Kategorie-Archiv: Deutsches FernsehKrimi-Festival

Deutscher FernsehKrimi-Preis 2016 für „Tatort – Verbrannt“

Preisträger,  Laudatoren, Juroren, Publikumsjury des Deutschen Fernsehkrimipreises 2016  Foto © massow-picture
Preisträger, Laudatoren, Juroren, Publikumsjury des Deutschen Fernsehkrimipreises 2016 Foto © massow-picture

Petra Schmidt-Schaller und Edin Hasanovic werden für ihre darstellerischen Leistungen ausgezeichnet/Christian Petzold erhält einen Sonderpreis für seine Regie für den Film „Polizeiruf 110 – Kreise“/Der Publikumspreis geht an „Die Ungehorsame“ mit Felicitas Woll

Die Bundespolizisten Thorsten Falke (Wotan Wilke Möhring) und Katharina Lorenz (Petra Schmidt-Schaller) versuchen, den Tod eines afrikanischen Asylbewerbers auf eigene Faust aufzuklären. © NDR/Andreas Fischerkoesen
Die Bundespolizisten Thorsten Falke (Wotan Wilke Möhring) und Katharina Lorenz (Petra Schmidt-Schaller) versuchen, den Tod eines afrikanischen Asylbewerbers auf eigene Faust aufzuklären. © NDR/Andreas Fischerkoesen

Der Gewinner des Deutschen FernsehKrimi-Festivals 2016 ist die Produktion „Tatort – Verbrannt“ (NDR). Im Mittelpunkt des Films steht der Tod eines afrikanischen Asylbewerbers, der verdächtigt wird, für eine Schleuserbande gearbeitet zu haben. Als er nach seiner Verhaftung unter ungeklärten Umständen stirbt, ermitteln die Kommissare Thorsten Falke und Katharina Lorenz auf eigene Faust. Das Buch des Films, der auf einem realen Fall beruht, stammt von Stefan Kolditz, Regie führte Thomas Stuber. In den Hauptrollen sind Petra Schmidt-Schaller und Wotan Wilke Möhring zu sehen. Produziert wurde der Film von der Wüste Medien GmbH (Björn Vosgerau, Uwe Kolbe).

Petra Schmidt-Schaller,Darstellerin, Thomas Stuber, Regie, Jenny Schily, Laudatio, Bärbel Schäfer (Moderation), Christian Grunderath,Leiter der NDR-Abteilung Film, Familie, Serie, Dominik Kraemer, Redaktion. Foto © massow-picture
Petra Schmidt-Schaller,Darstellerin, Thomas Stuber, Regie, Jenny Schily, Laudatio, Bärbel Schäfer (Moderation), Christian Grunderath,Leiter der NDR-Abteilung Film, Familie, Serie, Dominik Kraemer, Redaktion. Foto © massow-picture

Die Jury begründet ihre Entscheidung: „Das kluge Buch von Stefan Kolditz und die behutsame Regie von Thomas Stuber schaffen – auch dank der klugen Musikauswahl – eine berührende, intensive Atmosphäre, die einen lange über das Sehen des Films hinaus nicht loslässt. Bis in die Nebenrollen haftet allen Figuren eine Ambivalenz an, die sie so überzeugend macht. Der Polizist Mehmet Mutlu, der sich nach seiner vergangenen deutschen Heimat sehnt oder die Polizistin Maria Sombert, die zerrissen zwischen dem Mut zur Wahrheit und der Angst vor Ausgrenzung beinahe zerbricht.“

Gewinner-TV-Krimi der Publikumsjury

Wiesbadener Publikumsjury  zeichnen „Die Ungehorsame“ (Sat.1) mit dem Publikumspreis aus. Foto © massow-picture
Wiesbadener Publikumsjury zeichnen „Die
Ungehorsame“ (Sat.1) mit dem Publikumspreis aus. Foto © massow-picture

Die fünf Wiesbadener Bürgerinnen und Bürger der Publikumsjury zeichnen „Die Ungehorsame“ (Sat.1) mit dem Publikumspreis aus. „Wir sind einstimmig zu dem Entschluss gekommen, den Preis an den grandios gespielten Justizkrimi ‚Die Ungehorsame‘ zu verleihen. Die Sat.1-Produktion

Bärbel Schäfer, Moderatorin, Holger Haase, Regie, Felicitas Woll, Darstellerin, Michael Helfrich,Buch, Max Peter, Laudator u. Sprecher der Publikums-Jury, 18 Jahre alt. Foto © massow-picture
Bärbel Schäfer, Moderatorin, Holger Haase, Regie, Felicitas Woll, Darstellerin, Michael Helfrich,Buch, Max Peter, Laudator u. Sprecher der Publikums-Jury, 18 Jahre alt. Foto © massow-picture

überzeugt durch faszinierende Charaktertiefe, allein die Figur von Felicitas Woll geht einem sofort nah und lässt einem nichts anderes übrig, als sich in ihre Rolle hineinzuversetzen“, sagt die Publikumsjury über diesen Film. Für die Regie ist Holger Haase verantwortlich, das Buch schrieb Michael Helfrich. Produziert wurde er von Ninety-Minute Film GmbH (Ivo-Alexander Beck). In den Hauptrollen des Dramas um eine misshandelte Frau, die angeklagt ist, ihren Mann getötet zu haben, spielen Felicitas Woll und Marcus Mittermeier.

Sonderpreise für herausragende Einzelleistungen für Petra Schmidt-Schaller, Edin Hasanovic und Christian Petzold

Für die Darstellung der Bundespolizistin Katharina Lorenz in der Produktion „Tatort – Verbrannt“ (NDR) zeichnet die Jury Petra Schmidt-Schaller als beste Darstellerin aus. Die Jury sagt zu dieser Leistung: „Petra Schmidt-Schaller schafft es, durch ihre großartige schauspielerische Leistung die Zuschauer in diesem erschütternden Fall ganz nah bei sich zu behalten. Sie lässt uns ganz unmittelbar an ihrem inneren Dilemma teilhaben. (…) Nie lässt sie uns im Zweifel über ihre Haltung, fein zeigt sie, wie sie ankämpft, wie sie moralisch intakt bleibt, obwohl ihr die Kräfte schwinden, wie sie weg von der Kommissarin immer mehr Mensch wird: fein, intensiv, klug, einfach großartig.“

Preisträger Edin Hasanovic für die Rolle des Luka Moravac in der WDR-Produktion „Auf kurze Distanz“ hier mit seinem Laudator Ernst Szebedits (Vorstand der Murnau-Stiftung) Foto © massow-picture
Preisträger Edin Hasanovic für die Rolle des Luka Moravac in
der WDR-Produktion „Auf kurze Distanz“ hier mit seinem Laudator Ernst Szebedits (Vorstand der Murnau-Stiftung) Foto © massow-picture

Den Preis als bester Darsteller erhält Edin Hasanovic für die Rolle des Luka Moravac in der WDR-Produktion „Auf kurze Distanz“. „Edin Hasanovic gelingt es, mit unglaublicher Intensität das dramatische Potential seiner Rolle als Luka auszuschöpfen. In jeder Phase des Films schafft er es, mit großer Sinnlichkeit und Körperlichkeit einen zerrissenen und in familiären Banden aufgehobenen und zugleich gefangenen Charakter spür- und sichtbar zu machen. Die Bandbreite seiner Ausdrucksmöglichkeiten ist beeindruckend und frei von Klischees“, begründet die Jury ihre Entscheidung.

Einen Sonderpreis für eine herausragende Einzelleistung erhält der Regisseur Christian Petzold für die Regie von „Polizeiruf 110 – Kreise“ (BR). „Wir sind zutiefst beeindruckt von Ihrer so feinen, fast zärtlichen Regiearbeit am ‚Polizeiruf 110 – Kreise‘. Wir hängen an den Lippen von Matthias Brandt und Barbara Auer, wenn sie uns spüren lassen, um wie viel schöner die Arbeit eines Kommissars ist, wenn man sich für sein Gegenüber interessiert und den Tag mit einem Lale Andersen Song in einer griechischen Taverne ausklingen lässt, und wir danken Ihnen für Ihre Liebe zum sogenannten ‚versteckten‘ Gefühl, das uns Matthias Brandt großartig vorführt, als er von seiner Kollegin alleine gelassen wird, weil sie zurück nach Hamburg geht“, gratuliert die Jury dem Filmemacher.

Die Preise wurden am Freitagabend, 11. März, bei der Preisverleihung in der Caligari FilmBühne überreicht. Die Moderatorin war Bärbel Schäfer.

Rose-Lore Scholz Kulturdezernentin der Landeshauptstadt Wiesbaden eröffnete das Deutsche Fernsehkrimifestival, hier im Talk mit Moderatorin Bärbel Schäfer. Foto © massow-picture
Rose-Lore Scholz Kulturdezernentin der Landeshauptstadt Wiesbaden eröffnete das Deutsche Fernsehkrimifestival, hier im Talk mit Moderatorin Bärbel Schäfer. Foto © massow-picture

„Die Wahl für die Jury war auch in diesem Jahr nicht einfach. Im Wettbewerb standen hervorragende und von der Machart her sehr unterschiedliche Filme. Ich freue mich über die Entscheidung der Jury für den Film ‚Tatort – Verbrannt‘. Die Publikumsjury unserer krimibegeisterten Stadt hat mit der Entscheidung für ‚Die Ungehorsame‘ ebenfalls wieder ein gutes Händchen bewiesen“, begrüßt Kulturdezernentin Rose-Lore Scholz die Wahl der beiden Jurys.

 

 

Festivalleiterin Cathrin Ehrlich gibt dem Festival  mit ihrem Team eine ganz persönliche besondere Note, wovon am Abend viele der Teilnehmer und Gewinner schwärmten.  Foto © massow-picture
Festivalleiterin Cathrin Ehrlich gibt dem Festival mit ihrem Team eine ganz persönliche besondere Note, wovon am Abend viele der Teilnehmer und Gewinner schwärmten. Foto © massow-picture

„Die Resonanz des Publikums und der Filmschaffenden zeigt, dass wir mit der Auswahl der Filme und dem angebotenen Rahmenprogramm die richtigen Entscheidungen getroffen haben. Besonders hat mich gefreut, dass wir dem Publikum und den Fachkolleginnen und -kollegen mit dem Branchentreff und der Arte Preview noch etwas Besonderes bieten konnten“, zieht Festivalleiterin Cathrin Ehrlich am Ende des Deutschen FernsehKrimi-Festivals 2016 ihr ganz persönliches Resümee.

In der Jury des Deutschen FernsehKrimi-Festivals 2016 haben der Schauspieler und Drehbuchautor Rainer Ewerrien, der Schriftsteller Wolfgang Schorlau, die Schauspielerinnen Jenny Schily und Aglaia Szyszkowitz sowie der Vorstand der Murnau-Stiftung, Ernst Szebedits, über die Preisträger entschieden. Die fünf Wiesbadener Bürgerinnen und Bürger der Publikumsjury wurden über eine Verlosung des Wiesbadener Kuriers ermittelt.

Das Deutsche FernsehKrimi-Festival findet seit 2005 jedes Jahr im März statt. Zehn deutschsprachige Fernsehkrimis stehen dabei im Wettbewerb. Die Filme werden an drei Tagen in dem Programmkino Caligari FilmBühne gezeigt. 2016 findet das Festival vom 8. bis 13. März statt. Den Abschluss findet es in der Nacht vom 12. auf den 13. März mit einer Langen Fernsehkrimi-Nacht, in der noch einmal alle Wettbewerbsfilme zu sehen sind.

Das Deutsche FernsehKrimi-Festival ist eine Veranstaltung des Kulturamts der Landeshauptstadt Wiesbaden mit Unterstützung durch das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst, den Hessischen Rundfunk, satis&fy und dem Weingut Udo Ott, in Kooperation mit dem Medienzentrum Wiesbaden, der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung und dem Wiesbadener Kurier. Für die musikalische Begleitung des Abends sorgte die als Film- und Fernsehheldin, Krankenschwester und Kabarettistin bekannt gewordene Maren Kroymann, die sich hier mit ihrem aktuellen Show-Programm „In My Sixties“ outete.

Maren Kroymann, die „bald das 50jährige Jubiläum ihrer Pubertät feiert“, versetzte  mit ihrer Band den Saal musikalisch in die Zeit der 60er Jahre  und  plauderte zudem ein wenig aus dem Nähkästen ihrer ersten Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht. Foto © massow-picture
Maren Kroymann, die „bald das 50jährige Jubiläum ihrer Pubertät feiert“, versetzte mit ihrer Band den Saal musikalisch in die Zeit der 60er Jahre und plauderte zudem ein wenig aus dem Nähkästen ihrer ersten Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht. Foto © massow-picture

Erfolgreiche Eröffnung des Deutschen Fernsehkrimifestivals 2016 am 8. März in der Filmbühne Caligari

Rose-Lore Scholz, Kulturdezernentin der Landeshauptstadt Wiesbaden und Cathrin Ehrlich begrüßen die Gäste des "schönsten Kinos der Welt" (Scholz), Filmbühne Caligari in Wiesbaden. Foto © massow-picture
Rose-Lore Scholz, Kulturdezernentin der Landeshauptstadt Wiesbaden und Cathrin Ehrlich begrüßen die Gäste des „schönsten Kinos der Welt“ (Scholz), Filmbühne Caligari in Wiesbaden. Foto © massow-picture

Mit der ZDF-Produktion „Vertraue mir“ wurde am Dienstag, 8. März 2016, 20.00 Uhr, das 12. Deutsche FernsehKrimi-Festival 2016 von Kulturdezernentin Rose-Lore Scholz und der Leiterin des Deutschen Fernsehkrimifestivals Cathrin Ehrlich vor ausverkauftem Haus eröffnet. Einer der Hauptdarsteller, der Schauspieler August Zirner, war umschwärmter Gast der Premiere. Beim anschließenden Filmgespräch mit Moderator Knut Elstermann beantworteten neben ihm der Schauspieler Sascha A. Gersak, der Drehbuchautor John-H. Karsten und die Produzenten des Films Sam Davisund Kim Fatheuer Fragen zu Produktion.

Marc (Jürgen Vogel), EDV-Chef eines großen Frankfurter Bankhauses, wird durch seine Geliebte in einen Wirtschaftskrimi hineingezogen. © ZDF/Martin Valentin Menke
Marc (Jürgen Vogel), EDV-Chef eines großen Frankfurter Bankhauses, wird durch seine Geliebte in einen Wirtschaftskrimi hineingezogen. © ZDF/Martin Valentin Menke

In „Vertraue mir“ spielte Zirner an der Seite von Julia Koschitz und Jürgen Vogel in einem hintergründigen Beziehungsdrama um Verrat, Geld und Liebe, in dem keiner der Beteiligten die Kontrolle verlieren will: Elena, der Shooting Star des Bankhauses Ahrends & Oppermann, wird von einem Tag auf den anderen aus allen Meetings ausgeschlossen. Auch ihr Chef, Dr. Ahrends (August Zirner), ist nicht mehr für sie zu sprechen. Gemeinsam mit dem EDV-Chef Marc (Jürgen Vogel) sucht sie nach den Gründen.

vl. Moderator Knut Elstermann im anschließenden Gespräch mit den Produzenten Sam Davis, Kim Fatheuer, Daniel Blum, Drehbuchautor John-H. Karsten und den Schauspielern August Zirner und Sascha Alexander Geršak. Foto © massow-picture
vl. Moderator Knut Elstermann im anschließenden Gespräch mit den Produzenten Sam Davis, Kim Fatheuer, Daniel Blum, Drehbuchautor John-H. Karsten und den Schauspielern August Zirner und Sascha Alexander Geršak. Foto © massow-picture

Weitere Gäste bei der Eröffnung des Deutschen FernsehKrimi-Festivals 2016 waren unter anderen die Schauspielerinnen Aglaia Szyszkowitz, die gerade an der Seite von Samuel Finzi in „Seitensprung mit Freunden“ zu sehen war, und Jenny Schily. Sie sind gemeinsam mit dem Schauspieler und Drehbuchautor Rainer Ewerrien, dem Schriftsteller Wolfgang Schorlau und dem Vorstand der Murnau-Stiftung, Ernst Szebedits, Mitglieder der diesjährigen Jury.

Margareta Broich, die Schauspielerin, die sich in dem ungewöhnlichen Tatort „Wer bin ich?“ selber spielt, wird am Mittwoch, 9. März, 19.30 Uhr, zur Vorführung der HR-Produktion in die Caligari FilmBühne erwartet. Weitere Gäste des Festivals sind Felicitas Woll, Edin Hasanovic, der im Februar als bester Nachwuchsschauspieler mit einer Goldenen Kamera ausgezeichnet wurde, Rainer Bock, der RegisseurChristian Petzold und der Drehbuchautor und Schriftsteller Friedrich Ani.

Das 12. Deutsche FernsehKrimi-Festival 2016 findet vom 8. bis 13. März 2016in der Caligari FilmBühne/Wiesbaden statt. Der Deutsche FernsehKrimi-Preiswird am 11. März in der Caligari Filmbühne verliehen. Das Festival endet mit der Langen FernsehKrimi-Nacht am 12./13. März.

Nachwuchsstar u. Preisträger der Goldenen Kamera Edin Hasanovic kommt zum Deutschen FernsehKrimi-Festival 2016 nach Wiesbaden

Klaus (Tom Schilling) übertrifft die Erwartungen von Dudek und gewinnt in kürzester Zeit die Freundschaft von Luka (Edin Hasanovic, r), Aco Gorics Neffen. Durch ihn bekommt er den nötigen Zugang zum familiär gehaltenen Kreis der Wettmafia. © WDR/UFA FICTION GmbH/Jakub Bejnarowicz
Klaus (Tom Schilling) übertrifft die Erwartungen von Dudek und gewinnt in kürzester Zeit die Freundschaft von Luka (Edin Hasanovic, r), Aco Gorics Neffen. Durch ihn bekommt er den nötigen Zugang zum familiär gehaltenen Kreis der Wettmafia.
© WDR/UFA FICTION GmbH/Jakub Bejnarowicz

Der Preisträger der Goldenen Kamera spricht mit Schülern über seinen aktuellen Film

„Ich liebe alles, was extrem ist. Es macht Spaß, dass ich in meinen Filmen so sehr an die Grenzen gehen darf.“, sagt der Nachwuchsstar Edin Hasanovic über seine Rolle des Luka Moravac in dem Film „Auf kurze Distanz“. Der Film ist eine von zwei Produktionen, die beim Deutschen FernsehKrimi-Festival 2016 in Zusammenarbeit mit dem Medienzentrum Wiesbaden e. V. in Schulvorstellungen gezeigt werden. Schauspieler Edin Hasanovic ist bei der Vorführung des Films in der Caligari FilmBühne in Wiesbaden am Donnerstag, 10. März, 10.00 Uhr, dabei und wird im Anschluss den Schülern ihre Fragen beantworten. Schulen können sich für die Vorführung und das anschließende Filmgespräch direkt beim Medienzentrum anmelden. (kontakt@medienzentrum-wiesbaden.de)

In der Produktion „Auf kurze Distanz“ von Philipp Kadelbach gewinnt der verdeckte Ermittler Klaus Roth (Tom Schilling) das Vertrauen des Wettbetrügers Luka Moravac (Edin Hasanocvic) und kommt so schnell mit den großen Fischen des illegalen Sportwettgeschäfts in Kontakt. Unvermeidlich gerät Klaus aber auch in einen schwerwiegenden Loyalitätskonflikt: seine Zielperson Luka wird zu einem Freund, dem er täglich ins Gesicht lügen muss.

Der zweite Film, der im Rahmen der Zusammenarbeit mit dem Medienzentrum während des Deutschen FernsehKrimi-Festivals zu sehen ist, ist der „Tatort – Verbrannt“ mit Petra Schmidt-Schaller und Wotan Wilke Möhring. Dieser Film wird am Mittwoch, 9. März, 10.00 Uhr, in der Caligari FilmBühne gezeigt. Zu dem anschließenden Filmgespräch werden die Darstellerin Annika Kuhl, der Fernsehspielchef des NDR, Christian Granderath, und der Produzent des Films Björn Vosgerau erwartet.

Das Deutsche FernsehKrimi-Festival findet in diesem Jahr vom 8. bis 13. März in Wiesbaden statt. Zehn Fernsehkrimis stehen im Wettbewerb um den Deutschen FernsehKrimi-Preis. Zwei der zehn Filme werden in Zusammenarbeit mit dem Medienzentrum Wiesbaden e. V. als Schulvorstellung gezeigt. Sie sind im Rahmen der Reihe „Kino macht Schule“ zu sehen.

Fernsehkrimifestival: Talente „Branchentreff“ am 11. März 2016 im Wiesbadener Presseclub Villa Clementine

Volltreffer oder voll daneben – der Fernsehkrimi auf der Suche nach neuen Formen? Freitag, 11. März,  17.00 Uhr
Volltreffer oder voll daneben – der Fernsehkrimi auf der Suche nach neuen Formen? Freitag, 11. März, 17.00 Uhr

Erstmals findet im Rahmen des Deutschen FernsehKrimi-Festivals ein Branchentreff für TV- und Filmschaffende von TOP Talente e. V. statt. Das Thema lautet: „’Volltreffer!‘ oder ‚Voll daneben!‘ – Fernsehkrimis auf der Suche nach neuen Formen?“ Der Talente „Branchentreff“ ist eine moderierte Veranstaltungsreihe für Fernseh- und Filmschaffende sowie Medieninteressierte mit hochrangigen Gästen aus der Branche zu aktuellen Themen und abschließender Publikumsdiskussion. Im Mittelpunkt steht der praxisnahe Austausch unter den kreativ Filmschaffenden.

Diskussionsteilnehmer auf dem Podium:
Liane Jessen, Leiterin Fernsehspiel und Spielfilm, HR
Rainer Unruh, Redakteur, TV Spielfilm
Jan Kruse, Produzent, Saxonia Media Filmproduktion GmbH
Jochen Greve, Autor und Vorstand Deutsche Akademie für Fernsehen, Sektion Drehbuch
Moderation: Imogen Nabel, Vorsitzende TOP:Talente e.V.

Zum Thema:

„Volltreffer!“ oder „Voll daneben!“ – Fernsehkrimis auf der Suche nach neuen Formen?
„Jetzt haben sie fast ähnlich viele Zuschauer: 7,06 Millionen wollten am 28.12.2015 Tukurs „Tatort: Wer bin ich?“ sehen, 7,69 Millionen schalteten am 3.1.2016 Schweigers „Fegefeuer“ ein. Doch die Art, wie beide mit dem Genre Krimi und der Marke „Tatort“ umgehen, ist komplett gegensätzlich. Der eine macht Kunst, der andere Handwerk.“ So leitet Rainer Unruh im TV-Spielfilm-TATORT-Blog seinen Beitrag über die „TATORT-Debatte“ ein.

Krimis in allen Formen und Formaten sind das Lieblingsgenre des deutschen Fernsehens. Gemordet wird in Eigen- und Kaufproduktionen, in Groß- und Kleinstädten, auf dem Lande, zu Wasser und sogar in der Luft. Den Löwenanteil an Sendeplätzen beanspruchen Reihen und Serien: Die Zuschauer verfolgen liebgewordene Ermittler oder eingespielte Teams an bestimmten, mehr oder weniger ‚atmosphärischen‘ Orten. Die Eckdaten und Bausteine der jeweiligen Produktion sind klar: Das Thema ist Mord.

Und das schon seit vielen, vielen Jahren: Im Oktober dieses Jahres wird der 1000. Tatort über die Bildschirme flimmern. Da ist dann schon die eine oder andere Ermüdungserscheinung zu vermuten. Am Stoff eines Krimis lässt sich aber wenig ändern, schwerlich käme er ohne Täter und Tote aus. Umso mehr aber lädt dann die Form dazu ein, Neuland zu suchen und zu experimentieren: Denn Krimi-Stoffe können mit allen möglichen Genres vermählt werden: Mit Komödie, Tragödie, Sozialdrama, Arthaus. Und vielleicht lassen sich sogar alle Genres miteinander vermischen. Mit einiger Fantasie können wir jetzt schon den lustigen Tatort aus Münster vorausahnen, der in Gestalt einer antiken griechischen Tragödie daherkommt…

Aber schmeckt das auch dem Zuschauer? Denn der ist oft ganz anderer Meinung als Kritiker und Macher, was Seh-Spaß und Qualität angeht. Und äußert dies auch lautstark. Steht der klassische Krimi am Wendepunkt? Sind die Themen ausgereizt?Haben neue Formen Chancen? Und welche dann?

Foto © massow-picture
Foto © massow-picture

Zeit und Ort
Freitag, 11. März 2016, 17.00 Uhr (Einlass 16.40 Uhr)
im Presseclub, Villa Clementine,
Wiesbaden, Frankfurter Str. 1

Deutsches FernsehKrimi-Festival 2016 vom 8. bis 13. März 2016 in der Caligari FilmBühne, Wiesbaden

Hauptkommissarin Ellen Berlinger (Heike Makatsch). © SWR/Ziegler Film
Hauptkommissarin Ellen Berlinger (Heike Makatsch).
© SWR/Ziegler Film

Auftakt mit der Premiere des Freiburger Tatortes mit Heike Makatsch / August Zirner zu Gast bei der Eröffnung des Festivals/Jenny Schily und Aglaia Szyszkowitz in der Jury / Diskussion über die Rolle von Migranten im Fernsehkrimi / Musikalischer Gast der Preisverleihung: Maren Kroymann

Das ausführliche Programm des Deutschen FernsehKrimi-Festivals 2016 finden Sie im beiliegenden Programmheft.

Einen Blick auf die oft bittere gesellschaftliche Realität böten die Produktionen des Deutschen FernsehKrimi-Festivals 2016; so beschreibt Cathrin Ehrlich, die Leiterin des Festivals, das vom 8. bis 13. März 2016 in Wiesbaden stattfindet, das Feld der zehn Wettbewerbsfilme. In den Filmen wird Zwangsprostitution von Kindern, Misshandlung in der Ehe, das harte Geschäft der Sportwetten wie auch der soziale Druck in einem kleinen Dorf zum Thema gemacht.

Eine aktuelle gesellschaftspolitische Frage greift auch die Diskussion des Festivals unter Leitung der Moderatorin des 3sat-Magazins „Kulturzeit“, Cécile Schortmann, auf: Wie werden Migranten und Deutsche mit Migrationshintergrund in deutschen Fernsehkrimis dargestellt?

Auftaktfilme am 6. und 8. März
Public Viewing – 20.15 Uhr Tatort – Auf einen Schlag.Kommissarin Karin Gorniak (Karin Hanczewski, li.) in der Garderobe der Schlagersängerin Tina Derlinger (Alexandra Finder, re.), im Beisein von Tinas Manager Rollo Marquard (Hilmar Eichhorn, Mi.). © MDR/Andreas Wünschirs
Public Viewing – 20.15 Uhr
Tatort – Auf einen Schlag.Kommissarin Karin Gorniak (Karin Hanczewski, li.) in der Garderobe der Schlagersängerin Tina Derlinger (Alexandra Finder, re.), im Beisein von Tinas Manager Rollo Marquard (Hilmar Eichhorn, Mi.). © MDR/Andreas Wünschirs

Zum Auftakt des Festivals stehen zwei Premieren auf dem Programm: Bereits am Sonntag, 6. März, ist um 18.00 Uhr  im „Tatort im Doppelpack“ außerhalb des Wettbewerbs die Premiere des Freiburger Tatortes „Fünf Minuten Himmel“ (SWR) mit Heike Makatsch als Kommissarin zu sehen sowie ab 20.15 Uhr den „Tatort auf einen Schlag“.

Marc (Jürgen Vogel), EDV-Chef eines großen Frankfurter Bankhauses, wird durch seine Geliebte in einen Wirtschaftskrimi hineingezogen. © ZDF/Martin Valentin Menke
Marc (Jürgen Vogel), EDV-Chef eines großen Frankfurter Bankhauses, wird durch seine Geliebte in einen Wirtschaftskrimi hineingezogen. © ZDF/Martin Valentin Menke

Zwei Tage später, am Dienstag, 8. März, wird der Wettbewerb des Festivals mit der ZDF-Produktion „Vertraue mir“ eröffnet. Zu dieser Premiere werden der Schauspieler August Zirner sowie die Regisseurin Franziska Meletzky und der Drehbuchautor John H. Karsten erwartet.

In der Jury des Festivals sind mit Jenny Schily und Aglaia Szyszkowitz zwei bekannte und krimierfahrene Schauspielerinnen. Weitere prominente Gäste im Laufe der Woche sind Felicitas Woll, Edin Hasanovic, der im Februar als bester Nachwuchsschauspieler mit einer Goldenen Kamera ausgezeichnet wurde, der Regisseur Christian Petzold und der Schriftsteller Friedrich Ani. Außerdem werden die Hauptdarsteller der Filme „Trash Detective“ Rudolf Waldemar Brem und des österreichischen Wettbewerbsbeitrages „Wenn Du wüsstest, wie schön es hier ist“, Gerhard Liebmann, in Wiesbaden dabei sein.

Als musikalischer Gast bei der Preisverleihung wird die Schauspielerin Maren Kroymann auf der Bühne stehen.

Mit Knut Elstermann wird 2016 erstmals ein in der Branche bekannter Filmkritiker die Filmgespräche des Wettbewerbs moderieren. „Kino King Knut“ wie der Moderator von seinen Fans in Berlin genannt wird, ist ein bekennender Fernsehkrimifan. Eine weitere Neuerung ist der Branchentreff „TOP Talente“ am Freitag, 11. März.

Die Ungehorsame (Sat.1). Leonie Keller (Felicitas Woll, rechts) wird immer wieder von ihrem Ehemann Alexander (Marcus Mittermaier, links) misshandelt. © Sat.1/Bettina Krehl
Die Ungehorsame (Sat.1). Leonie Keller (Felicitas Woll, rechts) wird immer wieder von ihrem Ehemann Alexander (Marcus Mittermaier, links) misshandelt. © Sat.1/Bettina Krehl

Der Wettbewerb Zwei Produktionen von Sat.1 vertreten Nachdem 2015 die privaten Sender nicht im Wettbewerb vertreten waren, können sich die Besucherinnen und Besucher 2016 auf zwei Filme von Sat.1 freuen: das bereits mit dem 3sat-Zuschauerpreis ausgezeichnete Krimidrama „Die Ungehorsame“ sowie die bildstarke und opulent ausgestattete Produktion „Mordkommission Berlin 1“ aus dem Berlin der 1920er Jahre. Insgesamt wurden 58 Produktionen von privaten und öffentlich-rechtlichen Sendern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz eingereicht. Die Vorjury wählte daraus die zehn Produktionen aus, die nun beim Deutschen FernsehKrimi-Festival zu sehen sind.

In der Jury entscheiden die Schauspielerinnen Jenny Schily und Aglaia Szyszkowitz, der Schriftsteller und Krimistipendiat der Landeshauptstadt Wiesbaden Wolfgang Schorlau, der Schauspieler und Drehbuchautor Rainer Ewerrien sowie der Vorstand der Murnau-Stiftung Ernst Szebedits über den Gewinner des Deutschen FernsehKrimi-Preises 2016 sowie drei Sonderpreise für herausragende Einzelleistungen. Eine Publikumsjury des Wiesbadener Kuriers prämiert den Gewinner des Publikumspreises.

Moderation der festlichen Preisverleihung: Bärbel Schäfer.© Jerome Grafenstein
Moderation der festlichen Preisverleihung: Bärbel Schäfer.© Jerome Grafenstein

Die Preise werden bei der festlichen Preisverleihung am Freitag, 11. März, 20.00 Uhr, in der Caligari FilmBühne überreicht. Moderiert wird der Abend von Bärbel Schäfer. Die Schauspielerin, Kabarettistin und Sängerin Maren Kroymann wird den Abend mit Ausschnitten aus ihrem Programm „In My Sixties“ musikalisch begleiten.

 

 

Krimifans können alle Filme des Wettbewerbs in der langen Fernsehkrimi-Nacht von Samstag, 12. März, 19.30 Uhr, bis Sonntag, 12.30 Uhr noch einmal in der Caligari FilmBühne ansehen.

Das Rahmenprogramm Zwei neue Tatort-Teams am 6. März – Diskussion über die Frage nach der Darstellung von Migranten im Fernsehkrimi

Bereits am Freitag, 4. März, 19.30 Uhr, lädt das Literaturhaus Villa Clementine zur Vorstellung des diesjährigen Krimi-Stipendiaten Wolfgang Schorlau ein. Schorlau berichtet in einem Werkstattgespräch über seine Arbeit als Autor, seine Recherchemethoden, die aktuellen gesellschaftspolitischen Bezüge in seinen Büchern sowie über die Verfilmung seiner Krimis rund um den Privatermittler Dengler.

Am Sonntag, 6. März, 17.00 Uhr, eröffnet die Ausstellung „Im letzten Hemd“ des Fotokünstlers Thomas Balzer. Der Fotograf hatte unterschiedliche Menschen darum gebeten, sich mit einem Gegenstand, den sie gerne mit ins Grab nehmen möchten, in einem Sarg fotografieren zu lassen. Entstanden sind erstaunliche Bilder, die bis zum 13. März im Foyer der Caligari FilmBühne zu sehen sind.

Zwei neue Tatort-Teams können Fans am Sonntag, 6. März 2016, auf der großen Leinwand der Caligari FilmBühne erleben: Um 18.00 Uhr wird Heike Makatsch in der Premiere des Tatortes „Fünf Minuten Himmel“ zum ersten Mal als Freiburger Kommissarin Ellen Berlinger zu sehen sein und im Tatort „Auf einen Schlag“ präsentiert sich um 20.15 Uhr, zeitgleich zur Ausstrahlung im Ersten, das neue Team des Tatortes aus Sachsen. Alwara Höfels und Karin Hanczewski spielen die Dresdner Hauptkommissarinnen Henni Sieland und Karin Gorniak.

In der Pause zwischen beiden Filmen werden die Regisseurin Katrin Gebbe, der Schauspieler Max Thommes und SWR-Redakteur Ulrich Herrmann über die Produktion des Tatortes „Fünf im Himmel“ berichten, der am Ostersonntag im Ersten ausgestrahlt wird.

Schimanski und Thanner machten sich kurz nach der Wende auf in den Osten und trafen dort auf das Team des „Polizeiruf 110“. „Tatort“ und „Polizeiruf 110“ gingen in dem Film „Unter Brüdern“ 1990 eine kurze und einmalige Beziehung ein. Dieser Film ist Teil einer Retrospektive „45 Jahre Polizeiruf 110“. Im Juni 1971 ging „Polizeiruf 110“ im DDRFernsehen auf Sendung. Die Regierung wünschte sich ein ostdeutsches Pendant zum erfolgreichen „Tatort“ des Westfernsehens. Das „Murnau-Filmtheater“ zeigt am Mittwoch, 9. März, und Donnerstag, 10. März, jeweils ab 18.00 Uhr, im Rahmen des Deutschen FernsehKrimi-Festivals 2016 zwei Folgen „Polizeiruf 110“ aus der DDR-Zeit und zwei Folgen aus der Zeit der Wende.

2012 hat sich Mehmet Kurtulus von der Rolle des Tatort-Ermittlers Cenk Batu verabschiedet. Außer seinem Kollegen Erdogan Atalay, der seit 1996 als Autobahnkommissar Semir Gerkhan in der RTL-Serie „Cobra 11“ zu sehen ist und dem nimmermüden Ivo Batic, gespielt von Miroslav Nemec, gibt es kaum Kommissare mit Migrationshintergrund in Fernsehkrimis. Sie sind Opfer, sie sind Täter, selten aber die Stars. Welches Bild von Migranten und Deutschen mit Migrationshintergrund sollte der Fernsehkrimi vermitteln – abseits von Klischees? Unter dem Titel „Täter, Opfer oder mehr? – Welche Rolle spielen Migranten im Fernsehkrimi?“ diskutiert am Mittwoch, 9. März, 18.00 Uhr, die Moderatorin Cécile Schortmann mit Gaby Babic, Leiterin von „goEast – Festival des mittel- und osteuropäischen Films“, Christian Granderath, Leiter der NDR-Abteilung Film, Familie & Serie/NDR, und dem Schauspieler Patrick Abozen. Der Sohn deutsch-äthiopischer Eltern war bereits im Hamburger Tatort „Feuerteufel“ im Ermittler-Team. Krimi-Fans kennen ihn auch aus „Stubbe“, „Nachtschicht“ und „SOKO“.

„Volltreffer oder voll daneben – Der Fernsehkrimi auf der Suche nach neuen Formen?“ lautet der Titel des Branchentreffs „TOP Talente“, der am Freitag, 11. März, 17.00 Uhr, erstmals beim Deutschen FernsehKrimi-Festival stattfindet. Der „Branchentreff“ ist eine moderierte Veranstaltungsreihe für Fernseh- und Filmschaffende sowie Medieninteressierte mit hochrangigen Gästen aus der Branche. „TOP Talente e. V. Akademie für Film- und Fernsehschaffende“ wurde 2002 gegründet. Die Akademie bietet Fortbildungs- und Austauschmöglichkeiten für Fernseh- und Filmschaffende. „TOP:Talente Branchentreff“ findet unter anderem auch im Rahmen der Berlinale statt.

Die Dokumentation „Krimis und das Dritte Reich“ erzählt von drei Schriftstellern aus Europa, die sehr erfolgreich Krimis schreiben, die in der Zeit des Nationalsozialismus angesiedelt sind. Darunter Volker Kutscher, der mit seinen Büchern über Kommissar Rath ein großes Publikum erreicht. Gemeinsam mit ARTE und dem Literaturhaus Villa Clementine lädt das Deutsche FernsehKrimi-Festival am Freitag, 11. März, 18.00 Uhr, zu einer Preview der Produktion ein, die am 23. März in ARTE zu sehen sein wird. Im Anschluss an die Vorführung des Filmes spricht Urs Spörri mit dem Autor Christoph Rüter über die Entstehungsgeschichte und die Hintergründe des Films.

Das Deutsche FernsehKrimi-Festival wird veranstaltet vom Kulturamt der Landeshauptstadt Wiesbaden mit Unterstützung durch das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst, des Hessischen Rundfunks, satis&fy und dem Weingut Udo Ott, in Kooperation mit dem Medienzentrum Wiesbaden, der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung und dem Wiesbadener Kurier.

Das ausführliche Programm des Deutschen FernsehKrimi-Festivals 2016 finden Sie im beiliegenden Programmheft.

12. Deutsches FernsehKrimi-Festival – Filme stehen fest ab 8. März 2016

© Kulturamt der Stadt Wiesbaden
© Kulturamt der Stadt Wiesbaden

Die Filme des 12. Deutschen FernsehKrimi-Festivals in Wiesbaden stehen fest. Die Eröffnung ist am Dienstag, 8. März, mit der Premiere des Films „Vertraue mir“; Schauspieler August Zirner ist bei der Premiere anwesend.

Schwer fiel es den Juroren der Vorjury, die Wettbewerbsbeiträge für das diesjährige Deutsche FernsehKrimi-Festival, das vom 8. bis 13. März in der Caligari-Filmbühne in Wiesbaden stattfindet, auszuwählen. Die Leiterin des Festivals, Cathrin Ehrlich, wie auch die anderen Mitglieder der Vorjury lobten die vielen herausragenden Filme unter den 58 Einreichungen, aus denen nach langen Diskussionen zehn Produktionen ausgewählt wurden. „Ich freue mich besonders, dass wir in diesem Jahr mit ‚Die Ungehorsame‘ und ‚Mordkommission Berlin 1‘ zwei Produktionen von Sat.1 im Programm haben. Spannend und ungewöhnlich ist die Nachwuchsproduktion ‚Trash Detective‘ – ein schwäbischer Film Noir, für den sich die Mitglieder der Vorjury einstimmig ausgesprochen haben“, so Cathrin Ehrlich zu den Filmen des Deutschen FernsehKrimi-Festivals 2016.

Kulturdezernentin Rose-Lore Scholz, die ebenfalls der Vorjury angehörte, betont, wie wichtig ihr die gesellschaftliche Relevanz der Filme sei, die ausgewählt wurden. „Besonders bedeutend sind für mich die Filme ‚Operation Zucker. Jagdgesellschaft‘ über den Missbrauch von Kindern und ‚Die Ungehorsame‘ mit dem Thema Gewalt gegen Frauen – und das in einem Milieu, in dem wir es eigentlich nicht erwarten“, so die Kulturdezernentin.

Zur Eröffnung steht am Dienstag, 8. März, 20 Uhr, die Premiere „Vertraue mir“ vom ZDF auf dem Programm. Unter der Regie von Franziska Meletzky spielen darin unter anderen Julia Koschitz, Jürgen Vogel und August Zirner. Das Buch schrieb John-H. Karsten. Zu der Premiere werden unter anderen die Regisseurin Franziska Meletzky, die Schauspieler August Zirner und Sascha Alexander Gersak sowie der Drehbuchautor John-H. Karsten erwartet.

Übersicht über die Filme im Wettbewerb des Deutschen FernsehKrimi-Festivals 2016 sowie die Termine der Vorführung in der Caligari-Filmbühne, Marktplatz 9:

Dienstag, 8. März, 20 Uhr
Eröffnungsfilm
Vertraue mir
ZDF, Regie: Franziska Meletzky, Buch: John-H. Karsten, Franziska Meletzky
u. a. mit Julia Koschitz, Jürgen Vogel, August Zirner

Mittwoch, 9. März, 10 Uhr
Tatort – Verbrannt
NDR, Regie: Thomas Stuber, Buch: Stephan Kolditz
u. a. mit Wotan Wilke Möhring, Petra Schmidt-Schaller, Werner Wölbern

Mittwoch, 9. März, 13.30 Uhr
Die Ungehorsame
Sat.1, Regie: Holger Haase, Buch: Michael Helfrich
u.a. mit Felicitas Woll, Marcus Mittermeier, Alina Levshin

Mittwoch, 9. März, 16 Uhr
Operation Zucker. Jagdgesellschaft
BR/ARD Degeto, Regie: Sherry Hormann, Buch: Friedrich Ani, Ina Jung
u.a. mit Nadja Uhl, Misel Maticevic, André Szymanski

Mittwoch, 9. März, 19.30 Uhr
Tatort – Wer bin ich
HR, Regie & Buch: Bastian Günther
u.a. mit Ulrich Tukur, Barbara Philipp, Martin Wuttke

Mittwoch, 9. März, 21.45 Uhr
Trash Detective
SWR, Regie: Maximilian Buck, Buch: Michael Glasauer
u.a. mit Rudolf Waldemar Brem, Therese Hämer, Sebastian Fritz

Donnerstag, 10. März, 10 Uhr
Auf kurze Distanz
WDR/ARD Degeto, Regie: Philipp Kadelbach, Buch: Holger Karsten Schmidt, Oliver Kienle
u.a. mit Tom Schilling, Edin Hasanovic, Jens Albinus

Donnerstag, 10. März, 14.30 Uhr
Polizeiruf 110 – Kreise
BR, Buch & Regie: Christian Petzold
u.a. mit Matthias Brandt, Barbara Auer, Justus von Dohnányi

Donnerstag, 10. März, 17 Uhr
Wenn Du wüsstest, wie schön es hier ist
ORF, Regie: Andreas Prochaska, Buch: Stefan Hafner, Thomas Weingartner
u.a. mit Gerhard Liebmann, Simon Hatzl, Ines Honsel

Donnerstag, 10. März, 19 Uhr
Mordkommission Berlin 1
Sat.1, Regie: Marvin Kren, Buch: Arndt Stüwe, Benjamin Hessler
u.a. mit Friedrich Mücke, Frederick Lau, Tobias Moretti

In der Vorjury des Deutschen FernsehKrimi-Festivals 2016 entschieden Burkhard Althoff (stellvertretender Redaktionsleiter „Das kleine Fernsehspiel“/ZDF), Birgit Brandes (Redaktion fiktionale Filme und Serien ProSiebenSat1), Anne Even (ehemalige Arte/ZDF-Fernsehfilmredakteurin), Jürgen Heimbach (Redakteur „Kulturzeit“/3Sat, Krimiautor), Liane Jessen (Fernsehfilmchefin HR), Ulrike Leibfried (RTL-Redakteurin) sowie die Leiterin des Festivals Cathrin Ehrlich und die Kulturdezernentin der Landeshauptstadt Wiesbaden Rose-Lore Scholz über die Filme im Wettbewerb.

Der Kartenvorverkauf für das Deutsche Fernsehkrimi-Festival 2016 beginnt am Samstag, 20. Februar, ab 10 Uhr in der Tourist Information, Marktplatz 1, 65183 Wiesbaden.
Die Preisverleihung des Deutschen FernsehKrimi-Festivals findet am Freitag, 11. März, 20 Uhr, in der Caligari Filmbühne statt. Beendet wird das Festival wie im vergangenen Jahr mit der langen FernsehKrimi-Nacht am Wochenende 12. Und 13. März.

Das Festival ist eine Veranstaltung des Kulturamtes der Landeshauptstadt Wiesbaden mit Unterstützung durch das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst, den Hessischen Rundfunk, satis&fy und das Weingut Udo Ott, in Kooperation mit dem Medienzentrum Wiesbaden, der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, dem Literaturhaus Villa Clementine und dem Wiesbadener Kurier.