Kategorie-Archiv: Fastnacht

„Selten so gelacht – Humor und Satire aus Rheinhessen“ – mit Jubiläums-Sketchen von Bonewitz, Henkel u. Strebel am 18.Feb.2016 im Mainzer Rathaus eröffnet

Herbert Bonewitz und Rudi Henkel im Kabarettarchiv.
Herbert Bonewitz und Rudi Henkel im Kabarettarchiv.

Es wird eine einzigartige Vorstellung: Die beiden Mainzer Urgesteine Herbert Bonewitz (82) und Rudi Henkel (90) spielen gemeinsam mit der ehemaligen rheinhessischen und deutschen Weinkönigin Annika Strebel (28) einen Jubiläums-Sketch aus der Feder von Herbert Bonewitz und bringen zugleich 200 Jahre Lebenserfahrung auf die Bühne.

Das Eröffnungsspiel ist der Auftakt für die Sonderausstellung „Selten so gelacht – Humor und Satire aus Rheinhessen“ des Deutschen Kabarettarchivs in Mainz zum Jubiläumsjahr „200 Jahre Rheinhessen“.

Zur Eröffnung am 18. Februar um 18 Uhr im Rathaus der Stadt Mainz sprechen die Vorsitzende der Stiftung Deutsches Kabarettarchiv, Kulturdezernentin Marianne Grosse, sowie der Kurator und Kopfautor der Sonderausstellung, Wolfhard Klein.

Mit 35 Tafeln, einem Kino für bewegte Bilder, Aufstellern in Lebensgröße, Litfasssäulen und Vitrinen mit Originalstücken sollen 200 Jahre Humor und Satire aus Rheinhessen exemplarisch dokumentiert werden. Ergänzt durch einen politisch-historischen Teil des Projektbüros Bartenbach über die Provinz Rheinhessen. Im Verlag Bonewitz ist eine Broschüre zum Inhalt der Sonderausstellung geplant.

Die Ausstellungsdauer in Mainz währt vom 18. Februar bis zum 2. April, der Eintritt zu den Öffnungszeiten des Mainzer Rathauses ist frei. Ab April steht sie als Wanderausstellung für Interessenten in Rheinhessen ganzjährig zur Verfügung.

Selten so gelacht – Humor und Satire aus Rheinhessen

Die Rheinhessen hatten nicht immer was zu lachen, aber gelacht wurde immer. Und kritisiert sowieso. Das galt 1816, als die Provinz entstand, und das ist heute nicht anders. Die organisierten Spielformen von Humor, Kritik, Satire und Ironie, nämlich Fastnacht und Kabarett, sind fast 200 Jahre alt – zumindest die Fastnacht. Wie eng verzahnt beide Genres sind, zeigen beispielhaft die Lebensläufe der Rheinhessen Herbert Bonewitz und Tobias Mann. Beide standen bzw. stehen auf der Fastnachts- wie auf der Kabarettbühne.

Was ist der Fastnacht und dem Kabarett gleichermaßen eigentümlich? Hier nur soviel: Formal das Literarische. Inhaltlich reden Fastnachter und Kabarettisten spielend gegen die politische Verhältnisse im Wechsel der Zeiten an – mit Wahrheiten und Übertreibungen, mit Ulk und tieferer Bedeutung. Lustig, zynisch, humorvoll und direkt. Zur Narrenfreiheit gehört es auch, die Realität auf den Kopf zu stellen und dem Ernst des Lebens in den Hintern zu treten. Die Ausstellung Selten so gelacht – Humor und Satire aus Rheinhessen zeigt, wie das seit 200 Jahren funktioniert.

Anlage: Informationsblatt (A5). Das von Dr. Rudi Henkel gezeichnete Titelbild ist das Motiv für das Ausstellungsplakat, erhältlich in den Formaten bis A1 beim Deutschen Kabarettarchiv im Proviant-Magazin, Neue Universitätsstraße 2, 55116 Mainz.

Die Projekte des Deutschen Kabarettarchivs werden gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, der Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur, der Stadt Mainz und von privaten Zuwendungen, Beiträgen und Spenden.

Mainzer Carneval Verein wählt Alexander Leber zum Vizepräsidenten

Der neue MCV-Vorstand von links: Jürgen Schmidt, Michael Bonewitz, Alexander Leber, Richard Wagner, Prof. Dr. Dr. Reinhard Urban, Guido Seitz, Anton Schotten und Karl-Heinz Schmidt.Copyright MCV/Thomas Gottfried
Der neue MCV-Vorstand von links: Jürgen Schmidt, Michael Bonewitz, Alexander Leber, Richard Wagner, Prof. Dr. Dr. Reinhard Urban, Guido Seitz, Anton Schotten und Karl-Heinz Schmidt.Copyright MCV/Thomas Gottfried

Prof. Dr. Dr. Reinhard Urban und Michael Bonewitz als Beisitzer neu im Vorstand / Bilanzsumme beträgt 3,4 Millionen Euro

Auch wenn erst im kommenden Jahr die Vorstandswahlen beim Mainzer Carneval-Verein anstehen, so mussten die Mitglieder des MCV doch schon auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung zur Wahlurne schreiten. Der plötzliche Tod von Jürgen Dietz, der mitten in der Kampagne verstarb, hinterließ eine große Lücke im Verein und machte vor allem eine Nachwahl für das vakant gewordene Amt des Vizepräsidenten notwendig.

Einstimmig hatte der Vorstand des MCV den Vorschlag des Präsidenten Richard Wagner unterstützt, für dieses Amt Alexander Leber vorzuschlagen, der bislang als Beisitzer im Vorstand aktiv war. Mit 66 Ja-Stimmen wurde Alexander Leber schließlich zum neuen Vize-Präsidenten von den MCV-Mitgliedern gewählt. Durch die Wahl von Alexander Leber und durch den Rücktritt von Heribert Huster mussten allerdings auch zwei neue Beisitzer in den Vorstand nachgewählt werden. Ebenfalls auf Vorschlag des Präsidenten, mit einstimmiger Unterstützung durch den MCV-Vorstand, wurden MCV-Pressesprecher Michael Bonewitz mit 64 Ja-Stimmen und Prof. Dr. Dr. Reinhard Urban mit 49 Ja-Stimmen als Beisitzer gewählt.

Diskutiert wurde im Anschluss über das weitere Vorgehen bei den Verhandlungen mit den Garden und Vereinen zur Gründung einer gemeinsamen Fastnachts-GmbH. Schließlich erteilte die Mitgliederversammlung dem Vorstand das einstimmige Votum, die Verhandlungen weiterzuführen. Zeitnah nach der Jahreshauptversammlung soll nun unter der Gesprächsleitung von Prof. Dr. Dr. Urban Kontakt zu den drei Sprechern der Garden und Vereine, Oliver Kohl, Klaus Hafner und Karl-Otto Armbrüster, aufgenommen werden.

Zuvor hatte MCV-Präsident Richard Wagner in seinem Jahresbericht noch einmal die Kampagne 2015 Revue passieren lassen und dankte allen Aktiven, die auf, vor und hinter der Bühne wirkten oder zum Gelingen der Straßenfastnacht beigetragen haben, für ihr außergewöhnliches Engagement.

Erstmals gab es nach der neuen Satzung auch einen Bericht des Beirats. Dr. Roland Krieg referierte über die Aktivitäten und informierte die Mitglieder, dass der Beirat dem anstehenden Umbau des MCV-Hauses zugestimmt habe, demnach sollen die bisherigen Gewerbeeinheiten in Wohngemeinschaftsräume umgebaut werden.

Auf Anregung des „Großen Rat“-Mitglieds, Carlo von Opel, soll in Erinnerung an Jürgen Dietz ein Buch über sein fastnachtliches Wirken herausgegeben werden.

Der MCV verfügt über rund 333 Mitglieder, ca. 100 Stimmberechtigte waren zur Jahreshauptversammlung erschienen. Es wurde insgesamt fair, konstruktiv, intensiv und inhaltlich engagiert diskutiert.

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung wurde zudem der Rechnungsbericht des Schatzmeisters Guido Seitz präsentiert. Demnach beläuft sich die Bilanzsumme des MCV für das Geschäftsjahr 2014/2015 auf 3,4 Millionen Euro. Das positive Vereinsergebnis beträgt ca. 17.000 Euro. Anschließend wurde der Vorstand entlastet und die Kassenprüfer wiedergewählt.

Binger Fastnacht

Die Binger Fastnacht mit ihren zahlreichen Vereinen gehört zu den tragenden kulturellen Säulen der Stadt an der Nahemündung

„Seit 175 Jahren steht Bingen in der fünften Jahreszeit Kopf. Da gab es bis zur Unkenntlichkeit maskierte Narrenscharen, die am Lumpensamstag Bingens Straßen mit lautstarkem Leben erfüllten, und kilometerlange Rosenmontagsumzüge, für deren prachtvoll ausgestattete Wagen die Binger ein Vermögen ausgaben.“ (Text Tourimusseite der Stadt Bingen)