Kategorie-Archiv: Deutsches FernsehKrimi-Festival

Deutschlands spannendster FernsehKrimi-Drehbuchnachwuchs – 8.3. Lesung, 10.3.17 Preisverleihung

Gemeinsam mit HessenFilm begab sich das Deutsche FernsehKrimi-Festival im Herbst 2016 erstmals auf die Fahndung nach spannenden, abendfüllenden Drehbuchstoffen von Nachwuchsautoren aus ganz Deutschland. Die Vorraussetzungen: Es sollte sich um den ersten oder zweiten Drehbuchstoff handeln und der/die Nachwuchsautor/in musste mindestens 18 Jahre alt sein. Dem Gewinner/ der Gewinnerin – die Verkündung erfolgt während der Preisverleihung am 10. März 2017 – winkt eine Zusammenarbeit mit der renommierten TOP:Talente e.V., die die Entwicklung des Drehbuchstoffes vom Exposé zum Treatment hin begleiten wird, sowie die kostenlose Teilnahme an einem professionellen Pitch-Training mit anschließendem Abschlusspitch vor Fachpublikum im Herbst 2017 im Rahmen des FernsehfilmFestival Baden-Baden.

Die vier vielversprechendsten von der Jury ausgewählten Exposés und Drehbuchszenen werden vom Schauspieler Isaak Dentler am Mittwoch, den 8. März, um 18 Uhr im Festivalkino, der Caligari FilmBühne gelesen.

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Isaak Dentler absolvierte seine Schauspielausbildung in Hamburg. Seit 2009 ist er festes Ensemblemitglied am Schauspiel Frankfurt. Abseits der Bühne ist Dentler regelmäßig im Fernsehen zu sehen, u.a. an der Seite von Margarita Broich und Wolfram Koch im Ermittlerteam des Frankfurter Tatort als Assistent Jonas. Außerdem ist seine Stimme in zahlreichen Hörspielen zu hören.

DIE JURY

006Buehlig_Katrin-hr (1)Katrin Bühlig studierte an der Filmakademie Baden-Württemberg Dokumentarfilmregie. Für „Restrisiko“, ein Dokumentarfilm über Menschen im Maßregelvollzug, erhielt sie 2014 den Grimme-Preis. Seit 2000 arbeitet Katrin Bühlig vorwiegend als Krimi-Drehbuchautorin.

 

Guenther-KleinUnter der konzeptionellen Leitung von Autor und Regisseur Günther Klein entstanden innovative Fernsehreihen, wie die 13-teilige ARD-Milleniumsreihe „2000 Jahre Christentum“, die 2001 mit dem Bayrischen Fernsehpreis ausgezeichnet wurde. Günther Klein unterrichtet an der Hochschule RheinMain und der IFS Köln.

 

Foto John-H. KarstenJohn-H. Karsten studierte Drehbuch/ Szenischer Film und Serienproducing an der Filmakademie Baden-Württemberg. Sein Debutfilm, „Vertraue mir“, lief erfolgreich im Frühling 2016. Aktuell entwickelt er zwei Kino- und diverse TV-Stoffe. John-H. Karsten lebt als freier Dozent und Musikjournalist in Berlin.

 

Portraitfoto_TomWinterTom Winter organisiert das Deutsche FernsehKrimi-Festival bereits im dritten Jahr. Bis 2016 studierte er Filmwissenschaft und Mediendramaturgie in Mainz. Sein Master-Abschlussprojekt „Mixtape“ wurde als bestes Drehbuch auf dem 45. Internationalen Studierendenfilmfestival Sehsüchte in Potsdam-Babelsberg nominiert.

Das Deutsche FernsehKrimi-Festival 2017 erstmals zusammen mit dem KrimiMärz Wiesbaden

Key-Visual-Pistole-DFKF-201Das Deutsche FernsehKrimi-Festival  2017 kooperiert mit dem Wiesbadener literarischen KrimiMärz. Neu: Drehbuchwettbewerb für den Nachwuchs. Gesucht wird das spannendste Drehbuch-Exposé/
Manfred Zapatka kommt zur Eröffnung. Deutschlands bekanntester Profiler Stephan Harbort im Gespräch.

Literatur trifft Fernsehen – diese Kombination hat es in dieser Form in Wiesbaden noch nicht gegeben. Dazu musste der KrimiHerbst des Literaturhauses Villa Clementine in den März vorverlegt und zum KrimiMärz werden. Das Fernsehkrimifestival  vom 7. bis 12. März bildet quasi den Auftakt zum literarischen KrimiMärz vom 3. März bis 30. März 2017, freut sich Cathrin Ehrlich, Leiterin des Deutschen Fernseh-Krimi-Festivals. „Wir konnten das Festival durch diese Zusammenarbeit erweitern. Und ich finde es  auch sehr sinnvoll, dass verschiedene Kulturschaffende in einer Stadt oder auch in unserem kleinen Land wie Hessen zusammenarbeiten  und sich vernetzen.“ Gerade auch im Bereich Krimi sei die Verbindung zwischen Literatur und Film ja wirklich naheliegend, weil doch sehr viele gute Krimis einfach auch  auf einer Kriminalromanvorlage basierten.“, so die Festivalleiterin.

v.r.n.l.: Susanne Lewalter, Leiterin des Literaturhauses Villa Clementine,Dr. Helmut Müller, Geschäftsführer des Kulturfonds Frankfurt RheinMain , Volker Kutscher, Schriftsteller, Rose-Lore Scholz, Kulturdezernentin der Landeshauptstadt Wiesbaden, Cathrin Ehrlich, Leiterin des Deutschen Fernseh-Krimi-Festivals, Tom Winter, Organisation FernsehKrimi-Festival 2017/Drehbuch-Wettbewerb. Foto: Diether v. Goddenthow  © atelier-goddenthow
v.r.n.l.: Susanne Lewalter, Leiterin des Literaturhauses Villa Clementine,Dr. Helmut Müller, Geschäftsführer des Kulturfonds Frankfurt RheinMain , Volker Kutscher, Schriftsteller, Rose-Lore Scholz, Kulturdezernentin der Landeshauptstadt Wiesbaden, Cathrin Ehrlich, Leiterin des Deutschen Fernseh-Krimi-Festivals, Tom Winter, Organisation FernsehKrimi-Festival 2017/Drehbuch-Wettbewerb. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Die Stadt Wiesbaden und der Kulturfonds Frankfurt RheinMain erhoffen sich durch das Zusammenlegen vor allem einen noch besseren Bekanntheitsgrad Wiesbadens als Krimistadt. Seit  10 Jahren  gibt es eine große Vielfalt an Aktivitäten im Krimi-Genre in Wiesbaden, „von 2000 bis 2005 gab es den Wiesbadener Frauenkrimipreis, seit 2003 gibt es den Wiesbadener Krimiherbst, seit 2005 wird der Deutsche Fernsehkrimi-Preis verliehen, und seit 2009 verleiht die Stadt Wiesbaden alljährlich das Wiesbadener Krimistipendium an einen Autor oder eine Autorin“ listet Rose-Lore Scholz, Kulturdezernentin der Landeshauptstadt Wiesbaden, die Krimiaktivitäten Wiesbadens der letzten Jahre auf. Weitere Stichworte seien TV-Produktionen wie „Die Zwei“, „Der Staatsanwalt“. „Kommissarin Heller“ und die Frankfurt-Tatorte und auch Bestseller-Krimiautorinnen wie Nele Neuhaus und Charlotte Link,  die dazu beitrügen, dass Rhein-Main von außen als Krimi_Region wahrgenommen würde. Es sei daher „höchste Zeit für ein Krimifestival, das in die Region hineinstrahlt und darüber hinausstrahlt“ , so die Kulturdezernentin. Ziel dieses neuen Angebotes sei, die Krimiaktivitäten in Wiesbaden und im Rhein-Main-Gebiet zu bündeln. „Zwischen den Filmschaffenden und den Krimiautoren wollen wir ganz bewusst einen Austausch und auch eine inhaltliche Auseinandersetzung befördern, um in der Krimiszene ein Alleinstellungsmerkmal im deutschsprachigen Raum und auch hier in Wiesbaden zu erzielen“, so die Kulturdezernentin.

Dr. Helmut Müller, Geschäftsführer des Kulturfonds Frankfurt RheinMain, der mit 50 000 Euro zu den Förderern zählt, ist davon  überzeugt, „dass die Strahlkraft der beiden Festivals in der Kooperation  noch größer wird, dass die Krimistadt Wiesbaden auch weit über die Region hin sichtbar wird“ und dass  auch die Qualität durch eine Kooperation gewinne, so Dr.Helmut Müller. Vor allem sei für den Kulturfonds die Vernetzung in die Region wichtig, was nicht bedeutet, dass jeder mit jedem zusammenarbeiten müsse, sondern man sich untereinander austausche und der eine wisse, was beim anderen laufe.  „Ich glaube, der Weg, der hier gegangen wird,“,  gerade mit Frankfurt und Darmstadt zusammen, wird sicher auch dazu führen, dass die Aufmerksamkeit in den anderen Städten der Region noch stärker auf dieses gemeinsames Festival hier gelegt werden wird.“, so Müller.

Susanne Lewalter,  Leiterin des Literaturhauses Villa Clementine, sieht gleichfalls nur Vorteile durch die  Kooperation. Ihr war es zudem gelungen,  zur Pressekonferenz den bekannten  Kölner Schriftsteller Volker Kutscher mitzubringen.

Volker Kutscher. Foto: Diether v. Goddenthow
Volker Kutscher. Foto: Diether v. Goddenthow

Kutschers Krimi-Besteller „Der nasse Fisch“ wird gerade für eine 18-teilige Serie verfilmt. Kutscher wird  somit zur „Quasi-Symbolfigur  für die Wiesbadener Kombination von Deutschem FernsehKrimi-Festival und KrimiMärz.  Der eigenem Bekenntnis zufolge aus der linken Ecke stammende Autor tritt unbeirrbar für Demokratie ein. Er ist konsequenter Weise grundsätzlich dagegen, Andersdenkende, egal welcher Couleur, von der Diskussion auszuschließen, sogar die AfD nicht, mit der er weiß Gott nicht sympathisiere.  Kutscher wird am 5. März um 18.00 Uhr gemeinsam mit Horst Eckert auf dem Krimisofa im Literaturhaus Wiesbaden Platz nehmen, was ein spannendes Gespräch zu werden verspricht.
Wer den Talk in der Villa Clementine verpasst, kann Volker Kutscher auch  noch einen Tag später, am 6.März, im Hessischen Literaturforum Mousonturm aus „Lunapark“ lesen hören.

Solche Kooperation, dass Autoren beispielsweise in Wiesbaden, dann in Frankfurt und schließlich noch in Darmstadt lesen, sei Teil des Konzeptes.
Vorteilhafter Nebeneffet der Vorverlegung des KrimiHerbstes zum KrimiMärz  sei zudem, dass  zahlreiche bekannte Autoren  im März einfacher einzuladen seien, da sie sich  anlässlich der Lit-Cologne und Leipziger Buchmesse ohnehin auf Lesereise befänden, freut sich Susanne Lewalter.

Das Programm des  KrimiMärz und FernsehKrimifestival kann sich sehen lassen

Das  Schwerpunktthema in diesem Jahr ist Kriminalität in Europa; ein leider ein hochaktuelles und brisantes Thema. „Es wird  bunt und sehr politisch sein im Vergleich zum letzten Jahr: DDR-Vergangenheit, NSU-Terror, ein herrlich schräg verschrobener ziemlich ungewöhnlicher Film aus Österreich, 2 Tatorte usw“., so Cathrin Ehrlich. Neben bekannten Regisseuren wie Dominik Graf oder dem Österreicher David Schalko werden so auch Autoren wie Wolfgang Schorlau während der fünf Tage des FernsehKrimi-Festivals in Wiesbaden zu sehen und zu hören sein. Dominik Graf und Wolfgang Schorlau treffen sich unter anderem am Donnerstag, 9. März, 19.30 Uhr, im Literaturhaus Villa Clementine auf dem Krimisofa.

Neu: Deutschlands spannendster Fernsehkrimi-Drehbuchnachwuchs
Eine weitere Premiere dieses Festivals ist der Drehbuchwettbewerb für junge Autoren, der 2017 gemeinsam mit der HessenFilm ausgeschrieben wurde.

Vier Juroren entscheiden darüber, welches von 26 eingereichten Exposés von Nachwuchsautorinnen und -autoren im Herbst an einem Pitching teilnehmen werden. Der Gewinner wird bei der Weiterentwicklung vom Exposé zum Treatment von dem Verband Top Talente e.V., einer Vereinigung von Drehbuchautoren, unterstützt. In der Jury sitzen die Drehbuchautorin und Grimme-Preisträgerin Katrin Bühlig, der Autor und Regisseur Günther Klein, Drehbuchautor John-H. Karsten, dessen Debütfilm „Vertraue mir“ beim Deutschen FernsehKrimi-Festival 2016 zu sehen war, und Tom Winter. Der Masterabsolvent Filmwissenschaft/Mediendramaturgie organisiert das FernsehKrimi-Festival bereits im dritten Jahr. „Wir riefen im September 2016 gemeinsam mit Hessenfilm den Drehbuchwettbewerb aus, und suchten eben Deutschlands spannendsten Fernsehkrimi-Drehbuchnachwuchs. Wir erhielten insgesamt 26 Exposés, und es war eigentlich sehr schön zu sehen, wer sich da alles bewarb: Es waren eben ganz klassisch die Drehbuch-Studenten. Es waren aber auch Familien, die zusammen an dem Krimi gearbeitet haben. Es  waren Lehrer, Business-Manager usw. Es scheint in jeder Berufssparte in Deutschland kreatives Potential dahingehend zu stecken“, freut sich Thomas, Winter,  Organisator des Drehbuchnachwuchs-Wettbewerbes und Mitorganisator des Fernsehkrimifestivals .
Die vier besten Exposés werden außerdem am Mittwoch, 8. März, 18 Uhr, in der Caligari Filmbühne von dem Schauspieler Isaak Dentler vorgelesen. „Für uns ein wichtiger Schritt, junge Filmemacher und Drehbuchautoren auf das FernsehKrimi-Festival in Wiesbaden aufmerksam zu machen“, erläutert Cathrin Ehrlich das Engagement.

Ein vielfältiger Wettbewerb – vom klassischen Krimi bis zum bitterbösen österreichischen Blick auf die Welt
„Zehn sehr unterschiedliche Fernsehkrimis stehen dieses Jahr im Wettbewerb des Deutschen FernsehKrimi-Festivals“, beschreibt Cathrin Ehrlich das Wettbewerbsfeld 2017. „Der klassische Krimi hat ebenso seinen Platz wie die Komödie, ein historischer Krimi, Filme, die uns mit offenem Ende alleine lassen, oder der bitterböse österreichische Blick auf die Welt.“ Den Auftakt macht am Dienstag, 7. März, 20 Uhr, die Premiere „Sanft schläft der Tod“. Die Entführung von zwei Kindern führt darin zu einem raffinierten Psychospiel, das die Eltern und den Großvater der Kinder in die Vergangenheit führt. Im Anschluss an die Vorführung beantworten der Regisseur Marco Kreuzpaintner und die Hauptdarsteller Marleen Loose, Fabian Busch und Manfred Zapatka die Fragen von Knut Elstermann. Der Berliner Filmkritiker wird auch 2017 die Filmgespräche des Festivals moderieren.

In der Jury sitzen 2017 die vielseitige Schauspielerin Gesine Cukrowski, die ihren Durchbruch als Partnerin von Ulrich Mühe in der Reihe „Der letzte Zeuge“ hatte, Schauspieler Florian Bartholomäi, der im 1000. Tatort „Taxi nach Leipzig“ als Entführer und Mörder überzeugte, der Drehbuchautor Michael Helfrich, dessen Film „Die Ungehorsame“ 2016 in Wiesbaden den Publikumspreis erhielt, die Regisseurin Isabel Kleefeld, die für ihre Arbeiten mit dem Grimme-Preis, dem Bayerischen Fernsehpreis und zuletzt beim New York-Festival ausgezeichnet wurde, sowie die diesjährige Krimi-Stipendiatin Esmahan Aykol. Sie entscheiden, wer 2017 den Deutschen FernsehKrimi-Preis und die damit verbundenen 1.000 Liter Wein  gewinnen wird.

Bereits im Vorfeld des Festivals können die Fans des literarischen Krimis die diesjährige Krimi-Stipendiatin Esmahan Aykol am Freitag, 3. März, 20 Uhr, im Literaturhaus Villa Clementine in einer Lesung erleben. Zwei Tage später, am Sonntag, 5. März, 18 Uhr, erwartet die Zuschauerinnen und Zuschauer unter dem Titel „Tatort im Doppelpack“ die Premiere des NDR-Tatortes „Borowski und das dunkle Netz“. Beim anschließenden Filmgespräch stehen der Schauspieler Maximilian Brauer, der Regisseur David Wnendt und der Drehbuchautor Thomas Wendrich auf der Bühne der Caligari FilmBühne.

Schauspielerin Margarita Broich als Fotografin
Ebenfalls am Sonntag, 5. März, 17 Uhr, eröffnet die Ausstellung „Ende der Vorstellung – Schauspielerporträts“. HR-Tatort-Kommissarin Margarita Broich beweist mit Fotos von ihren Schauspielkolleginnen und -kollegen, die sie nach Theatervorstellungen aufgenommen hat, ihr Können als Fotografin. Die Schauspielerin wird bei der Vernissage die Gäste in der Caligari FilmBühne begrüßen. Ihre Bilder sind bis zum 18. März im Foyer der Caligari-Filmbühne zu sehen.

Das True-Crime Format „Protokolle des Bösen“ (Donnerstag, 9. März, 18 Uhr/Murnau Filmtheater im Deutschen Filmhaus) mit anschließendem Gespräch mit Deutschlands bekanntestem Profiler und Kriminalist Stephan Harbort sowie ein Schimanski-Abend für Fans des Duisburger Rauhbeins (Donnerstag, 9. März, ab 20 Uhr/Finale – Das Restaurant) sind zwei weitere Programmpunkte des diesjährigen Deutschen FernsehKrimi-Festivals.

Die Preisverleihung findet 2017 am Freitag, 10. März, 20 Uhr, in der Caligari FilmBühne statt. Durch den Abend führt die Moderatorin Bärbel Schäfer. Die Musik kommt von der Frankfurter Band „Indes“.

Die lange FernsehKrimi-Nacht beendet in der Nacht vom 11. auf den 12. März dann das Deutsche FernsehKrimi-Festival.

Das Deutsche FernsehKrimi-Festival ist eine Veranstaltung des Kulturamtes der Landeshauptstadt Wiesbaden mit Unterstützung durch die HessenFilm und Medien GmbH, den Hessischen Rundfunk und den Kulturfonds Frankfurt RheinMain, in Kooperation mit dem Medienzentrum Wiesbaden, der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, dem Literaturhaus Villa Clementine und dem Wiesbadener Kurier.

Informationen gibt es auch im Internet unter www.fernsehkrimifestival.de

Mit der Premiere „Sanft schläft der Tod“ startet am 7. März 2017 das 13. Deutsche FernsehKrimi-Festival Wiesbaden

fernsehkrimifestival2017Die Wettbewerbsfilme des 13. Deutschen FernsehKrimi-Festival Wiesbaden stehen jetzt fest!

Die Eröffnung des 13. Deutschen FernsehKrimi-Festival Wiesbaden findet am 7. März mit der Premiere des Films „Sanft schläft der Tod“ in Anwesenheit von Regisseur Marco Kreuzpaintner und den Schauspielern Fabian Busch und Marleen Lohse statt.

„Krimi satt!“ heißt es auch in diesem Jahr wieder, wenn zum 13. Mal das Deutsche FernsehKrimi-Festival in der Caligari Filmbühne in Wiesbaden stattfindet. Zehn Filme stehen vom 7. bis 12. März im Wettbewerb um den „Deutschen FernsehKrimi-Preis“. Sie wurden aus insgesamt 60 Fernsehkrimis von der Vorjury des Festivals ausgewählt. Außerdem erwartet die Gäste des Festivals unter anderem eine Tatort-Premiere, ein Schimanski-Abend und Lesungen von zwei Krimi-Autoren.

Für die Festival-Leiterin Cathrin Ehrlich gab es bei der diesjährigen Auswahl der Filme eine Besonderheit: „Drei der Filme, die in diesem Jahr im Wettbewerb stehen, haben ein offenes Ende. Sie lassen uns mit unserer Ohnmacht alleine. Eine Herausforderung, die auf dem Festival sicher zu spannenden Diskussionen führen wird.“

Eröffnet wird das Festival am Dienstag, 7. März, 20 Uhr, mit der Premiere des Wettbewerbsbeitrags „Sanft schläft der Tod“. Unter der Regie von Marco Kreuzpaintner („Sommersturm“, „Krabat“, „Coming In“) spielen darin unter anderen Fabian Busch, Marleen Lohse, Manfred Zapatka und Matthias Brandt. Das Buch schrieb Holger Karsten Schmidt. Zu der Premiere und dem anschließenden Filmgespräch werden der Regisseur Marco Kreuzpaintner und die Schauspieler Fabian Busch und Marleen Lohse anwesend sein.

Die Wettbewerbsfilme des Deutschen Fernsehkrimi-Festivals 2017

© ARD_Degeto
© ARD_Degeto

Dienstag, 7. März, 20 Uhr – Eröffnung/Premiere „Sanft schläft der Tod “
ARD Degeto, Regie: Marco Kreuzpaintner, Buch: Holger Karsten Schmidt mit Fabian Busch, Marleen Lohse, Matthias Brandt und anderen

© ARD_Degeto
© ARD_Degeto

Mittwoch, 8. März, 9.30 Uhr – Schulvorstellung Mitten in Deutschland: NSU – Die Ermittler – Nur für den Dienstgebrauch
BR/ARD Degeto/MDR, Regie: Florian Cossen, Buch: Rolf Basedow, Christoph Busche, Jan Braren
mit Florian Lukas, Liv Lisa Fries, Sylvester Groth und anderen

© ZDF
© ZDF

Mittwoch, 8. März, 12 Uhr – München Mord – Wo bist du, Feigling?
ZDF, Regie: Anno Saul, Buch: Friedrich Ani, Ina Jung
mit Bernadette Heerwagen, Marcus Mittermeier, Alexander Held und anderen

 

Foto: Hagen-Keller
Foto: Hagen-Keller

Mittwoch, 8. März, 16 Uhr – Tatort – Die Wahrheit
BR, Regie: Sebastian Marka, Buch: Erol Yesilkaya
mit Udo Wachtveitl, Miroslav Nemec, Lisa Wagner und anderen

© HR
© HR

Mittwoch, 8. März, 19.30 Uhr – Tatort – Es lebe der Tod
HR, Regie: Sebastian Marka, Buch: Erol Yesilkaya
mit Ulrich Tukur, Barbara Philipp, Jens Harzer und anderen

© SAT 1
© SAT 1

Mittwoch, 8. März, 21.45 Uhr – Jack the Ripper
SAT.1, Regie: Sebastian Niemann, Buch: Holger Karsten Schmidt
mit Sonja Gerhardt, Sabin Tambrea, Falk Hentschel und anderen

 

© ZDF
© ZDF

Donnerstag, 9. März, 9.30 Uhr – Schulvorstellung „Lotte Jäger und das tote Mädchen“
ZDF, Regie: Sherry Hormann, Buch: Rolf Basedow, Ralf Zöller
mit Silke Bodenbender, Anna Maria Mühe, Andreas Schmidt-Schaller und anderen


© ORF
© ORF

Donnerstag, 9. März, 12 Uhr – Höhenstraße
ORF, Regie und Buch: David Schalko
mit Nicholas Ofczarek, Raimund Wallisch, Inge Maux und anderen

 

© ARD/Degeto
© ARD/Degeto

Donnerstag, 9. März, 16.30 Uhr – Zielfahnder – Flucht in die Karpaten
ARD Degeto/WDR, Regie: Dominik Graf, Buch: Rolf Basedow
mit Ulrike C. Tscharre, Ronald Zehrfeld, Arved Birnbaum und anderen

 

© ZDF
© ZDF

Donnerstag, 9. März, 19 Uhr – Unter Verdacht – Verlorene Sicherheit (1)
ZDF, Regie: Andreas Herzog, Buch: Stefan Holtz, Florian Iwersen
mit Senta Berger, Rudolf Krause, Gerd Anthoff und anderen

In der Vorjury des Deutschen FernsehKrimi-Festivals 2017 wählten Burkhard Althoff (stv. Redaktionsleiter „Das kleine Fernsehspiel“/ZDF), Birgit Brandes (Redaktion fiktionale Filme und Serien ProSiebenSat.1), Anne Even (ehemalige Arte- und ZDF-Fernsehfilmredakteurin), Jürgen Heimbach (Krimiautor, Redakteur „Kulturzeit“/3Sat), Liane Jessen (Fernsehfilmchefin HR) sowie die Leiterin des Festivals Cathrin Ehrlich und die Kulturdezernentin der Landeshauptstadt Wiesbaden Rose-Lore Scholz die Filme des Wettbewerbs aus. Eingereicht wurden die Produktionen von öffentlich-rechtlichen und privaten Sendern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Der Kartenvorverkauf für das 13. Deutsche FernsehKrimi-Festival beginnt am Freitag, 10. Februar, ab 10 Uhr, in der Tourist-Information, Marktplatz 1, 65183 Wiesbaden. Die Preisverleihung findet am Freitag, 10. März, um 20 Uhr in der Caligari FilmBühne, Marktplatz 9, statt. Beendet wird das Festival traditionell mit der Langen FernsehKrimi-Nacht vom 11. auf den 12. März.

Das Deutsche FernsehKrimi-Festival ist eine Veranstaltung des Kulturamtes der Landeshauptstadt Wiesbaden mit Unterstützung durch die HessenFilm und Medien GmbH und den Hessischen Rundfunk, in Kooperation mit dem Medienzentrum Wiesbaden, der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, dem Literaturhaus Villa Clementine und dem Wiesbadener Kurier.

Deutscher FernsehKrimi-Preis 2016 für „Tatort – Verbrannt“

Preisträger,  Laudatoren, Juroren, Publikumsjury des Deutschen Fernsehkrimipreises 2016  Foto © massow-picture
Preisträger, Laudatoren, Juroren, Publikumsjury des Deutschen Fernsehkrimipreises 2016 Foto © massow-picture

Petra Schmidt-Schaller und Edin Hasanovic werden für ihre darstellerischen Leistungen ausgezeichnet/Christian Petzold erhält einen Sonderpreis für seine Regie für den Film „Polizeiruf 110 – Kreise“/Der Publikumspreis geht an „Die Ungehorsame“ mit Felicitas Woll

Die Bundespolizisten Thorsten Falke (Wotan Wilke Möhring) und Katharina Lorenz (Petra Schmidt-Schaller) versuchen, den Tod eines afrikanischen Asylbewerbers auf eigene Faust aufzuklären. © NDR/Andreas Fischerkoesen
Die Bundespolizisten Thorsten Falke (Wotan Wilke Möhring) und Katharina Lorenz (Petra Schmidt-Schaller) versuchen, den Tod eines afrikanischen Asylbewerbers auf eigene Faust aufzuklären. © NDR/Andreas Fischerkoesen

Der Gewinner des Deutschen FernsehKrimi-Festivals 2016 ist die Produktion „Tatort – Verbrannt“ (NDR). Im Mittelpunkt des Films steht der Tod eines afrikanischen Asylbewerbers, der verdächtigt wird, für eine Schleuserbande gearbeitet zu haben. Als er nach seiner Verhaftung unter ungeklärten Umständen stirbt, ermitteln die Kommissare Thorsten Falke und Katharina Lorenz auf eigene Faust. Das Buch des Films, der auf einem realen Fall beruht, stammt von Stefan Kolditz, Regie führte Thomas Stuber. In den Hauptrollen sind Petra Schmidt-Schaller und Wotan Wilke Möhring zu sehen. Produziert wurde der Film von der Wüste Medien GmbH (Björn Vosgerau, Uwe Kolbe).

Petra Schmidt-Schaller,Darstellerin, Thomas Stuber, Regie, Jenny Schily, Laudatio, Bärbel Schäfer (Moderation), Christian Grunderath,Leiter der NDR-Abteilung Film, Familie, Serie, Dominik Kraemer, Redaktion. Foto © massow-picture
Petra Schmidt-Schaller,Darstellerin, Thomas Stuber, Regie, Jenny Schily, Laudatio, Bärbel Schäfer (Moderation), Christian Grunderath,Leiter der NDR-Abteilung Film, Familie, Serie, Dominik Kraemer, Redaktion. Foto © massow-picture

Die Jury begründet ihre Entscheidung: „Das kluge Buch von Stefan Kolditz und die behutsame Regie von Thomas Stuber schaffen – auch dank der klugen Musikauswahl – eine berührende, intensive Atmosphäre, die einen lange über das Sehen des Films hinaus nicht loslässt. Bis in die Nebenrollen haftet allen Figuren eine Ambivalenz an, die sie so überzeugend macht. Der Polizist Mehmet Mutlu, der sich nach seiner vergangenen deutschen Heimat sehnt oder die Polizistin Maria Sombert, die zerrissen zwischen dem Mut zur Wahrheit und der Angst vor Ausgrenzung beinahe zerbricht.“

Gewinner-TV-Krimi der Publikumsjury

Wiesbadener Publikumsjury  zeichnen „Die Ungehorsame“ (Sat.1) mit dem Publikumspreis aus. Foto © massow-picture
Wiesbadener Publikumsjury zeichnen „Die
Ungehorsame“ (Sat.1) mit dem Publikumspreis aus. Foto © massow-picture

Die fünf Wiesbadener Bürgerinnen und Bürger der Publikumsjury zeichnen „Die Ungehorsame“ (Sat.1) mit dem Publikumspreis aus. „Wir sind einstimmig zu dem Entschluss gekommen, den Preis an den grandios gespielten Justizkrimi ‚Die Ungehorsame‘ zu verleihen. Die Sat.1-Produktion

Bärbel Schäfer, Moderatorin, Holger Haase, Regie, Felicitas Woll, Darstellerin, Michael Helfrich,Buch, Max Peter, Laudator u. Sprecher der Publikums-Jury, 18 Jahre alt. Foto © massow-picture
Bärbel Schäfer, Moderatorin, Holger Haase, Regie, Felicitas Woll, Darstellerin, Michael Helfrich,Buch, Max Peter, Laudator u. Sprecher der Publikums-Jury, 18 Jahre alt. Foto © massow-picture

überzeugt durch faszinierende Charaktertiefe, allein die Figur von Felicitas Woll geht einem sofort nah und lässt einem nichts anderes übrig, als sich in ihre Rolle hineinzuversetzen“, sagt die Publikumsjury über diesen Film. Für die Regie ist Holger Haase verantwortlich, das Buch schrieb Michael Helfrich. Produziert wurde er von Ninety-Minute Film GmbH (Ivo-Alexander Beck). In den Hauptrollen des Dramas um eine misshandelte Frau, die angeklagt ist, ihren Mann getötet zu haben, spielen Felicitas Woll und Marcus Mittermeier.

Sonderpreise für herausragende Einzelleistungen für Petra Schmidt-Schaller, Edin Hasanovic und Christian Petzold

Für die Darstellung der Bundespolizistin Katharina Lorenz in der Produktion „Tatort – Verbrannt“ (NDR) zeichnet die Jury Petra Schmidt-Schaller als beste Darstellerin aus. Die Jury sagt zu dieser Leistung: „Petra Schmidt-Schaller schafft es, durch ihre großartige schauspielerische Leistung die Zuschauer in diesem erschütternden Fall ganz nah bei sich zu behalten. Sie lässt uns ganz unmittelbar an ihrem inneren Dilemma teilhaben. (…) Nie lässt sie uns im Zweifel über ihre Haltung, fein zeigt sie, wie sie ankämpft, wie sie moralisch intakt bleibt, obwohl ihr die Kräfte schwinden, wie sie weg von der Kommissarin immer mehr Mensch wird: fein, intensiv, klug, einfach großartig.“

Preisträger Edin Hasanovic für die Rolle des Luka Moravac in der WDR-Produktion „Auf kurze Distanz“ hier mit seinem Laudator Ernst Szebedits (Vorstand der Murnau-Stiftung) Foto © massow-picture
Preisträger Edin Hasanovic für die Rolle des Luka Moravac in
der WDR-Produktion „Auf kurze Distanz“ hier mit seinem Laudator Ernst Szebedits (Vorstand der Murnau-Stiftung) Foto © massow-picture

Den Preis als bester Darsteller erhält Edin Hasanovic für die Rolle des Luka Moravac in der WDR-Produktion „Auf kurze Distanz“. „Edin Hasanovic gelingt es, mit unglaublicher Intensität das dramatische Potential seiner Rolle als Luka auszuschöpfen. In jeder Phase des Films schafft er es, mit großer Sinnlichkeit und Körperlichkeit einen zerrissenen und in familiären Banden aufgehobenen und zugleich gefangenen Charakter spür- und sichtbar zu machen. Die Bandbreite seiner Ausdrucksmöglichkeiten ist beeindruckend und frei von Klischees“, begründet die Jury ihre Entscheidung.

Einen Sonderpreis für eine herausragende Einzelleistung erhält der Regisseur Christian Petzold für die Regie von „Polizeiruf 110 – Kreise“ (BR). „Wir sind zutiefst beeindruckt von Ihrer so feinen, fast zärtlichen Regiearbeit am ‚Polizeiruf 110 – Kreise‘. Wir hängen an den Lippen von Matthias Brandt und Barbara Auer, wenn sie uns spüren lassen, um wie viel schöner die Arbeit eines Kommissars ist, wenn man sich für sein Gegenüber interessiert und den Tag mit einem Lale Andersen Song in einer griechischen Taverne ausklingen lässt, und wir danken Ihnen für Ihre Liebe zum sogenannten ‚versteckten‘ Gefühl, das uns Matthias Brandt großartig vorführt, als er von seiner Kollegin alleine gelassen wird, weil sie zurück nach Hamburg geht“, gratuliert die Jury dem Filmemacher.

Die Preise wurden am Freitagabend, 11. März, bei der Preisverleihung in der Caligari FilmBühne überreicht. Die Moderatorin war Bärbel Schäfer.

Rose-Lore Scholz Kulturdezernentin der Landeshauptstadt Wiesbaden eröffnete das Deutsche Fernsehkrimifestival, hier im Talk mit Moderatorin Bärbel Schäfer. Foto © massow-picture
Rose-Lore Scholz Kulturdezernentin der Landeshauptstadt Wiesbaden eröffnete das Deutsche Fernsehkrimifestival, hier im Talk mit Moderatorin Bärbel Schäfer. Foto © massow-picture

„Die Wahl für die Jury war auch in diesem Jahr nicht einfach. Im Wettbewerb standen hervorragende und von der Machart her sehr unterschiedliche Filme. Ich freue mich über die Entscheidung der Jury für den Film ‚Tatort – Verbrannt‘. Die Publikumsjury unserer krimibegeisterten Stadt hat mit der Entscheidung für ‚Die Ungehorsame‘ ebenfalls wieder ein gutes Händchen bewiesen“, begrüßt Kulturdezernentin Rose-Lore Scholz die Wahl der beiden Jurys.

 

 

Festivalleiterin Cathrin Ehrlich gibt dem Festival  mit ihrem Team eine ganz persönliche besondere Note, wovon am Abend viele der Teilnehmer und Gewinner schwärmten.  Foto © massow-picture
Festivalleiterin Cathrin Ehrlich gibt dem Festival mit ihrem Team eine ganz persönliche besondere Note, wovon am Abend viele der Teilnehmer und Gewinner schwärmten. Foto © massow-picture

„Die Resonanz des Publikums und der Filmschaffenden zeigt, dass wir mit der Auswahl der Filme und dem angebotenen Rahmenprogramm die richtigen Entscheidungen getroffen haben. Besonders hat mich gefreut, dass wir dem Publikum und den Fachkolleginnen und -kollegen mit dem Branchentreff und der Arte Preview noch etwas Besonderes bieten konnten“, zieht Festivalleiterin Cathrin Ehrlich am Ende des Deutschen FernsehKrimi-Festivals 2016 ihr ganz persönliches Resümee.

In der Jury des Deutschen FernsehKrimi-Festivals 2016 haben der Schauspieler und Drehbuchautor Rainer Ewerrien, der Schriftsteller Wolfgang Schorlau, die Schauspielerinnen Jenny Schily und Aglaia Szyszkowitz sowie der Vorstand der Murnau-Stiftung, Ernst Szebedits, über die Preisträger entschieden. Die fünf Wiesbadener Bürgerinnen und Bürger der Publikumsjury wurden über eine Verlosung des Wiesbadener Kuriers ermittelt.

Das Deutsche FernsehKrimi-Festival findet seit 2005 jedes Jahr im März statt. Zehn deutschsprachige Fernsehkrimis stehen dabei im Wettbewerb. Die Filme werden an drei Tagen in dem Programmkino Caligari FilmBühne gezeigt. 2016 findet das Festival vom 8. bis 13. März statt. Den Abschluss findet es in der Nacht vom 12. auf den 13. März mit einer Langen Fernsehkrimi-Nacht, in der noch einmal alle Wettbewerbsfilme zu sehen sind.

Das Deutsche FernsehKrimi-Festival ist eine Veranstaltung des Kulturamts der Landeshauptstadt Wiesbaden mit Unterstützung durch das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst, den Hessischen Rundfunk, satis&fy und dem Weingut Udo Ott, in Kooperation mit dem Medienzentrum Wiesbaden, der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung und dem Wiesbadener Kurier. Für die musikalische Begleitung des Abends sorgte die als Film- und Fernsehheldin, Krankenschwester und Kabarettistin bekannt gewordene Maren Kroymann, die sich hier mit ihrem aktuellen Show-Programm „In My Sixties“ outete.

Maren Kroymann, die „bald das 50jährige Jubiläum ihrer Pubertät feiert“, versetzte  mit ihrer Band den Saal musikalisch in die Zeit der 60er Jahre  und  plauderte zudem ein wenig aus dem Nähkästen ihrer ersten Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht. Foto © massow-picture
Maren Kroymann, die „bald das 50jährige Jubiläum ihrer Pubertät feiert“, versetzte mit ihrer Band den Saal musikalisch in die Zeit der 60er Jahre und plauderte zudem ein wenig aus dem Nähkästen ihrer ersten Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht. Foto © massow-picture

Erfolgreiche Eröffnung des Deutschen Fernsehkrimifestivals 2016 am 8. März in der Filmbühne Caligari

Rose-Lore Scholz, Kulturdezernentin der Landeshauptstadt Wiesbaden und Cathrin Ehrlich begrüßen die Gäste des "schönsten Kinos der Welt" (Scholz), Filmbühne Caligari in Wiesbaden. Foto © massow-picture
Rose-Lore Scholz, Kulturdezernentin der Landeshauptstadt Wiesbaden und Cathrin Ehrlich begrüßen die Gäste des „schönsten Kinos der Welt“ (Scholz), Filmbühne Caligari in Wiesbaden. Foto © massow-picture

Mit der ZDF-Produktion „Vertraue mir“ wurde am Dienstag, 8. März 2016, 20.00 Uhr, das 12. Deutsche FernsehKrimi-Festival 2016 von Kulturdezernentin Rose-Lore Scholz und der Leiterin des Deutschen Fernsehkrimifestivals Cathrin Ehrlich vor ausverkauftem Haus eröffnet. Einer der Hauptdarsteller, der Schauspieler August Zirner, war umschwärmter Gast der Premiere. Beim anschließenden Filmgespräch mit Moderator Knut Elstermann beantworteten neben ihm der Schauspieler Sascha A. Gersak, der Drehbuchautor John-H. Karsten und die Produzenten des Films Sam Davisund Kim Fatheuer Fragen zu Produktion.

Marc (Jürgen Vogel), EDV-Chef eines großen Frankfurter Bankhauses, wird durch seine Geliebte in einen Wirtschaftskrimi hineingezogen. © ZDF/Martin Valentin Menke
Marc (Jürgen Vogel), EDV-Chef eines großen Frankfurter Bankhauses, wird durch seine Geliebte in einen Wirtschaftskrimi hineingezogen. © ZDF/Martin Valentin Menke

In „Vertraue mir“ spielte Zirner an der Seite von Julia Koschitz und Jürgen Vogel in einem hintergründigen Beziehungsdrama um Verrat, Geld und Liebe, in dem keiner der Beteiligten die Kontrolle verlieren will: Elena, der Shooting Star des Bankhauses Ahrends & Oppermann, wird von einem Tag auf den anderen aus allen Meetings ausgeschlossen. Auch ihr Chef, Dr. Ahrends (August Zirner), ist nicht mehr für sie zu sprechen. Gemeinsam mit dem EDV-Chef Marc (Jürgen Vogel) sucht sie nach den Gründen.

vl. Moderator Knut Elstermann im anschließenden Gespräch mit den Produzenten Sam Davis, Kim Fatheuer, Daniel Blum, Drehbuchautor John-H. Karsten und den Schauspielern August Zirner und Sascha Alexander Geršak. Foto © massow-picture
vl. Moderator Knut Elstermann im anschließenden Gespräch mit den Produzenten Sam Davis, Kim Fatheuer, Daniel Blum, Drehbuchautor John-H. Karsten und den Schauspielern August Zirner und Sascha Alexander Geršak. Foto © massow-picture

Weitere Gäste bei der Eröffnung des Deutschen FernsehKrimi-Festivals 2016 waren unter anderen die Schauspielerinnen Aglaia Szyszkowitz, die gerade an der Seite von Samuel Finzi in „Seitensprung mit Freunden“ zu sehen war, und Jenny Schily. Sie sind gemeinsam mit dem Schauspieler und Drehbuchautor Rainer Ewerrien, dem Schriftsteller Wolfgang Schorlau und dem Vorstand der Murnau-Stiftung, Ernst Szebedits, Mitglieder der diesjährigen Jury.

Margareta Broich, die Schauspielerin, die sich in dem ungewöhnlichen Tatort „Wer bin ich?“ selber spielt, wird am Mittwoch, 9. März, 19.30 Uhr, zur Vorführung der HR-Produktion in die Caligari FilmBühne erwartet. Weitere Gäste des Festivals sind Felicitas Woll, Edin Hasanovic, der im Februar als bester Nachwuchsschauspieler mit einer Goldenen Kamera ausgezeichnet wurde, Rainer Bock, der RegisseurChristian Petzold und der Drehbuchautor und Schriftsteller Friedrich Ani.

Das 12. Deutsche FernsehKrimi-Festival 2016 findet vom 8. bis 13. März 2016in der Caligari FilmBühne/Wiesbaden statt. Der Deutsche FernsehKrimi-Preiswird am 11. März in der Caligari Filmbühne verliehen. Das Festival endet mit der Langen FernsehKrimi-Nacht am 12./13. März.

Nachwuchsstar u. Preisträger der Goldenen Kamera Edin Hasanovic kommt zum Deutschen FernsehKrimi-Festival 2016 nach Wiesbaden

Klaus (Tom Schilling) übertrifft die Erwartungen von Dudek und gewinnt in kürzester Zeit die Freundschaft von Luka (Edin Hasanovic, r), Aco Gorics Neffen. Durch ihn bekommt er den nötigen Zugang zum familiär gehaltenen Kreis der Wettmafia. © WDR/UFA FICTION GmbH/Jakub Bejnarowicz
Klaus (Tom Schilling) übertrifft die Erwartungen von Dudek und gewinnt in kürzester Zeit die Freundschaft von Luka (Edin Hasanovic, r), Aco Gorics Neffen. Durch ihn bekommt er den nötigen Zugang zum familiär gehaltenen Kreis der Wettmafia.
© WDR/UFA FICTION GmbH/Jakub Bejnarowicz

Der Preisträger der Goldenen Kamera spricht mit Schülern über seinen aktuellen Film

„Ich liebe alles, was extrem ist. Es macht Spaß, dass ich in meinen Filmen so sehr an die Grenzen gehen darf.“, sagt der Nachwuchsstar Edin Hasanovic über seine Rolle des Luka Moravac in dem Film „Auf kurze Distanz“. Der Film ist eine von zwei Produktionen, die beim Deutschen FernsehKrimi-Festival 2016 in Zusammenarbeit mit dem Medienzentrum Wiesbaden e. V. in Schulvorstellungen gezeigt werden. Schauspieler Edin Hasanovic ist bei der Vorführung des Films in der Caligari FilmBühne in Wiesbaden am Donnerstag, 10. März, 10.00 Uhr, dabei und wird im Anschluss den Schülern ihre Fragen beantworten. Schulen können sich für die Vorführung und das anschließende Filmgespräch direkt beim Medienzentrum anmelden. (kontakt@medienzentrum-wiesbaden.de)

In der Produktion „Auf kurze Distanz“ von Philipp Kadelbach gewinnt der verdeckte Ermittler Klaus Roth (Tom Schilling) das Vertrauen des Wettbetrügers Luka Moravac (Edin Hasanocvic) und kommt so schnell mit den großen Fischen des illegalen Sportwettgeschäfts in Kontakt. Unvermeidlich gerät Klaus aber auch in einen schwerwiegenden Loyalitätskonflikt: seine Zielperson Luka wird zu einem Freund, dem er täglich ins Gesicht lügen muss.

Der zweite Film, der im Rahmen der Zusammenarbeit mit dem Medienzentrum während des Deutschen FernsehKrimi-Festivals zu sehen ist, ist der „Tatort – Verbrannt“ mit Petra Schmidt-Schaller und Wotan Wilke Möhring. Dieser Film wird am Mittwoch, 9. März, 10.00 Uhr, in der Caligari FilmBühne gezeigt. Zu dem anschließenden Filmgespräch werden die Darstellerin Annika Kuhl, der Fernsehspielchef des NDR, Christian Granderath, und der Produzent des Films Björn Vosgerau erwartet.

Das Deutsche FernsehKrimi-Festival findet in diesem Jahr vom 8. bis 13. März in Wiesbaden statt. Zehn Fernsehkrimis stehen im Wettbewerb um den Deutschen FernsehKrimi-Preis. Zwei der zehn Filme werden in Zusammenarbeit mit dem Medienzentrum Wiesbaden e. V. als Schulvorstellung gezeigt. Sie sind im Rahmen der Reihe „Kino macht Schule“ zu sehen.

Fernsehkrimifestival: Talente „Branchentreff“ am 11. März 2016 im Wiesbadener Presseclub Villa Clementine

Volltreffer oder voll daneben – der Fernsehkrimi auf der Suche nach neuen Formen? Freitag, 11. März,  17.00 Uhr
Volltreffer oder voll daneben – der Fernsehkrimi auf der Suche nach neuen Formen? Freitag, 11. März, 17.00 Uhr

Erstmals findet im Rahmen des Deutschen FernsehKrimi-Festivals ein Branchentreff für TV- und Filmschaffende von TOP Talente e. V. statt. Das Thema lautet: „’Volltreffer!‘ oder ‚Voll daneben!‘ – Fernsehkrimis auf der Suche nach neuen Formen?“ Der Talente „Branchentreff“ ist eine moderierte Veranstaltungsreihe für Fernseh- und Filmschaffende sowie Medieninteressierte mit hochrangigen Gästen aus der Branche zu aktuellen Themen und abschließender Publikumsdiskussion. Im Mittelpunkt steht der praxisnahe Austausch unter den kreativ Filmschaffenden.

Diskussionsteilnehmer auf dem Podium:
Liane Jessen, Leiterin Fernsehspiel und Spielfilm, HR
Rainer Unruh, Redakteur, TV Spielfilm
Jan Kruse, Produzent, Saxonia Media Filmproduktion GmbH
Jochen Greve, Autor und Vorstand Deutsche Akademie für Fernsehen, Sektion Drehbuch
Moderation: Imogen Nabel, Vorsitzende TOP:Talente e.V.

Zum Thema:

„Volltreffer!“ oder „Voll daneben!“ – Fernsehkrimis auf der Suche nach neuen Formen?
„Jetzt haben sie fast ähnlich viele Zuschauer: 7,06 Millionen wollten am 28.12.2015 Tukurs „Tatort: Wer bin ich?“ sehen, 7,69 Millionen schalteten am 3.1.2016 Schweigers „Fegefeuer“ ein. Doch die Art, wie beide mit dem Genre Krimi und der Marke „Tatort“ umgehen, ist komplett gegensätzlich. Der eine macht Kunst, der andere Handwerk.“ So leitet Rainer Unruh im TV-Spielfilm-TATORT-Blog seinen Beitrag über die „TATORT-Debatte“ ein.

Krimis in allen Formen und Formaten sind das Lieblingsgenre des deutschen Fernsehens. Gemordet wird in Eigen- und Kaufproduktionen, in Groß- und Kleinstädten, auf dem Lande, zu Wasser und sogar in der Luft. Den Löwenanteil an Sendeplätzen beanspruchen Reihen und Serien: Die Zuschauer verfolgen liebgewordene Ermittler oder eingespielte Teams an bestimmten, mehr oder weniger ‚atmosphärischen‘ Orten. Die Eckdaten und Bausteine der jeweiligen Produktion sind klar: Das Thema ist Mord.

Und das schon seit vielen, vielen Jahren: Im Oktober dieses Jahres wird der 1000. Tatort über die Bildschirme flimmern. Da ist dann schon die eine oder andere Ermüdungserscheinung zu vermuten. Am Stoff eines Krimis lässt sich aber wenig ändern, schwerlich käme er ohne Täter und Tote aus. Umso mehr aber lädt dann die Form dazu ein, Neuland zu suchen und zu experimentieren: Denn Krimi-Stoffe können mit allen möglichen Genres vermählt werden: Mit Komödie, Tragödie, Sozialdrama, Arthaus. Und vielleicht lassen sich sogar alle Genres miteinander vermischen. Mit einiger Fantasie können wir jetzt schon den lustigen Tatort aus Münster vorausahnen, der in Gestalt einer antiken griechischen Tragödie daherkommt…

Aber schmeckt das auch dem Zuschauer? Denn der ist oft ganz anderer Meinung als Kritiker und Macher, was Seh-Spaß und Qualität angeht. Und äußert dies auch lautstark. Steht der klassische Krimi am Wendepunkt? Sind die Themen ausgereizt?Haben neue Formen Chancen? Und welche dann?

Foto © massow-picture
Foto © massow-picture

Zeit und Ort
Freitag, 11. März 2016, 17.00 Uhr (Einlass 16.40 Uhr)
im Presseclub, Villa Clementine,
Wiesbaden, Frankfurter Str. 1

Deutsches FernsehKrimi-Festival 2016 vom 8. bis 13. März 2016 in der Caligari FilmBühne, Wiesbaden

Hauptkommissarin Ellen Berlinger (Heike Makatsch). © SWR/Ziegler Film
Hauptkommissarin Ellen Berlinger (Heike Makatsch).
© SWR/Ziegler Film

Auftakt mit der Premiere des Freiburger Tatortes mit Heike Makatsch / August Zirner zu Gast bei der Eröffnung des Festivals/Jenny Schily und Aglaia Szyszkowitz in der Jury / Diskussion über die Rolle von Migranten im Fernsehkrimi / Musikalischer Gast der Preisverleihung: Maren Kroymann

Das ausführliche Programm des Deutschen FernsehKrimi-Festivals 2016 finden Sie im beiliegenden Programmheft.

Einen Blick auf die oft bittere gesellschaftliche Realität böten die Produktionen des Deutschen FernsehKrimi-Festivals 2016; so beschreibt Cathrin Ehrlich, die Leiterin des Festivals, das vom 8. bis 13. März 2016 in Wiesbaden stattfindet, das Feld der zehn Wettbewerbsfilme. In den Filmen wird Zwangsprostitution von Kindern, Misshandlung in der Ehe, das harte Geschäft der Sportwetten wie auch der soziale Druck in einem kleinen Dorf zum Thema gemacht.

Eine aktuelle gesellschaftspolitische Frage greift auch die Diskussion des Festivals unter Leitung der Moderatorin des 3sat-Magazins „Kulturzeit“, Cécile Schortmann, auf: Wie werden Migranten und Deutsche mit Migrationshintergrund in deutschen Fernsehkrimis dargestellt?

Auftaktfilme am 6. und 8. März
Public Viewing – 20.15 Uhr Tatort – Auf einen Schlag.Kommissarin Karin Gorniak (Karin Hanczewski, li.) in der Garderobe der Schlagersängerin Tina Derlinger (Alexandra Finder, re.), im Beisein von Tinas Manager Rollo Marquard (Hilmar Eichhorn, Mi.). © MDR/Andreas Wünschirs
Public Viewing – 20.15 Uhr
Tatort – Auf einen Schlag.Kommissarin Karin Gorniak (Karin Hanczewski, li.) in der Garderobe der Schlagersängerin Tina Derlinger (Alexandra Finder, re.), im Beisein von Tinas Manager Rollo Marquard (Hilmar Eichhorn, Mi.). © MDR/Andreas Wünschirs

Zum Auftakt des Festivals stehen zwei Premieren auf dem Programm: Bereits am Sonntag, 6. März, ist um 18.00 Uhr  im „Tatort im Doppelpack“ außerhalb des Wettbewerbs die Premiere des Freiburger Tatortes „Fünf Minuten Himmel“ (SWR) mit Heike Makatsch als Kommissarin zu sehen sowie ab 20.15 Uhr den „Tatort auf einen Schlag“.

Marc (Jürgen Vogel), EDV-Chef eines großen Frankfurter Bankhauses, wird durch seine Geliebte in einen Wirtschaftskrimi hineingezogen. © ZDF/Martin Valentin Menke
Marc (Jürgen Vogel), EDV-Chef eines großen Frankfurter Bankhauses, wird durch seine Geliebte in einen Wirtschaftskrimi hineingezogen. © ZDF/Martin Valentin Menke

Zwei Tage später, am Dienstag, 8. März, wird der Wettbewerb des Festivals mit der ZDF-Produktion „Vertraue mir“ eröffnet. Zu dieser Premiere werden der Schauspieler August Zirner sowie die Regisseurin Franziska Meletzky und der Drehbuchautor John H. Karsten erwartet.

In der Jury des Festivals sind mit Jenny Schily und Aglaia Szyszkowitz zwei bekannte und krimierfahrene Schauspielerinnen. Weitere prominente Gäste im Laufe der Woche sind Felicitas Woll, Edin Hasanovic, der im Februar als bester Nachwuchsschauspieler mit einer Goldenen Kamera ausgezeichnet wurde, der Regisseur Christian Petzold und der Schriftsteller Friedrich Ani. Außerdem werden die Hauptdarsteller der Filme „Trash Detective“ Rudolf Waldemar Brem und des österreichischen Wettbewerbsbeitrages „Wenn Du wüsstest, wie schön es hier ist“, Gerhard Liebmann, in Wiesbaden dabei sein.

Als musikalischer Gast bei der Preisverleihung wird die Schauspielerin Maren Kroymann auf der Bühne stehen.

Mit Knut Elstermann wird 2016 erstmals ein in der Branche bekannter Filmkritiker die Filmgespräche des Wettbewerbs moderieren. „Kino King Knut“ wie der Moderator von seinen Fans in Berlin genannt wird, ist ein bekennender Fernsehkrimifan. Eine weitere Neuerung ist der Branchentreff „TOP Talente“ am Freitag, 11. März.

Die Ungehorsame (Sat.1). Leonie Keller (Felicitas Woll, rechts) wird immer wieder von ihrem Ehemann Alexander (Marcus Mittermaier, links) misshandelt. © Sat.1/Bettina Krehl
Die Ungehorsame (Sat.1). Leonie Keller (Felicitas Woll, rechts) wird immer wieder von ihrem Ehemann Alexander (Marcus Mittermaier, links) misshandelt. © Sat.1/Bettina Krehl

Der Wettbewerb Zwei Produktionen von Sat.1 vertreten Nachdem 2015 die privaten Sender nicht im Wettbewerb vertreten waren, können sich die Besucherinnen und Besucher 2016 auf zwei Filme von Sat.1 freuen: das bereits mit dem 3sat-Zuschauerpreis ausgezeichnete Krimidrama „Die Ungehorsame“ sowie die bildstarke und opulent ausgestattete Produktion „Mordkommission Berlin 1“ aus dem Berlin der 1920er Jahre. Insgesamt wurden 58 Produktionen von privaten und öffentlich-rechtlichen Sendern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz eingereicht. Die Vorjury wählte daraus die zehn Produktionen aus, die nun beim Deutschen FernsehKrimi-Festival zu sehen sind.

In der Jury entscheiden die Schauspielerinnen Jenny Schily und Aglaia Szyszkowitz, der Schriftsteller und Krimistipendiat der Landeshauptstadt Wiesbaden Wolfgang Schorlau, der Schauspieler und Drehbuchautor Rainer Ewerrien sowie der Vorstand der Murnau-Stiftung Ernst Szebedits über den Gewinner des Deutschen FernsehKrimi-Preises 2016 sowie drei Sonderpreise für herausragende Einzelleistungen. Eine Publikumsjury des Wiesbadener Kuriers prämiert den Gewinner des Publikumspreises.

Moderation der festlichen Preisverleihung: Bärbel Schäfer.© Jerome Grafenstein
Moderation der festlichen Preisverleihung: Bärbel Schäfer.© Jerome Grafenstein

Die Preise werden bei der festlichen Preisverleihung am Freitag, 11. März, 20.00 Uhr, in der Caligari FilmBühne überreicht. Moderiert wird der Abend von Bärbel Schäfer. Die Schauspielerin, Kabarettistin und Sängerin Maren Kroymann wird den Abend mit Ausschnitten aus ihrem Programm „In My Sixties“ musikalisch begleiten.

 

 

Krimifans können alle Filme des Wettbewerbs in der langen Fernsehkrimi-Nacht von Samstag, 12. März, 19.30 Uhr, bis Sonntag, 12.30 Uhr noch einmal in der Caligari FilmBühne ansehen.

Das Rahmenprogramm Zwei neue Tatort-Teams am 6. März – Diskussion über die Frage nach der Darstellung von Migranten im Fernsehkrimi

Bereits am Freitag, 4. März, 19.30 Uhr, lädt das Literaturhaus Villa Clementine zur Vorstellung des diesjährigen Krimi-Stipendiaten Wolfgang Schorlau ein. Schorlau berichtet in einem Werkstattgespräch über seine Arbeit als Autor, seine Recherchemethoden, die aktuellen gesellschaftspolitischen Bezüge in seinen Büchern sowie über die Verfilmung seiner Krimis rund um den Privatermittler Dengler.

Am Sonntag, 6. März, 17.00 Uhr, eröffnet die Ausstellung „Im letzten Hemd“ des Fotokünstlers Thomas Balzer. Der Fotograf hatte unterschiedliche Menschen darum gebeten, sich mit einem Gegenstand, den sie gerne mit ins Grab nehmen möchten, in einem Sarg fotografieren zu lassen. Entstanden sind erstaunliche Bilder, die bis zum 13. März im Foyer der Caligari FilmBühne zu sehen sind.

Zwei neue Tatort-Teams können Fans am Sonntag, 6. März 2016, auf der großen Leinwand der Caligari FilmBühne erleben: Um 18.00 Uhr wird Heike Makatsch in der Premiere des Tatortes „Fünf Minuten Himmel“ zum ersten Mal als Freiburger Kommissarin Ellen Berlinger zu sehen sein und im Tatort „Auf einen Schlag“ präsentiert sich um 20.15 Uhr, zeitgleich zur Ausstrahlung im Ersten, das neue Team des Tatortes aus Sachsen. Alwara Höfels und Karin Hanczewski spielen die Dresdner Hauptkommissarinnen Henni Sieland und Karin Gorniak.

In der Pause zwischen beiden Filmen werden die Regisseurin Katrin Gebbe, der Schauspieler Max Thommes und SWR-Redakteur Ulrich Herrmann über die Produktion des Tatortes „Fünf im Himmel“ berichten, der am Ostersonntag im Ersten ausgestrahlt wird.

Schimanski und Thanner machten sich kurz nach der Wende auf in den Osten und trafen dort auf das Team des „Polizeiruf 110“. „Tatort“ und „Polizeiruf 110“ gingen in dem Film „Unter Brüdern“ 1990 eine kurze und einmalige Beziehung ein. Dieser Film ist Teil einer Retrospektive „45 Jahre Polizeiruf 110“. Im Juni 1971 ging „Polizeiruf 110“ im DDRFernsehen auf Sendung. Die Regierung wünschte sich ein ostdeutsches Pendant zum erfolgreichen „Tatort“ des Westfernsehens. Das „Murnau-Filmtheater“ zeigt am Mittwoch, 9. März, und Donnerstag, 10. März, jeweils ab 18.00 Uhr, im Rahmen des Deutschen FernsehKrimi-Festivals 2016 zwei Folgen „Polizeiruf 110“ aus der DDR-Zeit und zwei Folgen aus der Zeit der Wende.

2012 hat sich Mehmet Kurtulus von der Rolle des Tatort-Ermittlers Cenk Batu verabschiedet. Außer seinem Kollegen Erdogan Atalay, der seit 1996 als Autobahnkommissar Semir Gerkhan in der RTL-Serie „Cobra 11“ zu sehen ist und dem nimmermüden Ivo Batic, gespielt von Miroslav Nemec, gibt es kaum Kommissare mit Migrationshintergrund in Fernsehkrimis. Sie sind Opfer, sie sind Täter, selten aber die Stars. Welches Bild von Migranten und Deutschen mit Migrationshintergrund sollte der Fernsehkrimi vermitteln – abseits von Klischees? Unter dem Titel „Täter, Opfer oder mehr? – Welche Rolle spielen Migranten im Fernsehkrimi?“ diskutiert am Mittwoch, 9. März, 18.00 Uhr, die Moderatorin Cécile Schortmann mit Gaby Babic, Leiterin von „goEast – Festival des mittel- und osteuropäischen Films“, Christian Granderath, Leiter der NDR-Abteilung Film, Familie & Serie/NDR, und dem Schauspieler Patrick Abozen. Der Sohn deutsch-äthiopischer Eltern war bereits im Hamburger Tatort „Feuerteufel“ im Ermittler-Team. Krimi-Fans kennen ihn auch aus „Stubbe“, „Nachtschicht“ und „SOKO“.

„Volltreffer oder voll daneben – Der Fernsehkrimi auf der Suche nach neuen Formen?“ lautet der Titel des Branchentreffs „TOP Talente“, der am Freitag, 11. März, 17.00 Uhr, erstmals beim Deutschen FernsehKrimi-Festival stattfindet. Der „Branchentreff“ ist eine moderierte Veranstaltungsreihe für Fernseh- und Filmschaffende sowie Medieninteressierte mit hochrangigen Gästen aus der Branche. „TOP Talente e. V. Akademie für Film- und Fernsehschaffende“ wurde 2002 gegründet. Die Akademie bietet Fortbildungs- und Austauschmöglichkeiten für Fernseh- und Filmschaffende. „TOP:Talente Branchentreff“ findet unter anderem auch im Rahmen der Berlinale statt.

Die Dokumentation „Krimis und das Dritte Reich“ erzählt von drei Schriftstellern aus Europa, die sehr erfolgreich Krimis schreiben, die in der Zeit des Nationalsozialismus angesiedelt sind. Darunter Volker Kutscher, der mit seinen Büchern über Kommissar Rath ein großes Publikum erreicht. Gemeinsam mit ARTE und dem Literaturhaus Villa Clementine lädt das Deutsche FernsehKrimi-Festival am Freitag, 11. März, 18.00 Uhr, zu einer Preview der Produktion ein, die am 23. März in ARTE zu sehen sein wird. Im Anschluss an die Vorführung des Filmes spricht Urs Spörri mit dem Autor Christoph Rüter über die Entstehungsgeschichte und die Hintergründe des Films.

Das Deutsche FernsehKrimi-Festival wird veranstaltet vom Kulturamt der Landeshauptstadt Wiesbaden mit Unterstützung durch das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst, des Hessischen Rundfunks, satis&fy und dem Weingut Udo Ott, in Kooperation mit dem Medienzentrum Wiesbaden, der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung und dem Wiesbadener Kurier.

Das ausführliche Programm des Deutschen FernsehKrimi-Festivals 2016 finden Sie im beiliegenden Programmheft.

12. Deutsches FernsehKrimi-Festival – Filme stehen fest ab 8. März 2016

© Kulturamt der Stadt Wiesbaden
© Kulturamt der Stadt Wiesbaden

Die Filme des 12. Deutschen FernsehKrimi-Festivals in Wiesbaden stehen fest. Die Eröffnung ist am Dienstag, 8. März, mit der Premiere des Films „Vertraue mir“; Schauspieler August Zirner ist bei der Premiere anwesend.

Schwer fiel es den Juroren der Vorjury, die Wettbewerbsbeiträge für das diesjährige Deutsche FernsehKrimi-Festival, das vom 8. bis 13. März in der Caligari-Filmbühne in Wiesbaden stattfindet, auszuwählen. Die Leiterin des Festivals, Cathrin Ehrlich, wie auch die anderen Mitglieder der Vorjury lobten die vielen herausragenden Filme unter den 58 Einreichungen, aus denen nach langen Diskussionen zehn Produktionen ausgewählt wurden. „Ich freue mich besonders, dass wir in diesem Jahr mit ‚Die Ungehorsame‘ und ‚Mordkommission Berlin 1‘ zwei Produktionen von Sat.1 im Programm haben. Spannend und ungewöhnlich ist die Nachwuchsproduktion ‚Trash Detective‘ – ein schwäbischer Film Noir, für den sich die Mitglieder der Vorjury einstimmig ausgesprochen haben“, so Cathrin Ehrlich zu den Filmen des Deutschen FernsehKrimi-Festivals 2016.

Kulturdezernentin Rose-Lore Scholz, die ebenfalls der Vorjury angehörte, betont, wie wichtig ihr die gesellschaftliche Relevanz der Filme sei, die ausgewählt wurden. „Besonders bedeutend sind für mich die Filme ‚Operation Zucker. Jagdgesellschaft‘ über den Missbrauch von Kindern und ‚Die Ungehorsame‘ mit dem Thema Gewalt gegen Frauen – und das in einem Milieu, in dem wir es eigentlich nicht erwarten“, so die Kulturdezernentin.

Zur Eröffnung steht am Dienstag, 8. März, 20 Uhr, die Premiere „Vertraue mir“ vom ZDF auf dem Programm. Unter der Regie von Franziska Meletzky spielen darin unter anderen Julia Koschitz, Jürgen Vogel und August Zirner. Das Buch schrieb John-H. Karsten. Zu der Premiere werden unter anderen die Regisseurin Franziska Meletzky, die Schauspieler August Zirner und Sascha Alexander Gersak sowie der Drehbuchautor John-H. Karsten erwartet.

Übersicht über die Filme im Wettbewerb des Deutschen FernsehKrimi-Festivals 2016 sowie die Termine der Vorführung in der Caligari-Filmbühne, Marktplatz 9:

Dienstag, 8. März, 20 Uhr
Eröffnungsfilm
Vertraue mir
ZDF, Regie: Franziska Meletzky, Buch: John-H. Karsten, Franziska Meletzky
u. a. mit Julia Koschitz, Jürgen Vogel, August Zirner

Mittwoch, 9. März, 10 Uhr
Tatort – Verbrannt
NDR, Regie: Thomas Stuber, Buch: Stephan Kolditz
u. a. mit Wotan Wilke Möhring, Petra Schmidt-Schaller, Werner Wölbern

Mittwoch, 9. März, 13.30 Uhr
Die Ungehorsame
Sat.1, Regie: Holger Haase, Buch: Michael Helfrich
u.a. mit Felicitas Woll, Marcus Mittermeier, Alina Levshin

Mittwoch, 9. März, 16 Uhr
Operation Zucker. Jagdgesellschaft
BR/ARD Degeto, Regie: Sherry Hormann, Buch: Friedrich Ani, Ina Jung
u.a. mit Nadja Uhl, Misel Maticevic, André Szymanski

Mittwoch, 9. März, 19.30 Uhr
Tatort – Wer bin ich
HR, Regie & Buch: Bastian Günther
u.a. mit Ulrich Tukur, Barbara Philipp, Martin Wuttke

Mittwoch, 9. März, 21.45 Uhr
Trash Detective
SWR, Regie: Maximilian Buck, Buch: Michael Glasauer
u.a. mit Rudolf Waldemar Brem, Therese Hämer, Sebastian Fritz

Donnerstag, 10. März, 10 Uhr
Auf kurze Distanz
WDR/ARD Degeto, Regie: Philipp Kadelbach, Buch: Holger Karsten Schmidt, Oliver Kienle
u.a. mit Tom Schilling, Edin Hasanovic, Jens Albinus

Donnerstag, 10. März, 14.30 Uhr
Polizeiruf 110 – Kreise
BR, Buch & Regie: Christian Petzold
u.a. mit Matthias Brandt, Barbara Auer, Justus von Dohnányi

Donnerstag, 10. März, 17 Uhr
Wenn Du wüsstest, wie schön es hier ist
ORF, Regie: Andreas Prochaska, Buch: Stefan Hafner, Thomas Weingartner
u.a. mit Gerhard Liebmann, Simon Hatzl, Ines Honsel

Donnerstag, 10. März, 19 Uhr
Mordkommission Berlin 1
Sat.1, Regie: Marvin Kren, Buch: Arndt Stüwe, Benjamin Hessler
u.a. mit Friedrich Mücke, Frederick Lau, Tobias Moretti

In der Vorjury des Deutschen FernsehKrimi-Festivals 2016 entschieden Burkhard Althoff (stellvertretender Redaktionsleiter „Das kleine Fernsehspiel“/ZDF), Birgit Brandes (Redaktion fiktionale Filme und Serien ProSiebenSat1), Anne Even (ehemalige Arte/ZDF-Fernsehfilmredakteurin), Jürgen Heimbach (Redakteur „Kulturzeit“/3Sat, Krimiautor), Liane Jessen (Fernsehfilmchefin HR), Ulrike Leibfried (RTL-Redakteurin) sowie die Leiterin des Festivals Cathrin Ehrlich und die Kulturdezernentin der Landeshauptstadt Wiesbaden Rose-Lore Scholz über die Filme im Wettbewerb.

Der Kartenvorverkauf für das Deutsche Fernsehkrimi-Festival 2016 beginnt am Samstag, 20. Februar, ab 10 Uhr in der Tourist Information, Marktplatz 1, 65183 Wiesbaden.
Die Preisverleihung des Deutschen FernsehKrimi-Festivals findet am Freitag, 11. März, 20 Uhr, in der Caligari Filmbühne statt. Beendet wird das Festival wie im vergangenen Jahr mit der langen FernsehKrimi-Nacht am Wochenende 12. Und 13. März.

Das Festival ist eine Veranstaltung des Kulturamtes der Landeshauptstadt Wiesbaden mit Unterstützung durch das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst, den Hessischen Rundfunk, satis&fy und das Weingut Udo Ott, in Kooperation mit dem Medienzentrum Wiesbaden, der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, dem Literaturhaus Villa Clementine und dem Wiesbadener Kurier.