Kategorie-Archiv: Altes Gericht – Initiative Stadtmuseum

Thomas Bellincks »Das Museum: Haus der Europäischen Geschichte im Exil« im Alten Gericht noch bis 18. September

Das Alte Gericht in der Gerichtsstrasse in Wiesbaden dient mit seinem morbiden Charme noch bis 18. September 2016 als "Haus der Europäischen Geschichte im Exil" und zeigt rückblickend aus dem Jahr 2060 den Untergang der Europäischen Union. Untergang im Haus des Untergangs? © massow-picture
Das Alte Gericht in der Gerichtsstrasse in Wiesbaden dient mit seinem morbiden Charme noch bis 18. September 2016 als „Haus der Europäischen Geschichte im Exil“ und zeigt rückblickend aus dem Jahr 2060 den Untergang der Europäischen Union. Untergang im Haus des Untergangs? © massow-picture

Thomas Bellincks »Das Museum: Domo de Eŭropa Historio en Ekzilo« im Alten Gericht noch bis 18. September

Auch nach dem Ende der Wiesbaden Biennale weht noch ein wenig Festivalstimmung durch die Stadt: »Das Museum: Domo de Eŭropa Historio en Ekzilo« des belgischen Künstlers Thomas Bellinck im Alten Gericht ist noch bis 18. September zur Besichtigung geöffnet.

Die Öffnungszeiten sind
Dienstag bis Freitag 16:00 bis 20:00 Uhr (letzter Einlass um 19:30 Uhr)
Samstag & Sonntag 11:00 bis 18:00 Uhr (letzter Einlass 17:30 Uhr)

Montags ist das Museum geschlossen.

Rundgänge sind zu jeder halben Stunde möglich.
Durch die begrenzte Platzkapazität wird die Reservierung über die Theaterkasse empfohlen.
Eine Tageskasse am Spielort gibt es lediglich bei Verfügbarkeit von Karten. 

Karten sind außer an der Theaterkasse im Großen Haus telefonisch unter 0611.132 325 oder auf www.staatstheater-wiesbaden.de zu erwerben.

Biennale: „Haus der Stadtkultur und Stadtgeschichte“ ins Alte Gericht – Debatte am 1.09.2016 ab 15.00 h in der Agora am Warmen Damm

Treppenhaus des Neo-Renaissance-Gebäudes, jahrelang auch Kulisse von "Ein Fall für 2". Foto: Diether v. Goddenthow © massow-picture
Treppenhaus des Neo-Renaissance-Gebäudes, jahrelang auch Kulisse von „Ein Fall für Zwei“. Foto: Diether v. Goddenthow © massow-picture

Donnerstag 1.9. 15 Uhr
Imagine Wiesbaden: Zukunft der Stadt
Ein partizipativer Battle der Ideen

Was ist Wiesbaden – wer ist die Stadt?
Stadtentwicklung in Wiesbaden ist in den letzten Jahren immer wieder Ausgangspunkt für hitzige Debatten und Kontroversen geworden: Wer darf mitgestalten, wenn urbane und kulturelle Räume im historischen Zentrum Wiesbadens neu definiert werden? Wem gehört die Stadt? Es ist eine Diskussion um gesellschaftliche Teilhabe, Bürgerbeteiligung und urbane Zukunftsvisionen.

Gemeinsam mit der Initiative „Haus der Stadtkultur im Alten Gericht“ lädt die Wiesbaden Biennale ein zum Battle der Ideen.

Jede/r Redner/in bekommt 5 Minuten Redezeit in der Agora und stellt sich anschließend 3 Minuten lang den Fragen des Plenums: egal ob Künstler/in, Stadtverordnete/r, Aktivist/in, Beteiligungsmanager/in, Journalist/in, Rentner/in, Hochschulprofessor/in oder Jugendliche/r, die Regeln sind für alle gleich.

Und jeder darf mitreden.
Ein Nachmittag produktiver Streitkultur und aktiver Partizipation.

© massow-picture
© massow-picture

Ort
Das Open-Air-Parlaments (Agora) liegt neben dem Biennale-Festival-Zentrum am Warmen Damm.

 

 

Worum geht es? Das Alte Gericht

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Objekt des Streites zwischen „Stadtkulturhaus-Befürwortern“ und „-Gegnern“ ist das 1875 im Neo-Renaissance-Stil als Justizzentrum errichtete „Alte Gericht“, welches bis 2009 das „Amts- und Landgericht“ in Wiesbaden beherbergte und aufgrund seiner einzigartigen Baulichkeit auch zahlreichen Filmemachern als Kulisse diente, unter anderem für beinahe 300 ZDF-Folgen „Ein Fall für Zwei“ mit Theo Gärtner.

Statt  Zerstörung dieses einzigartigen Zeugnisses historischer Wiesbadener Baukultur als Stadt des Historismus, fordert die Initiative Haus der Stadtkultur und 6500 Unterzeichner einer Petition ein öffentlich zugängliches Haus der Stadtkultur und Stadtgeschichte* dort zu etablieren.

*Davon, dass das  Alte Gericht vom imposanten Archivkeller bis hin zur obersten Etage den idealen Rahmen einer (multi-)kulturellen Nutzung bieten würde, kann sich jede/r selbst überzeugen bei  einem Besuch im dort gastierenden „Haus der Europäischen Geschichte im Exil“. Dieses temporäre Museum hatte der niederländische Künstler Thomas Bellinck  im Rahmen der Wiesbaden Biennale eingerichtet. Es hat noch bis  zum 18.September 2016  geöffnet. Karten (5 Euro) können am besten an der Theaterkasse oder auch vor Ort erworben werden.

Zum Vorabstudium: Kleine Auswahl von  Beiträgen zum Thema:

2015.05.27 100 Persönlichkeiten der Stadt fordern Nutzung des Alten Gerichts als “Haus der Stadtkultur und Stadtgeschichte”

2015.05.28 Wiesbaden: Initiative fordert Stadtmuseum statt Wohnungen im Alten Gericht

2016.02.16 Altes Gericht in Wiesbaden: Initiative lotet Chancen für öffentliche Nutzung aus

2016.08.18 Gastkommentar: Hobbyhistorikeron Erika Noack plädiert für ein Haus der Stadtkultur in der Moritzstraße

Weitere Informationen zur Debatte und der Initiative Haus der Stadtkultur

internet:    www.altesgericht.de
zur Abstimmung: www.petition.altesgericht.de
Zum Blättern http://issuu.com/hausderstadtkultur
Broschüre zum Download: http://www.altesgericht.de/pdf/AltesGericht_Information.pdf

 

 

 

WIESBADEN BIENNALE STARTET IM ALTEN GERICHT MIT AUFBAU DER AUSSTELLUNG VON THOMAS BELLINCK

altesgericht450Das Alte Gericht wird während der Wiesbaden Biennale die Ausstellung „Domo de Eŭropa Historio en Ekzilo (Haus der europäischen Geschichte im Exil) des belgischen Künstlers Thomas Bellinck beherbergen. Der Starschuss für die Aufbauarbeiten fiel am Montag, als ein Sattelschlepper mit den Exponaten aus Athen und drei weitere LKWs mit  Ausstattungsmaterial in der hessischen Landeshauptstadt eintrafen.

Thomas Bellinck – Das Museum: Domo de Eŭropa Historio en Ekzilo. Eine Produktion von Robin vzw. und dem Koninklijke Vlaamse Schouwburg in Koproduktion mit Wiesbaden Biennale und Onassis Cultural Center. © Hessisches Staatstheater
Thomas Bellinck – Das Museum: Domo de Eŭropa Historio en Ekzilo. Eine Produktion von Robin vzw. und dem Koninklijke Vlaamse Schouwburg in Koproduktion mit Wiesbaden Biennale und Onassis Cultural Center. © Hessisches Staatstheater

“Das Alte Gericht ist ein idealer Ort für das “Museum” von Thomas Bellinck und wir freuen uns sehr, daß wir das Gebäude für ein Kunstprojekt der Wiesbaden Biennale nutzen dürfen” erklärt Maria Magdalena Ludewig, die zusammen mit Martin Hammer das Festival kuratiert.

Der belgische Künstler Thomas Bellinck ist einer der zwölf international renommierten Residenzkünstler, die an zehn verschiedenen Orten in Wiesbaden neue Projekte erarbeiten. Seine utopische und mittlerweile doch so erscheckend reale Vision vom Untergang Europas war zuvor auf dem Fast Foreward Festival in Athen zu sehen.

Auf allen vier Ebenen – vom Erdgeschoss bis zum Dach – wird er für die Wiesbaden Biennale das Alte Gericht als Museum bespielen, u.a. mit Exponaten die er eigens für Wiesbaden und Athen neu entwickelt hat. Ab 25. August können die Besucher das Gebäude durchstreifen. Im „Domo de Eŭropa Historio en Ekzilo“, dem Haus der europäischen Geschichte im Exil, lässt Thomas Bellinck die alte Idee vom vereinten Europa noch einmal aufleben, als wäre sie längst vergangen.

Da Besucher im „Domo de Eŭropa Historio en Ekzilo“ nur einzeln eingelassen werden,  ist die Platzkapazität begrenzt. Tickets sollten möglichst frühzeitig an der Theaterkasse reserviert werden.

Ab dem 25. August macht die Wiesbaden Biennale die hessische Landeshauptstadt zum Schauplatz von Performances, Installationen und internationalem Schauspieltheater. Unter dem Titel „This is not Europe“ präsentiert das Festival bis 4. September über zwanzig internationale Avantgarde-Künstlerinnen und Künstler, Kollektive und Ensembles, die mit unterschiedlichsten künstlerischen Strategien Narrationen von Europa schaffen.

Siehe auch: Biennale holt Europäische Künstler nach Wiesbaden 

Der Ticket-Vorverkauf läuft seit Montag, 25.April 2016
Programm wiesbaden_biennale_2016_programm

EINLADUNG 15.02. Podiumsgespräch in der CASINO-Gesellschaft zum ALTEN GERICHT

© Prof. Franz Kluge
© Prof. Franz Kluge

EINLADUNG 15.02. – 19.30 Uhr Podiumsgespräch in der CASINO-Gesellschaft zum ALTEN GERICHT

Die Initiative „Haus der Stadtkultur und Stadtgeschichte“ lädt alle interessierten Bürger und Politiker herzlich ein zu einem Podiumsgespräch „ Haus der Stadtkultur und Stadtgeschichte im Alten Gericht“ mit fachlich prominent besetzter Diskutanten-Runde über „Wohnungen oder Visionen – Private oder öffentliche Nutzung?“ des wertvollen – von baulicher Zerstörung bedrohten – Neo-Renaissance-Gebäudes in der Wiesbadener Gerichtsstrasse, Ecke Moritzstrasse.

Besonders freuen sich die Veranstalter, Herrn Dr. Klar, Direktor des Museums Wiesbaden, und weitere Experten für diese Veranstaltung gewonnen zu haben.

Programm: Begrüßung Georg Schmidt-von Rhein, Vorsitzender der Casino-Gesellschaft.
Podiumsgespräch moderiert von Hans-Jürgen Hauzel (WK) mit Staatsminister a.D. Dr. Jörg Jordan (Weltkulturerbe), Dr. Alexander Klar (Direktor Museum Wiesbaden), Dipl. Ing. Arch. Heinz Wionski (Landesamt f. Denkmalpflege) und Prof. Emil Hädler (Denkmalschutz und Bauen im Bestand, HS Mainz), Dr. Gerhard Obermayr (Kosten&Finanzierung), Oberbürgermeister a.D. Achim Exner (Forderungen an die Politik),

© massow-picture
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Zeit u. Ort:
Montag, 15. Februar 2016 19:30 h
Räume der Casino-Gesellschaft
Friedrichstraße 22
65185 Wiesbaden

 

Informationen:
Prof. Franz Kluge (Sprecher der Initiative)
Cheruskerweg 31
65187 Wiesbaden

mail: info@altesgericht.de
mobil: 0171 380 7233
internet: www.altesgericht.de
zur Abstimmung: www.petition.altesgericht.de
Zum Blättern http://issuu.com/hausderstadtkultur
Broschüre zum Download: http://www.altesgericht.de/pdf/AltesGericht_Information.pdf