mit Gästen)
Deutschland 2015. R: Simone Jung

Dienstag, 29.09., 20 Uhr, Mittwoch, 30.09., 9:30 Uhr (Cinestar Metropolis)
GLUTNESTER Ember Glow
Deutschland 2015. R: Katja Sambeth
Mit Gästen

Mittwoch, 30.09., 20 Uhr; Donnerstag, 1.10., 9 Uhr (Cinestar Metropolis)
14+
Russland 2015. R: Andrey Zaytsev

Mittwoch, 30.09., 16 Uhr Dt. Einsprache; Donnerstag, 01.10. 18 Uhr OmeU
LABYRINTHUS
Belgien 2014. R: Douglas Boswell
Mit Gast

Special
„WIE DER FILM UNSTERBLICH WURDE“
Dienstag, 08.09., 18 Uhr

BUCHPRÄSENTATION UND FILMPROGRAMM
Filmarchive, Institute und Museen, Ausstellungen, Studiengänge, Autoren und Verlage: sie tragen dazu bei, dass Filmmaterialien bewahrt und Inhalte reflektiert werden. Ihrer allmählichen Entstehung widmet sich der kürzlich in der edition text+kritik erschienene und von den beiden Filmhistorikern Rolf Aurich und Ralf Forster herausgegebene Sammelband „Wie der Film unsterblich wurde. Vorakademische Filmwissenschaft in Deutschland“.

Rolf Aurich ist Lektor, Redakteur und Autor an der Deutschen Kinemathek, Berlin. Ralf Forster ist Filmtechnikhistoriker am Filmmuseum Potsdam und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Filmuniversität Babelsberg.

Während der Buchpräsentation wird ein Programm mit Kurzfilmen der 1920er- bis 1950er-Jahre gezeigt:
FILM (KIPHO-FILM)
DE 1925. R: Guido Seeber, Julius Pinschewer. 35mm. 4 Min.
AUS DEN KINDERTAGEN DER KINEMATOGRAPHIE
DE 1928. R: Max Skladanowsky. 35mm. 3 Min.
ALS MAN ANFING ZU FILMEN
DE 1934. R: Martin Rikli, Wilhelm Prager. 35mm. 16 Min.
ASTA NIELSEN. EINE GROSSE KÜNSTLERIN
DE 1933. 35mm. 9 Min.
FARBE IM FILM
DE 1945. 35mm. 13 Min.
SIE SIND NICHT MEHR
BRD 1950. 35mm. 4 Min.
DAS WUNDER DES FILMS
BRD 1955. 35mm. 3 Min.
ERINNERN SIE SICH?
DDR 1957. 35mm. 11 Min.
STERNE ERLÖSCHEN NIE
BRD 1958. 35mm. 3 Min.
Gesamtlänge der Filme: 67 Min.;
Länge des Gesamtprogramms: 110 Min.

Special
Ffm JAZZ Film
Donnerstag, 24.09., 20:15 Uhr

Kein anderer Musikstil hat das vergangene Jahrhundert so geprägt wie der Jazz. Er ist Sinnbild der Golden Twenties, der Soundtrack der deutschen Nachkriegsgeschichte und die Keimzelle der Popkultur. In Deutschland galt Frankfurt am Main lange als die Hauptstadt des Jazz. Am Dr. Hoch’s Konservatorium wurden 1928 die ersten Jazzklassen weltweit initiiert und hier ist das hr-Jazzensemble ansässig, das älteste Ensemble für Modern Jazz in Deutschland. Auch das Deutsche Jazzfestival, das älteste dieser Art in Deutschland und weltweit, das bis heute stattfindet, wurde 1953 in Frankfurt gegründet.

Vor allem aber hat die Jazzstadt Frankfurt zahlreiche, weltweit bekannte Stars in den Frankfurter Jazzkeller gelockt und viele renommierte Musiker hervorgebracht. Für sie war und ist der Jazz Leidenschaft, Liebe, Freiheit – ihr Leben. Die Musikdokumentation Ffm JAZZ Film versammelt neben zahlreichen Interviews mit Protagonisten der Jazzszene einzigartige O-Töne, Archivmaterialien, Konzertmitschnitte und Re-Enactments, und zeichnet so ein emotionales zeit- und kulturhistorisches Portrait der Frankfurter Musikerszene.

Ort:

Deutsches Filminstitut – DIF e.V.
Deutsches Filmmuseum
Schaumainkai 41
60596 Frankfurt am Main

Städel Museum Programm zum Museumsuferfest 2015

© Städel-Museum Frankfurt a. Main
© Städel-Museum Frankfurt a. Main

Das Museumsuferfest bietet Besuchern die wunderbare Möglichkeit zu einem kleinen Streifzug im Städel Museum durch die unendlich vielen Kostbarkeiten über 700 Jahre europäischer Kunstgeschichte – vom frühen 14. Jahrhundert über die Renaissance, den Barock und die klassische Moderne bis in die unmittelbare Gegenwart. Insgesamt umfasst die Sammlung des Städel rund 3.000 Gemälde, 600 Skulpturen, über 4.000 Fotografien und über 100.000 Zeichnungen und Grafiken. Höhepunkte der Sammlung bilden Werke von Künstlern wie Lucas Cranach, Albrecht Dürer, Sandro Botticelli, Rembrandt van Rijn, Jan Vermeer, Claude Monet, Pablo Picasso, Ernst Ludwig Kirchner, Max Beckmann, Alberto Giacometti, Francis Bacon, Gerhard Richter, Wolfgang Tillmans oder Corinne Wasmuht. Neben dem Sammeln und Bewahren bilden die wissenschaftliche Erforschung des Bestandes sowie die Entwicklung von Ausstellungen aus dem Sammlungszusammenhang heraus Schwerpunkte der Museumsarbeit. Ein weiteres zentrales Anliegen ist die zielgruppenspezifische Kunstvermittlung, die sich mit den Sammlungsinhalten ebenso wie mit allgemeinen Fragen zur Kunst auseinandersetzt und an ein vielfältiges Publikum gerichtet ist. Die hohe Aktivität im Forschungs-, Ausstellungs- und Vermittlungsbereich sowie die herausragende Qualität der Sammlung sichern dem Städel einen hochrangigen Platz in der internationalen Museumslandschaft. Als bedeutendste kulturelle Bürgerstiftung in Deutschland steht das Städel darüber hinaus beispielhaft für ein breites bürgerschaftliches Engagement, das ganz wesentlich zur Erhaltung und Entwicklung dieser Kulturinstitution beiträgt.

Sammlung, Sonderausstellungen, Kunstvermittlung und Forschung

Seit seiner Gründung hat das Städelsche Kunstinstitut seinen Bestand stetig erweitert und die aktuellen künstlerischen Positionen in den kunsthistorischen Kanon eingeordnet. Jeder Neuzugang erfolgt vor dem Hintergrund des eigenen Sammlungsprofils, das fortwährend ausgebaut und in die Zeitgenossenschaft fortgeführt wird. Die Dauerausstellung ist untergliedert in die Sammlungsbereiche „Alte Meister“, „Kunst der Moderne“ und „Gegenwartkunst“, während die Graphische Sammlung den Bestand von über 100.000 Arbeiten auf Papier in wechselnden Präsentationen sowie im Studiensaal zeigt. Darüber hinaus bietet das Städel seinen Besuchern jedes Jahr mehrere international beachtete Sonderausstellungen, die sich mit dem Werk einzelner Künstler aus der Sammlung und ihrem jeweiligen Umfeld beschäftigen. Begleitet werden die Ausstellungen von einem vielseitigen Veranstaltungs- und Vermittlungsangebot für Kinder und Jugendliche wie auch für Erwachsene, Familien und Senioren. Dabei reicht das Spektrum von Veranstaltungsreihen, interaktiven Führungsformaten und Seminaren für unterschiedliche Altersgruppen über die Angebote von Städel-Bibliothek und Mediathek bis hin zur Erschließung eines intuitiven Zugangs zur Sammlung des Städel Museums durch den Multitouchscreen im Kabinett zum Main. Insgesamt bietet das Städel über 50 unterschiedliche Vermittlungsformate an. Auch der Einsatz von Medien wie sozialen Netzwerken, Filmen sowie digitalen Audioguides und Online-Vermittlungsangeboten unterstützt die individuelle und aktive Auseinandersetzung mit der Sammlung des Städel Museums.

Geschichte

Der Frankfurter Bankier und Gewürzhändler Johann Friedrich Städel stiftete 1815 sein Haus am Rossmarkt sowie seine Kunstsammlung und sein Vermögen zur Gründung des nach ihm benannten Kunstinstituts. Dessen Auftrag war zum einen der Unterhalt einer öffentlichen Sammlung, zum anderen die Ausbildung von Künstlern in einer Kunsthochschule, der heutigen Städelschule, die später von der Stadt Frankfurt übernommen wurde. 1833 erhielt das Städelsche Kunstinstitut ein eigenes Gebäude in der Neuen Mainzer Straße in Frankfurt. Seit 1878 befindet es sich am heute als Museumsufer bekannten Schaumainkai in einem eigens für das Museum errichteten Bauwerk. Zahlreiche Erweiterungen und Modernisierungen prägen die Geschichte des Hauses. 1990 kam der Neubau von Gustav Peichl an der Holbeinstraße hinzu. 2012 wurde die Ausstellungsfläche mit der Vollendung des unterirdischen Städel-Erweiterungsbaus des Frankfurter Architekturbüros schneider+schumacher um 3.000 Quadratmeter erweitert. In den sogenannten Gartenhallen hat die Sammlung der Gegenwartskunst ihr neues Zuhause gefunden. Stifter, Mäzene und Freunde

Die Vielfalt des Museumsprogramms ist vor allem dank des Engagements zahlreicher Partner, Förderer und Unterstützer möglich. Mit dem Akt der Stiftung 1815 begann für die Sammlung eine bis heute andauernde Tradition: Immer wieder fanden bedeutende Werke und ganze Werkgruppen durch Schenkungen Eingang in die Sammlung. Um die Unterstützung durch die Bürgerschaft zu festigen und das Haus gesellschaftlich noch weiter zu öffnen, wurde 1899 der Städelsche Museums-Verein gegründet. Dieser hat seither stetig bedeutende Erwerbungen ermöglicht. 2008 wurde zudem das „Städelkomitee 21. Jahrhundert“ gegründet, das sich ausschließlich dem Erwerb zeitgenössischer Kunst widmet. Der 2012 vollendete Städel-Erweiterungsbau sowie die Sanierung des Altbaus wurden dank der beispiellosen Unterstützung von Unternehmen, Stiftungen und Bürgerschaft zu je 50 Prozent aus privaten Mitteln und mit öffentlichen Geldern finanziert. Im Rahmen der vom Städel initiierten Kampagne „Frankfurt baut das neue Städel“ fanden zahlreiche Aktionen zur Unterstützung der größten baulichen und inhaltlichen Erweiterung in der knapp 200-jährigen Geschichte des Museums statt.

Programm:

Freitag, 28. August 2015
19:00 Uhr Die 80er. Figurative Malerei in der BRD

Samstag, 29. August 2015
11:00 – 18:00 Uhr Workshops für Kinder: Dialog der Porträts-/Jubiläumsschleifen
12:00 Uhr Laster des Lebens. Druckgrafik von William Hogarth
13:00 Uhr Teamwork oder Einzelkämpfer? In den Werkstätten der Alten Meister
15:00 Uhr Ein Fest der Farben. Führung zum Mitmalen für Kinder ab 6 Jahren
17:00 Uhr Impressionismus, Expressionismus, Surrealismus. Kunst der Moderne
19:00 Uhr Städel Double: Mit Warhol, Dürer und Co. durchs Museum

Sonntag, 30. August 2015
11:00 Uhr Die 80er. Figurative Malerei in der BRD
11:00 – 18:00 Uhr Workshops für Kinder: Dialog der Porträts-/Jubiläumsschleifen
14:00 Uhr Crash Boom Bang! Kunst, bei der‘s heiß hergeht. Familienführung
15:00 Uhr Laster des Lebens. Druckgrafik von William Hogarth
16:00 Uhr Städel Double: Mit Warhol, Dürer und Co. durchs Museum
18:00 Uhr Fake or real? Gegenwartskunst zwischen Dokumentation und Inszenierung

Kontakt

Städel Museum
Schaumainkai 63
60596 Frankfurt am Main

Tel.: 069/60 50 98 – 0
Fax: 069/60 50 98 – 111

Internet:
E-Mail: info@staedelmuseum.de
www.staedelmuseum.de

Öffnungszeiten:
Fr.: 10.00 – 20.00 Uhr, Sa.: 10.00 –
22.00 Uhr, So.: 10.00 – 20.00 Uhr

Museum für Kommunikation – Programm zum Museumsuferfest 2015

07-Key-Visual-IN-80-DINGEN-In 80 Tagen um die Welt? Die Wette gilt. Eisenbahnen, Telegrafen und Postdampfer ließen im ausgehenden 19. Jahrhundert die Welt rasant zusammenschrumpfen. Die Ausstellung „In 80 Dingen um die Welt. Der Jules-Verne-Code“ lädt ein zu einer Entdeckungsreise rund um den Globus und durch die Zeit. Auf den Spuren von Vernes Roman zeugen Fundstücke wie ein Reiseschreibtisch, ein Spazierstock mit Kompass und historische Landkarten von Vernetzung und Beschleunigung der Welt, die wir heute bequem per Mausklick entdecken können. In der Forums-Ausstellung „Im Blitzlicht – Wenn Privates öffentlich wird“ präsentiert das Museum die besten Arbeiten aus dem diesjährigen Wettbewerb des DOCMA-Magazins für digitale Bildbearbeitung zur visuellen Inszenierung des Privatlebens. In diesem Jahr stand das Verhältnis zwischen Kamera und Privatsphäre im Fokus. Besucherinnen und Besucher können hier in der „Foto-Box“ mit dem eigenen Bild experimentieren. In der Dauerausstellung gilt: „Medien erzählen Geschichte(n)“. Auf 2.500 qm wird hier die Entwicklung der Kommunikation erlebbar. Von der Buschtrommel über die Postkutsche bis zum Internet sind zahlreiche Schätze der Post- und Telekommunikationsgeschichte zu entdecken. In der Kinderwerkstatt bekommen wir in diesem Jahr Besuch aus Indonesien.

Zu den Programmpunkten

Samstag und Sonntag:

Aktionen für Kinder
◾10 – 20 Uhr: Indonesien zu Gast in der Kinderwerkstatt (1. OG)
◾12 – 17 Uhr: Kinderschminken (Terrasse)
◾10 – 18 Uhr : Bastel-Werkstatt: Indonesische Schattenfiguren (UG)
◾10 – 18 Uhr : Clownaktion und Ballonfiguren für das Publikum (Terrasse)
◾15, 16 und 17 Uhr: Tropische Shakes zum Selbstmixen im Museumscafé (Kosten 2,5 €)

Auf der kunterbunten Museumsterrasse können sich Kinder von unserem Clown aus einem Luftballon eine lustige Figur zaubern und schminken lassen. In der Kinderwerkstatt haben wir Besuch aus Indonesien. Kleine Besucher lernen hier das Gastland der Buchmesse von der kreativen Seite kennen und können in der Bastelwerkstatt indonesische Schattenfiguren herstellen. Eine tropische Erfrischung gibt es in unserem Museumscafé, wo Kinder selbst mixen und dekorieren können.

Sonntag, 12, 14 und 16 Uhr, Vortragsraum, für Kinder ab 4 Jahre:

Kindertheater Laku Paka: Serafina und der Löwenkönig
Selbst ein gefürchteter alter Löwe kann mal in eine Falle tappen, dann braucht er eine mutige Freundin, zum Beispiel eine kleine Savannenmaus. Mit dem Stück Serafina und der Löwenkönig erzählen Kerstin Röhn und Günter Staniewski die Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft und ziehen kleine und große Besucher in ihren Bann. Seit 30 Jahren gehört das Theater Laku Paka zu den renommiertesten Figurentheatern Deutschlands.

Samstag und Sonntag, 13 – 18 Uhr, Lichthof Fotoaktion für Reiselustige:

Last Minute Weltreise (UG)
Spontane Weltenbummler können an diesem Wochenende bequem vom Museum aus den Globus bereisen. Per Green Screen werden die Besucherinnen und Besucher an ferne Orte gebracht und können einen Schnappschuss mit nach Hause nehmen.

Samstag und Sonntag, 19 – 20.30 Uhr, Terrasse Live-Musik:

Ismael-Seck_Trommelperf250Trommelperformance mit Ismael Seck & Les Ismaelis
Die afrikanischen Trommeln dienten schon immer als Kommunikationsmittel, als Zugang zur Seele oder zum Nachbardorf. Sie sind das älteste Telefon der Welt und die Rhythmen, die sie aussenden, sind der Urrhythmus der Menschheit. Ismael Seck, geboren im Senegal, unterrichtet seit 1996 Percussion und ist zu eine feste Größe im RheinMain-Gebiet geworden. Er lehrt traditionelle Rhythmen auf der Djembe für Anfänger, Fortgeschrittene und Kinder.

Samstag und Sonntag, 10-18 Uhr, Erdgeschoss:

Sonderstempel_Deutsche-PostSonderstempel und -postkarte mit der Sonderpostfiliale der Deutschen Post
Eigens zum Museumsuferfest bringt die Deutsche Post einen Sonderstempel und eine auf 500 Stück limitierte Sonderpostkarte heraus. Das Motiv liefert ein besonderes Jubiläum am Museumsufer. Es zeigt den für seine Architektur vielfach preisgekrönten Bau des Museums für Kommunikation von Günter Behnisch, der vor 25 Jahren eröffnet wurde. Liebhaber, Sammler und Neugierige erhalten Sonderstempel und Postkarte in der Sonderpostfiliale im Erdgeschoss.

Samstag und Sonntag, 13 – 19 Uhr, Dachgeschoss:

Amateure funken um die Welt in der Funkstation
Am höchsten Punkt, auf dem Dach des Museums genießen Besucherinnen und Besucher die einmalige Aussicht auf die Frankfurter Skyline und können in der Funkstation erleben, wie man ohne Internet mit der ganzen Welt kommunizieren kann. Hier erklären die Funker des Deutschen Amateur-Radio-Clubs anschaulich verschiedene Geräte und Funkweisen und geben Einblicke in den weltumspannenden Funkverkehr.

Kurzführungen durch die Sonderausstellungen

Samstag und Sonntag, 12, 14, 18, 20 Uhr, 2. Obergeschoss:

Kurzführungen: In 80 Dingen um die Welt. Der Jules-Verne-Code
„Die Erde ist kleiner geworden, weil wir sie heute zehn Mal schneller umrunden können als noch vor 100 Jahren”, schrieb Jules Verne in seinem Bestseller In 80 Tagen um die Welt. Der französische Schriftsteller teilte eine im ausgehenden 19. Jahrhundert weit verbreitete Weltsicht. Damals ließen Eisenbahnen, Postdampfer und Telegrafen die Welt rasant zusammenschrumpfen und legten als „Viktorianisches Internet“ den Grundstein für unser heutiges World Wide Web. Die Geschichte und Geschichten der Globalisierung werden in der Ausstellung „In 80 Dingen um die Welt. Der Jules-Verne-Code“ lebendig. Auf den Spuren von Vernes Roman lädt diese ein zu einer Entdeckungsreise um den Globus und durch die Zeit.
Samstag und Sonntag, 13, 15, 16 Uhr, 1. Obergeschoss:

Kurzführungen: Der DOCMA Award 2015: Im Blitzlicht – Wenn Privates öffentlich wird
Sehen und gesehen werden: Schon immer gab es ein Interesse am Privatleben anderer und den Wunsch, sich selbst zu präsentieren. Früher blieb es meist bei Klatsch und Tratsch. Doch die Erfindung der Fotografie ermöglichte, private Momente leicht ins Bild zu setzen und öffentlich zu machen. Das mit der Handykamera geschossene Selfie, die Beute der Paparazzi, eingefangen mit dem Teleobjektiv, und die unbemerkten Aufnahmen der Überwachungskameras gewähren intime Einblicke und zeugen von einer ganz eigenen Bildsprache.

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Termin: Freitag, 28. August 2015, 17-22 Uhr, Samstag, 29. August 2015, 10-22 Uhr, Sonntag, 30. August 2015, 10-22 Uhr
Ort: Museum für Kommunikation, Schaumainkai 53, 60596 Frankfurt
Eintritt: 7 Euro (Button zum Museumsuferfest, berechtigt zum Einlass bei  allen beteiligten Museen)

Kontakt

modKommunikat1-250Museum für Kommunikation
Schaumainkai 53
60596 Frankfurt am Main
Tel.: 069/60 60 – 0
Fax: 069/60 60 – 666

Internet:
E-Mail: mfk-frankfurt@mspt.de
www.mfk-frankfurt.de

Öffnungszeiten:
Fr.: 17.00 – 22.00 Uhr
Sa. und So.: 10.00 – 22.00 Uhr