SWR Sommerfestival 2019 – Das Programm vom 15. bis 18. August

Bildunterschrift: "Tatort"-Premiere open air vor dem Mainzer Funkhaus Copyright: SWR/Tobias Mühlenbeck
Bildunterschrift: „Tatort“-Premiere open air vor dem Mainzer Funkhaus
Copyright: SWR/Tobias Mühlenbeck

Ein langes Wochenende mit „Tatort“-Premiere und Talk, mit Kultur und Comedy, mit viel Musik und Information / 15. bis 18. August 2019 am und im Mainzer Funkhaus sowie an anderen Orten in der Stadt

Bei seinem diesjährigen Sommerfestival bietet der Südwestrundfunk (SWR) viel Programm und öffnet seine Türen in Mainz. Menschen mit Neugier und Interesse können ihn vom 15. bis 18. August besser kennenlernen.

Einfach fernsehen
Am Funkhaus startet das Sommerfestival am Freitag, 16. August, mit dem „Langen Fernsehabend“ inklusive „Tatort“-Premiere. Auf der Leinwand vor dem Funkhaus und unter freiem Himmel ermitteln die Ludwigshafener „Tatort“-Kommissarinnen Lena Odenthal und Johanna Stern in ihrem neuesten Fall „Maleficius“ um einen ehrgeizigen Hirnforscher. Hauptdarstellerin Lisa Bitter, Schauspieler Gregor Bloéb sowie Autor und Regisseur Tom Bohn präsentieren die Open-Air-Premiere den Krimi-Fans vor Ort. Die „Landesschau Rheinland-Pfalz“ lädt ihr Publikum direkt ins Studio ein und bei der Comedy-Sendung „So lacht der Südwesten!“ im Studio nebenan geht es mit Bodo Bach, Herrn Schröder, Christian Habekost, den Schnorreswacklern, Patrizia Moresco und dem Improvisationstheater „Springmaus“ humorvoll ans Eingemachte.

Einfach kommen
„Türen auf!“ heißt es am Sonntag, 18. August 2019, 11 bis 17 Uhr. Wer Zeit und Interesse hat, kann beim „Tag der offenen Tür“ einfach vorbeischauen, sich ausprobieren und informieren. Wer will, darf sich selbst am Mikrofon versuchen und die Fernsehnachrichten moderieren. Auf die vielen Fragen antworten SWR Moderator*innen und Programmmachende und lassen sich bei Sendungsaufzeichnungen wie „MarktFrisch“ über die Schulter schauen. Beim Rundgang durch das Funkhaus können Groß und Klein einen Blick hinter die Kulissen werfen und Studios erkunden. Auf zwei Bühnen gibt es abwechslungsreiches Programm: SWR1 talkt mit dem Adelsexperten Rolf Seelmann-Eggebrecht. SWR4 lockt mit Live-Acts wie Vincent Gross und Julian David. SWR3 ist mit unverwechselbarer Comedy dabei und ruft zum beliebten „Elchalarm“ auf. Und wichtig für die Kleinen: der Tigerenten Club hat ein passgenaues Programm für sie im Gepäck.

Einfach hören und durchs Leben reisen
„Eine Reise durchs Leben“ – so lautet der Titel der neuen „SWR1 Hits und Story“-Show am Donnerstag, 15.8., im Kurfürstlichen Schloss. Dabei geht es um zentrale Fragen des Lebens – und um Musik. SWR1 Musikexperte Werner Köhler erzählt von den Geschichten und Menschen hinter bewegenden Songs, begleitet von der Band „Pop History“.

Einfach tanzen und den Sommer genießen
DASDING kommt im Rahmen des SWR Sommerfestivals am Samstag, 17.8., an den Mainzstrand. „Partybash“, das bedeutet Mixed Music, das Beste aus Charts, Black, House und Urban. An den Plattentellern steht DJ DoubleA.

Das Programm des „SWR Sommerfestivals“ im Überblick:

Donnerstag, 15. August:
SWR1 „Hits und Storys“, Kurfürstliches Schloss in Mainz, ausverkauft

Freitag, 16. August:
„Langer Fernsehabend“, Funkhaus Mainz,
ab 18 Uhr „Landesschau Rheinland-Pfalz“ und „So lacht Rheinland-Pfalz!“ (die Karten werden im Internet verlost);
ab 20 Uhr „Tatort“-Premiere „Maleficius“ open air;
Eintritt frei

Samstag, 17. August:
DASDING Partybash Mainzstrand, 20 Uhr, Eintritt frei

Sonntag, 18. August:
„Tag der offenen Tür“, Funkhaus Mainz, 11-17 Uhr, Eintritt frei

Weitere Informationen

Preis für Bürgermut und Ludwig-Beck-Preis werden verliehen

 Ludwig Beck ist der Namensgeber des Wiesbadener Preises für Zivilcourage.© wiesbaden.de / Foto: Stadtarchiv

Ludwig Beck ist der Namensgeber des Wiesbadener Preises für Zivilcourage.© wiesbaden.de / Foto: Stadtarchiv

Der mit 2.500 Euro dotierte Preis für Bürgermut 2019 wird an Schahabedin Azodifar für sein mutiges Einschreiten bei einem Überfall in Wiesbaden verliehen. Den Ludwig-Beck-Preis für Zivilcourage, der mit 10.000 Euro dotiert ist, erhalten Anthony Sadler, Aleksander Skarlatos und Spencer Stone für ihren Einsatz zur Überwältigung eines Attentäters während eines terroristischen Anschlags in einem Thalys-Schnellzug.

Stadtverordnetenvorsteherin Christa Gabriel und Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende verleihen die Preise am Donnerstag, 22. August, im Großen Festsaal des Rathauses. Laudator für den Preisträger des Preises für Bürgermut ist Polizeipräsident Stefan Müller. Elmar Theveßen, Leiter des ZDF-Studios in Washington, hält die Laudatio auf die Preisträger des Ludwig-Beck-Preises für Zivilcourage.

Auf Vorschlag von Oberbürgermeister a.D. Sven Gerich in der Sitzung des Auswahlgremiums am 19. Oktober 2018 wird Schahabedin Azodifar für sein mutiges Einschreiten bei der Bedrohung einer Frau durch einen jungen Mann mit einem Messer ausgezeichnet. Er hat die Frau mit seinem mutigen Engagement vor größerem Schaden bewahrt und eigene Nachteile in Kauf genommen. Schahabedin Azodifar ist iranischer Staatsangehöriger, lebt seit 1983 in Deutschland und wohnt in Amöneburg.

Auf Vorschlag der „Stiftung 20. Juli 1944“ hat sich das Auswahlgremium in der Sitzung am 19. Oktober 2018 für Anthony Sadler, Aleksander Skarlatos und Spencer Stone als Ludwig-Beck-Preisträger entschieden. Sie werden für ihren Einsatz zur Überwältigung eines Attentäters während eines terroristischen Anschlags in einem Thalys-Zug von Amsterdam nach Paris , der gerade durch Belgien fuhr, geehrt. Die Preisträger wurden bereits von dem ehemaligen US-Präsident Obama und dem ehemaligen französischen Präsidenten Hollande geehrt. Alle drei Preisträger reisen zur Preisverleihung aus den Vereinigten Staaten von Amerika an und sind von Dienstag, 20., bis Freitag 24. August Gäste der Landeshauptstadt Wiesbaden.

Dem Auswahlgremium für beide Preise gehören der Oberbürgermeister, die Stadtverordnetenvorsteherin, die Vorsitzende des Ausschusses für Bürgerbeteiligung und Netzpolitik sowie 16 weitere Vertreterinnen und Vertreter von Stadt, Kirchen, Organisationen, Vereinen und Medien an.

„Wir leben Freiheit – 30 Jahre Mauerfall“ – 30 Meter Fotowand erinnern an Todesgrenze u. ihre friedliche Überwindung

Wir leben Freiheit - Fotowand. Foto: Diether v Goddenthow
Wir leben Freiheit – Fotowand.
Foto: Diether v Goddenthow

Wiesbaden. Der Chef der Hessischen Staatskanzlei, Staatsminister Axel Wintermeyer, hat heute mit der Eröffnung einer 30-Meter-Fotowand die Veranstaltungsreihe „Wir leben Freiheit“ vorgestellt. Die Hessische Landesregierung erinnert mit verschiedenen Aktionen und Formaten an den Fall der Berliner Mauer, der sich in diesem Jahr zum 30. Mal jährt. Auf einer 30 Meter langen Fotowand wird mit berühmten Motiven bildstark an die Zeit vom Mauerbau bis zur Öffnung der innerdeutschen Grenze gedacht. Vom 5. bis zum 30. August steht sie vor der Hessischen Staatskanzlei in Wiesbaden.

„30 Jahre Mauerfall sind ein Grund zum Feiern! Sie stehen synonym für drei Jahrzehnte friedliche Revolution und damit für die Freiheit von der Einschränkung von Rechten und der Stasi-Überwachung. Mit der groß angelegten Fotoaktion wollen wir an die innerdeutsche Teilung mit ihrer menschenverachtenden Grenze genauso erinnern, wie an die friedliche Revolution vor 30 Jahren. Dank dieser wurde die Mauer, die unser Land einst teilte, eingerissen. Besonders in Zeiten, in denen in anderen Ländern wieder Mauern errichtet werden, ist dies besonders erwähnenswert. Es darf keine neuen Mauern geben, weder tatsächliche, noch in den Köpfen der Menschen. Freiheit ist nicht selbstverständlich, einer Vielzahl von Menschen auf der Welt ist dieses hohe Gut verwehrt. Sie leben in Autokratien und Diktaturen und würden viel dafür geben, um in Freiheit leben zu können. In unserer Gesellschaft ist Freiheit zum Normalzustand geworden, den viele oftmals als gleichgültig hinnehmen. Das gefährdet Freiheit und Demokratie ebenso, wie ein zunehmender Nationalismus in der westlichen Welt und die Spaltung der Gesellschaften durch rechte und linke Populisten“, mahnt Staatsminister Wintermeyer.

Wir leben Freiheit - Fotowand. Foto: Diether v Goddenthow
Wir leben Freiheit – Fotowand.
Foto: Diether v Goddenthow

Markante Bilder, von der Zeit des Mauerbaus im August 1961 bis zum Fall der Berliner Mauer 1989, sollen die Erinnerung der Menschen an diese Zeit wachrütteln. Darunter sind unter anderem das berühmte Foto des Volkspolizisten Conrad Schuhmann, der in letzter Minute den Sprung in den Westen schaffte, oder das der unzähligen Menschen, die in der Nacht des 9. November 1989 auf die Mauer am Brandenburger Tor kletterten. Die Fotowand soll zum Nachdenken und zum Gespräch über die damaligen Ereignisse anregen. Die Fotoausstellung lädt ebenfalls zum Mitmachen ein: Unter dem Titel „Freiheit ist…“ konnten heute Morgen Passanten zum Auftakt ihre Ideen zum Thema gestalterisch hinterlassen. „Unter dem Motto ‚Wir leben Freiheit‘ interessierte uns besonders, was die Bürgerinnen und Bürger unter Freiheit verstehen und mit dem Mauerfall vor 30 Jahren verbinden“, so der Chef der Staatskanzlei.

„Die Landesregierung setzt mit der aktuellen Veranstaltungsreihe einen gesellschaftlichen Diskurs fort, der 2015 mit den Feierlichkeiten zu ‚25 Jahre Deutsche Einheit‘ begonnen wurde, und mit den Aktionen zu ‚70 Jahre Hessen‘ 2016 bis zur aktuellen Kampagne fortgeführt wird“, sagte Staatsminister Axel Wintermeyer.

Wir leben Freiheit - Fotowand. Foto: Diether v Goddenthow
Wir leben Freiheit – Fotowand.
Foto: Diether v Goddenthow

Hintergrund
Das Programm der Veranstaltungsreihe finden Sie im Internet unter www.wirlebenfreiheit.hessen.de. Interessierte können das Programmheft darüber hinaus mit einer E-Mail an die Adresse programmheft@stk.hessen.de bestellen.

 

siehe auch „Freiheit für das Wort“

Studierende der Klassischen Philologie führen römische Komödie „Amphitruo“ in lateinischer Sprache auf

© Lateinische Theatergruppe Die Casinisten!
© Lateinische Theatergruppe Die Casinisten!

Studierende der Klassischen Philologie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) haben unter Leitung von Dr. Daniel Groß in Lehrveranstaltungen von der Lektüre- bis zur Inszenierungsübung die römische Komödie „Amphitruo“ des Plautus einstudiert und bringen sie am 15. August 2019 ab 14.00 Uhr sowie am 17. Oktober 2019 ab 19.30 Uhr in lateinischer Sprache mit deutschen Übertiteln im Theatersaal P 1 der JGU zur Aufführung. Das Stück behandelt den Mythos von der Geburt des Hercules als Verwechslungs-Tragikomödie, und so bleibt einem, wenn man dem Menschen auf der Bühne als Spielball der Gottheit zusieht, manches Mal beinahe das Lachen im Halse stecken – aber nur beinahe, denn bevor sich ein ernster Gedanke zu Ende denken lässt, ist man schon wieder mit dem nächsten Witz konfrontiert. Durch die Einblendung deutscher Übertitel sind auch diejenigen angesprochen, die nur geringe oder auch gar keine Kenntnisse der lateinischen Sprache haben. Alle Antike-Interessierten und Theaterbegeisterten, nicht zuletzt auch Latein lernende Schülerinnen und Schüler, sind herzlich eingeladen.

Der Eintritt beträgt 6 €, für Schüler und Studierende 4 €.
Anmeldungen und Kartenreservierungen unter groda@uni-mainz.de

Wann: Donnerstag, 15. August 2019, ab 14.00 Uhr; Donnerstag, 17. Oktober 2019, ab 19.30 Uhr
Wo: Theatersaal P1, Philosophicum, Jakob-Welder-Weg 18, auf dem Campus der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Veranstalter: Lateinische Theatergruppe der JGU, Institut für Altertumswissenschaften – Klassische Philologie
https://www.klassphil.uni-mainz.de/aktuelles-projekt/

Weitere Informationen:
http://www.klassphil.uni-mainz.de/766.php ― Lehrprojekt „Aufführung eines antiken Dramas in Originalsprache“
http://www.klassphil.uni-mainz.de/770.php ― Lateinische Theatergruppe „Die Casinisten“

BOOKFEST 2019: Exklusiver Starauftritt von Jo Nesbø mit seinem neuen Harry Hole-Krimi Messer

jo-nesboDer norwegische Bestsellerautor Jo Nesbø wird auf dem BOOKFEST der Frankfurter Buchmesse (16.-20. Oktober 2019) sein neues Buch Messer – Ein Fall für Harry Hole (Ullstein Verlag, Erscheinungstermin: 27. August 2019) vorstellen. Moderiert wird die Veranstaltung, die am Donnerstag, 17.Oktober um 20.00 Uhr im Congress Center der Messe Frankfurt stattfinden wird, von hr2-Moderator Alf Mentzer; der ehemalige Tatort-Star Oliver Mommsen übernimmt die deutsche Lesung.

Bekannt durch seine spannende Krimi-Reihe um den Ermittler Harry Hole, zählt Jo Nesbø mit rund 20 Millionen verkauften Büchern zu den erfolgreichsten norwegischen Krimi-Autoren. Die Lesung, welche in Zusammenarbeit mit hr2 Kultur, Ullstein Buchverlage, Hugendubel und dem Gastland Norwegen stattfindet, ist der einzige Deutschland-Auftritt zu seinem neuen Buch und damit ein großes Highlight im BOOKFEST Programm. Tickets sind bereits jetzt über www.bookfest.de erhältlich.

Die Jo Nesbø-Veranstaltung ist eine von zahlreichen Veranstaltungen, die im Rahmen des BOOKFEST 2019 stattfinden wird. Denn auch im zweiten Jahr sind außergewöhnliche Lesungen, Konzerte, Partys und Performances geplant, die Frankfurt für eine Woche in Festivalstimmung versetzen werden. Das gesamte Programm im Frankfurt Pavilion, im Congress Center der Messe Frankfurt und in angesagten Frankfurter Locations wird voraussichtlich im August auf www.bookfest.de zur Verfügung stehen.

2018 hatte das BOOKFEST mit 77 Veranstaltungen in 21 Locations ein abwechslungsreiches Programm geboten und lockte bereits bei der Festival-Premiere rund 25.000 Besucherinnen und Besucher an.

Buchblog-Award 2019: NetGalley und Börsenverein suchen die besten Buchblogs #bubla19

Nominierung und Abstimmung bis 30. August 2019 möglich / Auszeichnung für Blogs, Social-Media-Kanäle und Podcasts / Erstmals Preise für den besten Verlags- und Buchhandlungsblog / Neue Jurybesetzung / Preisverleihung am 18. Oktober 2019 auf der Frankfurter Buchmesse.

NetGalley und der Börsenverein des Deutschen Buchhandels suchen die besten deutschsprachigen Buchblogs. Mit dem Buchblog-Award, dem einzigen genre-übergreifenden Preis für Buchblogs im deutschsprachigen Raum, zeichnen sie Blogs aus, die das öffentliche Gespräch über Bücher bereichern. Ab sofort können Leser*innen und Blogger*innen ihre Lieblings-Buchblogs unter www.buchblog-award.de/nominieren/ vorschlagen und bereits Nominierten eine Stimme geben. Als Buchblogs zählen auch Social-Media-Kanäle sowie Podcasts mit Buchbezug. Die Nominierung des eigenen Blogs ist ebenfalls möglich. Gewinnen können Buchblogs in den Kategorien „Bester Buchblog“ und „Bester Newcomer“. Erstmals können Leser*innen zudem in den Kategorien „Bester Buchhandlungsblog“ und „Bester Verlagsblog“ abstimmen. Die Frist für die Nominierungen und Abstimmung in allen Kategorien ist der 30. August 2019.

„Die Buchblog-Szene verändert sich schnell, da muss auch der Buchblog-Award agil sein. Buchblogs sind nicht mehr nur klassische Blogs, sondern auch Social-Media-Kanäle, auf denen die Blogger*innen direkte und persönliche Gespräche über Bücher mit Leser*innen führen. Verlage und Buchhandlungen beteiligen sich auf den eigenen Blogs und Kanälen daran. Mit dem Buchblog-Award 2019 möchten wir den gesamten online geführten, kreativen und für Bücher und das Lesen so wichtigen Austausch abbilden und honorieren“, sagt Karina Elm, Leiterin NetGalley Deutschland.
„Buchblogger*innen sind für Verlage und Buchhandlungen im Austausch mit ihren Leser*innen nicht mehr wegzudenken. Sie tragen Bücher und ihre Themen in den Alltag der Menschen, vermitteln die Besonderheiten des Lesens und begeistern für Literatur. Der Buchblog-Award macht im dritten Jahr die stetig wachsende Vielfalt der Szene sichtbar“, sagt Anne-Mette Noack, Leiterin Kulturprojekte, Marketing und Kommunikation des Börsenvereins.

Die jeweils zehn Blogs, die in den Kategorien „Bester Buchblog“ und „Bester Newcomer“ die meisten Stimmen erhalten, kommen ins Finale. Eine unabhängige Jury wählt aus den 20 Finalisten die Siegerblogs aus. Über die Auszeichnungen „Bester Buchhandlungsblog“ und „Bester Verlagsblog“ entscheidet ausschließlich die Zahl der Online-Stimmen, die bis 30. August eingehen.

Im dritten Jahr erhält der Buchblog-Award eine neue Jury. Die Jurymitglieder des Buchblog-Awards 2019 sind: Antonia Baum (freie Autorin, ZEIT), Jo Lendle (Verleger, Carl Hanser Verlag), Tina Lurz (Mitbegründerin, Agentur ehrlich&anders), Carolin Wolf (Inhaberin Buchhandlung Carolin Wolf) und Torsten Woywod (Online-PR und Social-Media-Manager, DuMont Verlag).

Teilnahmeberechtigt sind deutschsprachige Blogs, Social-Media-Kanäle und Podcasts, die sich überwiegend mit Büchern befassen und auf denen regelmäßig Beiträge erscheinen. Blogs in der Kategorie „Bester Newcomer“ dürfen nicht älter als zwölf Monate sein. Verlage können sich ausschließlich mit einem Blog oder Podcast und nicht mit ihren Social-Media-Kanälen bewerben. Für Buchhandlungs- und Verlagsblogs gilt, dass der letzte Beitrag nicht älter als einen Monat alt sein darf und sie mindestens seit Juli 2019 bestehen müssen.

Die Preisverleihung findet während der Frankfurter Buchmesse am 18. Oktober um 12 Uhr im Frankfurt Pavilion statt. Wer gewonnen hat, geben NetGalley und der Börsenverein erst vor Ort bekannt.

Die Gewinner*innen in den Kategorien „Bester Buchblog“ und „Bester Newcomer“ dürfen sich jeweils über zwei Übernachtungen für zwei Personen im Gutshotel Groß Breesen, dem ersten Bücherhotel Deutschlands, freuen. Sie bekommen außerdem einen BücherScheck im Wert von je 100 Euro. Die Teams des Verlagsblogs und des besten Buchhandlungsblogs erhalten einen Präsentkorb für die gemeinsame Siegesfeier. Das Börsenblatt veröffentlicht auf www.boersenblatt.net ausführliche Porträts aller Gewinner*innen.

Sponsoren des Buchblog-Awards 2019 sind JETZT EIN BUCH!, die Initiative der deutschen Buchbranche, und die Frankfurter Buchmesse.

Die Initiatoren
Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels ist die Interessenvertretung der deutschen Buchbranche gegenüber der Politik und der Öffentlichkeit. Er wurde 1825 gegründet und vertritt rund 4.500 Buchhandlungen, Verlage, Zwischenbuchhändler und andere Medienunternehmen. Er veranstaltet die Frankfurter Buchmesse, vergibt den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels sowie den Deutschen Buchpreis, engagiert sich in der Leseförderung und für die Freiheit des Wortes.

NetGalley ist eine Online-Plattform und ein Netzwerk für Buchverlage und professionelle Leserinnen und Leser. NetGalley ermöglicht Rezensenten, Bloggern, Journalisten, Buchhändlern, Bibliothekaren und Lehrenden kostenlosen Zugang zu digitalen Lese- und Rezensionsexemplaren und unterstützt Verlage beim Bekanntmachen neuer und noch unveröffentlichter Titel.

Ansprechpartnerin für Fragen zum Wettbewerb: Karina Elm, info@buchblog-award.de, +49 (0) 30 23456 340

Hashtag zum Award: #bubla19
Website: www.buchblog-award.de
Facebook: www.facebook.com/BuchblogAward
Twitter: @BuchblogAward

Das Reisekönigtum des Mittelalters und seine Paläste – Mittelalter-Archäologe hält Vortrag im Landesmuseum Mainz

reisekoenigtum250Mobilität gehört zu den wichtigsten Themen unserer Zeit, aber auch schon im Früh- und Hochmittelalter waren Kaiser und Könige erstaunlich mobil. Sie reisten viel, richteten Hoftage aus, veranstalteten Reichsversammlungen sowie Synoden und wählten sich dafür Orte der Macht aus, die dem politischen Geschäft eine oft beeindruckende Bühne gaben. So entstanden in ihrem Herrschaftsraum – der gerade im heutigen Rheinland-Pfalz sein Zentrum hatte – Pfalzen und Königshöfe, auf denen sich die Herrscher samt Hof und Entourage bevorzugt aufhielten.

Der Mittelalter-Archäologe Holger Grewe beleuchtet in einem Vortrag „Der charismatische Ort. Das Reisekönigtum des Mittelalters und seine Paläste“ am 27. August um 18 Uhr im Landesmuseum Mainz der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) ausgewählte Herrschaftsorte des 8. bis 12. Jahrhunderts und zeichnet am Beispiel Ingelheims nach, wie diese Paläste genutzt wurden: von den Reichsversammlungen Ludwigs des Frommen über die Festtags-Pfalz der Ottonen bis zum Gefängnis für den entmachteten Kaiser Heinrich IV.

Seit der Karolingerzeit wurden speziell für das Reisekönigtum überall im Land prachtvoll ausgestattete Paläste gebaut, die sich durch kostbaren Bauschmuck oder durch technische Innovationen zu gewaltigen Herrschaftszeichen entwickelten. Gerade die Kaiserpfalz in Ingelheim, die – dank Überlieferungsglück – eine lange Forschungsgeschichte hat, gewährt aufgrund neuer archäologischer Entdeckungen in den letzten 15 Jahren besonders anschaulich einen Blick ins Mittelalter.

Mit diesem hochinteressanten Thema setzt die GDKE – rund ein Jahr vor Beginn der großen Landesausstellung „Die Kaiser und die Säulen ihrer Macht. Von Karl dem Großen bis Friedrich Barbarossa“ – ihre breit angelegte Vortragsreihe fort.

Der Vortrag beginnt am Dienstag, 27. August, um 18 Uhr im Landesmuseum Mainz. Der Eintritt ist frei.

Landesmuseum Mainz
Große Bleiche 49-51

Die ARTe auf Expansionskurs: Eine junge Kunstmesse erobert die Messelandschaft – 20. bis 22.09.2019 im RMCC Wiesbaden

ARTe-Banner-250-x-280Sie gilt inzwischen als die führende Messe für zeitgenössische Kunst im gesamten Raum Stuttgart: Mit der jungen, spritzigen ARTe hat die Messe Sindelfingen – in Zusammenarbeit mit dem Kunstmanager Andreas Kerstan – einen veritablen Publikumsliebling der lokalen Kunstszene geschaffen. Die Zauberformel für den Erfolg: Kunst im Erlebnisformat, präsentiert von einem wagemutigen Mix aus etablierten Künstlern, jungen Talenten und rotzfrechen Newcomern. Jetzt machen Kerstan und die Messemacher das quirlige Erfolgsformat zum Exportschlager: Vom 20. bis 22. September lädt die ARTe in der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden das kunstsinnige Publikum zum Flanieren ein, und das ist erst der Anfang …

Wie wird aus einer Vision ein Coup? Die junge Kunstmesse ARTe hat es geschafft, sich in kürzester Zeit von einer inspirierten, unkonventionellen Idee zu einem durchschlagenden Erfolg zu entwickeln. Im Januar 2016 ging sie in der Messe Sindelfingen an den Start. „Es war damals die erste eigenständige Messe für zeitgenössische Kunst in der Metropolregion Stuttgart“, erinnert sich der Sindelfinger Messechef Ralph Hohenstein, „gedacht als eine Art ‚Agora‘ für die Kunstschaffenden und Kunstinteressierten in der gesamten Stuttgarter Region.“ Ein wagemutiges, komplett neues Konzept, das bei Publikum und Ausstellern auf große Begeisterung stieß. Heute gilt die ARTe als die führende Messe für zeitgenössische Kunst in der gesamten Metropolregion Stuttgart und braucht dort keine Konkurrenz zu fürchten. Auch auf der gesamten Deutschlandkarte mischt die junge Messe inzwischen unter den besten Plätzen mit.

Gegenwartskunst im Erlebnisformat
Die zeitgenössische Kunst, so das Konzept der ARTe-Macher, soll dem Besucher nicht als bloßer Ausstellungskonsum vermittelt werden, sondern im Erlebnisformat.

Andreas Kerstan: „Wir haben dabei auf ein innovatives, offenes Messebaukonzept gesetzt. Keine klassischen Kojen, sondern eine Landschaft aus Präsentationsflächen, die eine mehrdimensionale Wahrnehmung ermöglichen und in der die Exponate und ihr Raum ästhetisch kohärent miteinander verbunden sind.“ Mitten durchs Messegeschehen führt eine mit echten Bäumen gesäumte „Allee“ – ein Kunst-Boulevard zum Flanieren mit Sitzflächen, die zum Verweilen einladen. Diese ausgefallene Messearchitektur, eingebettet in ein zwanglos-elegantes Ambiente mit stilvoller Hintergrundmusik und kulinarischen Genüssen, macht die Offerte für Kunstfreunde, Sammler und Lifestyler zu einem Kunsterlebnis in sich – für alle Sinne.

Genialer Meistermix
Ein weiteres Erfolgsgeheimnis der ARTe: Die ausstellenden Meister bilden einen aufregenden, bewusst so zusammengestellten berufsbiografischen wie auch geografischen Mix: „Ein wichtiges, charakterstiftendes Merkmal der ARTe ist die starke Präsenz von regionalen Künstlern“, so Kerstan, „dazu reihen sich etliche Kunstschaffende aus dem restlichen Deutschland und auch aus dem Ausland.“ Die Erfolgsbiografien der mit kompromisslosem Qualitätsanspruch ausgewählten Aussteller sind in der Regel ebenso mannigfaltig wie die Kunst, die sie zeigen: „Es ist das ganze Spektrum“, führt der Projektleiter aus, „Vom etablierten Kunstmaler über bereits eingeführte junge Talente bis hin zu den rotzfrechen Novizen der Kunstlandschaft – genau dieses Zusammenspiel wollen wir haben, es ist die spezifische DNA unserer ARTe. Auch die Szene der Kunstgalerien, Künstler- und Produzentengalerien, die sich ja derzeit in einem strukturellen Umbruch befindet und deshalb stets auf der Suche nach neuen, innovativen Präsentationsformaten ist, hat die ARTe zunehmend für sich als ein attraktives Podium für ihren Markt entdeckt.“ Dass dieser Facettenreichtum auch den unterschiedlichen Erwartungen des Publikums entgegenkommt, liegt auf der Hand: „Der Besucher der ARTe“, so Kerstan, „findet hier eine ideale Plattform des Primärmarkts vor, in der der erfahrene Kunstsammler genauso fündig wird wie der neugierige Ersteinsteiger.“

Die ARTe kommt nach Wiesbaden

Rhein-Main Congress Center ©  Foto: Diether v Goddenthow
Rhein-Main Congress Center © Foto: Diether v Goddenthow

Vom 20. bis 22. September kommt das junge, quirlige Messeformat jetzt auch nach Wiesbaden. Die Sindelfinger Messemacher freuen sich schon auf den Auftritt im neu gebauten RheinMain CongressCenter in der hessischen Landeshauptstadt. „100 Aussteller – ausgewählte Galerien und Künstler – werden auf der ARTe Wiesbaden drei Tage lang auf 5.000 qm Fläche das Schaffen von insgesamt 130 Künstlern präsentieren“, kündigt Andreas Kerstan an. Etwa die Hälfte der Aussteller stammt aus dem regionalen Umfeld: So sind zum Beispiel die Maler Ute Wurtinger und Oliver Weiller als lokale Künstler aus Wiesbaden sowie Rolf Gith – am Stand der Galerie „Kunstkontor“ – vertreten. Die andere Hälfte der Künstler kommt aus dem restlichen Deutschland und von noch weiter her. Die ARTe Wiesbaden wird am frühen Abend des 20. September feierlich eröffnet. Zur Einführung werden TV-Moderator Markus Brock, Andreas Kerstan und Messechef Ralph Hohenstein in einem Eröffnungstalk über die Messe und das Kunstgeschehen sprechen.

Informationen zur Messe: www.arte-messe.de
Die ARTe 2019 in Wiesbaden findet von 20. bis 22. September im RheinMain CongressCenter Wiesbaden statt. Den Auftakt bildet eine feierliche Eröffnung am 20. September von 17 bis 21 Uhr. Am Sa ist die Messe von 11 bis 20 Uhr geöffnet, am So von 11 bis 18 Uhr. Der Eintritt kostet für Erwachsene 15 €, ermäßigt 10 €. Für Kinder unter 16 Jahren in Begleitung Erwachsener ist der Eintritt frei. Änderungen vorbehalten.

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Literaturforum im Mousonturm – Programmvorschau September 2019

mousonturmMit der Premiere eines Debütanten meldet sich das Literaturforum im Mousonturm mit einem inspirierenden September-Programm zurück: Jan Wilm, der alles andere als ein Anfänger ist, lebt und arbeitet als Übersetzer und Kritiker in Frankfurt. Das hiesige Publikum kennt ihn als Moderator von Lesungen oder als Rezensent aus der FAZ. Nun stellt er am 5. September sein Winterjahrbuch vor, das sich jeder gängigen Gattungszuschreibung entzieht. Dem diesjährigen Gastland der Frankfurter Buchmesse erweisen wir mit Tomas Espedal schon mal eine Reverenz, während Gunther Geltinger seinen dritten Roman präsentiert, dessen Sogkraft man sich kaum entziehen kann. Die beiden weiblichen Stimmen schließlich, die aus Isabel Bogdans und Dagmar Leupolds Romanen sprechen, bestechen – bei allen Unterschieden – durch ihren Selbstbehauptungswillen.

Das September-Programm 2019

Donnerstag, 5. September 2019, 20 Uhr:
Jan Wilm: Winterjahrbuch (Buchpremiere)
Ein Tausendsassa, dieses Winterjahrbuch! Kein Roman oder Memoir, weder wissenschaftliche Studie noch Essay – kurzum: „Irgendwie eben ein Buch, das doch auch all diese Dinge sein könnte.“ So beschreibt Jan Wilm sein Vorhaben, als er beim „Scholar’s coffee“ des Getty Institute in LA danach gefragt wird, woran er arbeite. Das Thema? Schnee. Im Getty lagert der Nachlass von Gabriel Gordon Blackshaw, der diesen flüchtigen Stoff auf Zelluloid und Papier festzuhalten suchte. Statt daran zu forschen, hängt Wilm aber seinen Gedanken nach. Sein vom DAAD finanzierter Forschungsaufenthalt entpuppt sich als ein Fluchtversuch: vor einer gescheiterten Beziehung, vor der Zukunft und nicht zuletzt vor sich selbst. „Pinienduftgewürzt“ und voller „Lavendelduftwärme“ sind die Nächte an der Pazifikküste, in denen Wilm sich den Kopf darüber zerbricht, wie man Erinnerungen gleichermaßen bannen und bewahren kann. Dazu sollte man am besten Kopfhörer tragen. Denn dieses durch und durch poetische Debüt hat seine eigene Playlist.

Moderation: Björn Jager
Ort: Literaturforum im Mousonturm
Eintrtt: 7,-/4,- (VVK)| 8,-/5,- (AK)
Jan Wilm, geboren 1983, studierte Anglistik und Amerikanistik an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, wo er mit einer Arbeit über J. M. Coetzee promovierte. Als Literaturwissenschaftler arbeitete er in Darmstadt, Frankfurt und Essen. Er ist Autor, Übersetzer und Literaturkritiker. 2016 erschien von ihm das Buch »The Slow Philosophy of J. M. Coetzee«. Wilm lebt in Frankfurt am Main.

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Dienstag, 17. September 2019, 20 Uhr:
Tomas Espedal: Das Jahr
Die Sprache erscheint auf den ersten Blick spartanisch. Doch gerade darin liegt ihre Schönheit. Der Norweger Tomas Espedal vertritt, obwohl auch dem Autobiographischen verpflichtet, das Gegenmodell zu Karl Ove Knausgård. Nicht Raum zu greifen, sondern zu verknappen ist sein Programm. Das Jahr treibt diese Poetik, die Grenze zur Lyrik überschreitend, weiter voran: „Weiße Bäume./ Gefrorenes Wasser./ Der erste Schnee./ Ein einfaches Frühstück./ Kaffee.“ Das war eine Zugfahrt von Bergen nach Oslo. Unterwegssein ist eines der Grundmotive dieses prosaischen Langgedichts. Im Frühjahr, so fängt alles an, fliegt Tomas Espedal nach Nizza. Er ist Petrarca auf der Spur. Nichts Geringeres als dessen aussichtslosen Liebe zu Laura hilft ihm dabei, die Trennung von seiner Frau irgendwie auszuhalten. Verlusterfahrung und –angst sind Espedals ständigen Reisebegleiter. Nahezu ungeschützt erzählt er vom alternden Vater, von seiner Wut auf den Nebenbuhler, der Ohnmacht gegenüber den politischen Verhältnissen. Also von nicht mehr und nicht weniger als einem erwachsenen Leben.

Moderation: Hinrich Schmidt-Henkel
Ort: Literaturforum im Mousonturm
Eintritt: 7,-/4,- (Vorverkauf)| 8,-/5,- (Abendkasse)
Tomas Espedal, 1961 in Bergen geboren, gab sein literarisches Debut 1988 mit dem Roman En vill flukt av parfymer (Eine wilde Flucht vor dem Parfüm). Seither veröffentlichte er zahlreiche, mit vielen Preisen ausgezeichnete Romane und gilt neben seinem Freund Karl Ove Knausgård als einer der wichtigsten Schriftsteller Skandinaviens.

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Donnerstag, 19. September 2019, 20 Uhr:
Gunther Geltinger: Benzin

Intensiv – anders kann man die Wirkung, die dieser Roman entfaltet, kaum nennen. Der Rhythmus, die Metaphorik, das Setting – ihr Zusammenspiel macht die Lektüre atemlos. Benzin erzählt von Alexander und Vinz, einem schwulen Paar, das Südafrika abseits der üblichen Routen erkunden will. Sie haben schweres Gepäck dabei: sowohl den Wunsch, dass der Roadtrip ihrer in die Jahre gekommenen Beziehung neuen Schwung verleihen möge, als auch die bohrende Sehnsucht nach Manuel, in den Vinz sich unversehens verguckt hat. Im Laufe dieser Zerreißprobe platzt plötzlich ein Reifen ihres Mietwagens; Alexander hat jemanden angefahren. Der Mann, dem Anschein nach ein Einheimischer, heißt Unami. Aus ihrem Schuldgefühl heraus machen sie den Verletzten zu ihrem Guide. Doch der Weg, den er ihnen weist, führt nicht zu touristischen Attraktionen, sondern in ein Dickicht aus Brutalität und Ressentiments. Gunther Geltingers dritter Roman scheut vor den niedersten Instinkten des Menschen nicht zurück. Und trotzdem gibt er eine Hoffnung nicht auf, „nämlich die Hoffnung, die Welt zum Besseren hin verändern zu können, indem sie im Text neu erschaffen wird“ (Christoph Schröder).

Moderation: Björn Jager
Ort: Literaturforum im Mousonturm
Eintritt: 7,-/4,- (Vorverkauf)| 8,-/5,- (Abendkasse)
In Kooperation mit Kultur & Bahn e.V.
Gunther Geltinger wurde 1974 in Erlenbach am Main geboren und lebt heute in Köln. Er studierte Drehbuch und Dramaturgie an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien und an der Kunsthochschule für Medien in Köln. Benzin ist sein dritter Roman.
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Mittwoch, 25. September 2019, 20 Uhr:
Isabel Bogdan: Laufen
Die Erzählerin in Isabel Bogdans neuem Roman ist nach dem Tod ihres Partners am Ende ihrer Kraft. Um gegen das Erstarrtsein anzukämpfen, fängt sie an zu laufen. Ist zunächst schon der Weg von der Wohnung bis zur Kreuzung eine Qual, werden ihre Runden von Woche zu Woche länger – und was als Davonlaufen beginnt, wird schließlich ein Weg zurück ins Leben. Mit jedem Schritt gewinnt sie die Souveränität über ihr Tun zurück. Immer an ihrer Seite: ihre Freunde, ihre Wut, ihre Liebe zur Musik und ein Humor, der ihrer Wut ebenbürtig ist.

Nach ihrem Bestseller Der Pfau überrascht Isabel Bogdan mit ihrem zweiten Roman: Nach einer Gesellschaftskomödie legt sie diesmal ein Trauerbuch vor. Ein Bruch? Nur auf den ersten Blick. Denn auch in Laufen finden sich Isabel Bogdans ganz eigener Blick, ihr Gespür für Witz und ihre Zugewandtheit zu ihren Figuren.

Moderation: Björn Jager
Ort: Literaturforum im Mousonturm
Eintritt: 7,-/4,- (Vorverkauf)| 8,-/5,- (Abendkasse)
Isabel Bogdan, geboren 1968 in Köln, studierte Anglistik und Japanologie in Heidelberg und Tokyo. Sie verfasste zahlreiche Übersetzungen, u.a. von Jane Gardam, Nick Hornby und Jonathan Safran Foer. 2011 erschien ihr erstes eigenes Buch, Sachen machen, bei Rowohlt, außerdem schrieb sie Kurzgeschichten in Anthologien. 2006 erhielt sie den Hamburger Förderpreis für literarische Übersetzung und 2011 den für Literatur. 2016 erschien ihr Roman Der Pfau, der ein Bestseller wurde.

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Donnerstag, 26. September 2019, 20 Uhr:
Dagmar Leupold: Lavinia
Zwischen Begehren und Gewalt besteht eine untergründige Beziehung. Ihr spürt Dagmar Leupold in Lavinia mit unbändiger Sprachlust nach. Dass der 25. Stock eines New Yorkers Wohnhauses, wo sich das Appartement der gleichnamigen Erzählerin befindet, den Anfang des Romans markiert, liegt an der Fallhöhe. Denn jene Beziehung kommt im Fallen ans Licht: Man sagt ‚fall in love’ auf Englisch, findet Gefallen aneinander auf Deutsch, aber die Gefallenen kehren nie mehr zurück. Menschen, so Lavinia, „brauchen den anderen und den Tod, um zu werden, was sie sind“. Stock für Stock bis ins Parterre hinab enthüllt sie mehr und mehr von sich, ihrer Familie, ihrem Leben, das sie von Deutschland über Italien in die USA geführt hat. Sie beweist dabei nicht nur ein Gespür für feinste sprachliche Nuancen, sondern eröffnet auch ein Panorama bundesrepublikanischer Geschichte. Darin tritt das, was sie als Frau am eigenen Leib erfährt, in Spannung zu dem, was nicht vergeht: die Schrecken von Terror und Krieg.

Moderation: Malte Kleinjung
Ort: Literaturforum im Mousonturm
Eintritt: 7,-/4,- (Vorverkauf)| 8,-/5,- (Abendkasse)
Dagmar Leupold, geboren 1955 in Niederlahnstein, lebt als Autorin und Übersetzerin in München. Sie studierte Germanistik, Philosophie und Klassische Philologie in Marburg, Tübingen und New York. Seit 2004 leitet sie das ›Studio Literatur und Theater‹ der Universität Tübingen. Zahlreiche Auszeichnungen, zuletzt Tukan-Preis 2013. Ihr Werk umfasst Romane, Erzählungen, Gedichte und Essays. Für die Romane Unter der Hand (2013) und Die Witwen (2016) war sie für den Deutschen Buchpreis nominiert.
Hessisches Literaturforum im Mousonturm e.V.
Waldschmidtstraße 4
60316 Frankfurt am Main

Weltmuseum der Druckkunst, das Mainzer Gutenberg-Museum, erhält erneut Zertifikat für Exzellenz 2019

Gutenberg Museum Mainz  ©  Foto: Diether v Goddenthow
Gutenberg Museum Mainz © Foto: Diether v Goddenthow

Eine Erfolgsgeschichte nimmt ihren Fortgang: Bereits zum sechsten Mal in Folge erhält das Gutenberg-Museum das „Zertifikat für Exzellenz“ der weltweit größten Reiseplattform TripAdvisor und steigt damit unaufhaltsam in deren Ruhmeshalle auf, die alljährlich Sehenswürdigkeiten, Museen, Restaurants und Unterkünfte auf Grundlage der Bewertungen durch Touristen auszeichnet.

Mehr als 148.000 Gäste kamen im vergangenen Jahr ins Haus, davon mehr als die Hälfte aus dem Ausland. Über 70 Nationen waren vertreten – damit macht das Weltmuseum der Druckkunst seinem Namen alle Ehre. Seit 2013 erhält das Gutenberg-Museum durchweg positive Bewertungen und ein begeistertes Feedback auf der Touristikwebsite, etwa  „Das muss man gesehen haben“, „Must visit – take home a Gutenberg Bible print!“ „The Bibles that were in the cases and the story behind them was amazing“. Knapp 900 Kommentare und Bewertungen bietet das TripAdvisor-Portal zum Gutenberg-Museum, das damit auch  den ersten Platz unter den Mainzer Museen einnimmt.

Mehr als die Hälfte der Gäste war der Museumsbesuch volle fünf Sterne wert. Als Besuchermagneten erwiesen sich wieder die Live-Vorführungen in der rekonstruierten Gutenberg-Werkstatt und der Tresorraum mit den originalen Gutenberg-Bibeln aus dem 15. Jahrhundert, aber auch die Freundlichkeit des Aufsichtspersonals wird immer wieder besonders gelobt.

Museumsdirektorin Dr. Annette Ludwig freut sich über den Erfolg: „Unsere engagierte Arbeit in einem kleinen Team findet weltweit Anerkennung, das ist uns Ansporn und macht uns Mut für die Zukunft.“

Gutenberg-Museum
Liebfrauenplatz 5
55116 Mainz
http://www.gutenberg-museum.de
Öffnungszeiten: Di-Sa 9-17 Uhr, So 11-17 Uhr; Mo und an gesetzlichen Feiertagen geschlossen